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Falsche Berufswahl und mangelnde Einsicht

Gestern habe ich einen Menschen gesprochen, der sich bitterlich beklagte, seine Tochter habe nur eine „halbe Stelle“ bekommen, arbeite also nur etwa vier Stunden am Tag. Soweit die Information. Dann aber kam sogleich das Lamento: „Warum werden überhaupt Menschen für Berufe ausgebildet, für die kaum Bedarf besteht?“

Erstaunlich war, dass die Teilnehmer an der Gesprächsrunde kaum widersprachen. Im Gegenteil: Einer der Teilnehmer behauptete gar: „Das machen die doch absichtlich, damit sie den Lohn drücken können.“

Man erkennt daran, wie sehr die Tatsachen verdreht werden können: Wer sich einen Beruf wählt, für dem es nur wenig Bedarf gibt, und dies noch in einer Gegend, in der es ohnehin kaum Arbeitsplätze gibt, der sollte sich auch zu seinem Fehler bekennen und die Verantwortung nicht abschieben.

Nur Schade, dass Deutsche immer die anderen für das verantwortlich machen, was sie selber verbockt haben. Und dies sei hinzugefügt: Das ist etwas, was sich bei genügender Einsicht auch noch ändern ließe. Wer kurz nach der Ausbildung erkennt, kaum Chancen im erwählten, angeratenen oder in einem mit mäßiger Freude erlernten Beruf zu haben, der sollte sich dazu bekennen. Und das bedeutet auch: die Weichen im Lebensplan neu zu stellen.

Einen Beruf zu lernen, ist für die meisten Lebenswege kaum mehr als eine Grundlage. Ich kenne etliche Menschen (ich selbst schließe mich ein), die nicht ihr ganzes Berufsleben mit dem „erlernten Beruf“ füllten. Manche von ihnen erlernten einen zweiten Beruf, andere konnten in ihren Betrieben in einen anderen Beruf hineingleiten, für den sie Talent, aber keine Ausbildung hatten.

Und weil dies alles so ist: Nehmen Sie doch bitte ihr Leben in die Hand, statt es sich durch eine falsche Berufswahl aus der Hand nehmen zu lassen.
Kategorien: lebensrat | 0 Kommentare
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