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Einen Partner suchen, der "zu mir passt"?

Ob er wirklich zu mir passt?


Wie oft haben sie schon Sätze gelesen wie „Ich suche einen Partner, der zu mir passt“, „ich suche den wirklich passenden Partner“? In der Kurzversion heißt das dann: „den richtigen Partner“, oder, in der englischen Version: Ich suche Mr. Right oder Ms. Right.


20 Alternativen zu "Passt er zu mir"

Es gibt Alternativen zu diesem Aussagen-Paket, die ich Ihnen kurz aufführen werden:

Ich suche einen Partner …

1. … den ich will.
2. … der mich will.
3. … der mich nimmt, wie ich bin.
4. … der mich liebt.
5. … der mich achtet.
6. … der mich verehrt.
7. … der mich fasziniert.
8. … mit dem Ich einen eigenen Hausstand gründen will.
9. … der aus einem ähnlichen sozialen Milieu kommt.
10. … der aus einem anderen (besseren) Milieu kommt.
11. … der den gleichen Bildungsstand hat wie ich.
12. … einen deutlich besseren Bildungsstand hat.
13. … den mein Umfeld (z.B. Kinder) akzeptiert.
14. … der sich eine Familie und Kinder wünscht.
15. … mit dem ich vor allem Freude haben will.
16. … damit ich nicht mehr alleine bin.
17. … um etwas mit ihm zu unternehmen.
18. … weil ich mir finanzielle Vorteile verspreche.
19. … den ich mir leisten kann.
20. … weil ich endlich regelmäßig Sex will.

Warum "wer passt zu mir" zum Aberglauben gehört

Irgendwie haben wir „heutigen“ und „westlichen“ uns auf eine Standardaussage fixiert. Wir fragen uns; „Wer passt zu mir?“ und stellen damit eine der Fragen, die überwiegend in den Bereich der Orakel, des Aberglaubens und der Psychologie gehören.

Die streitbare Schwester des „passenden Partners“ ist der Wunschpartner, also der „Partner, den ich will“, und dass beide „Schwestern“ sind, zeigt sich daran, dass sowohl das eine wie das andere nicht erfüllbar ist:

• Es gibt nicht den einen, passenden Partner – der „Richtige“ existiert nicht.
• Der Wunschpartner (schlimmer noch: der aus Ansprüchen erwachsende Partner) existiert ebenso wenig. Es gibt nur immer Näherungen, die Kompromisse nötig machen.

Was wir gerne hätten - und was möglich ist

Was aber ist mit all den anderen Wünschen – sind Sie „primär“, also sind sie das Wichtigste überhaupt, oder sind sie sekundär, was bedeuten würde, dass wir „nötigenfalls darauf verzichten“ könnten?

Natürlich wären wir nahezu alle geneigt, Und-Ketten zu bilden: „Ich wünsch mir einen Partner, den ich will und der ich will und der sich Kinder wünscht.“ Die Ketten ließen sich beliebig fortsetzen. Aber auch hier müssen wir uns doch wohl klar machen: Wo sind wir bereit, ein Glied dieser Kette zu hinterfragen?

Außer Online-Dating: Meist auf der gleichen sozialen Ebene

In der Praxis suchen wir (mit der Ausnahme des Online-Datings) eigentlich stets in einem Milieu, das wir kennen, und ihn ihm suchen wir einen Menschen, der uns achtet. Kommt Liebe dazu, ist die Sache eigentlich schon unter Dach und Fach. Der Rest ist – das verkennen „moderne“ Menschen oft – ein Entwicklungsprozess. Im Online-Dating, dies sei hier nur kurz erwähnt, gelten dieselben Regeln, sie sind aber schwieriger zu befolgen.

Orakel, Psychologie, Aberglaube: Wer passt zu mir?

Die Frage: „Passt der Partner zu mir“, ist so sinnlos wie jedes andere Orakel auch. Die eigentliche Frage wäre: Werde ich mit diesem Partner auf Dauer einen gemeinsamen Lebensweg gehen können? Und dann ist die nächste Frage sogleich: Was kann ich nehmen, was will ich geben? Worauf muss ich unbedingt bestehen, worauf kann ich eventuell verzichten?

Betrachtet man die Sache so, fällt viel Licht auf die Glaubwürdigkeit von Astrologen, Kartenschlägerinnen und Psychologen, die ja angeblich alle etwas Wichtiges zum „richtigen“ Partner zu sagen haben.

Ich gebe zu, dass die Frage „Werde ich in der Lage sein, meine Partnerschaft positiv zu gestalten …“ schwerer zu beantworten ist als die plakative Frage: „Passt sie/er zu mir?“ Aber es ist die alles entscheidende Frage und die einzige Fragestellung, die von Selbstverantwortung bestimmt wird.
Kategorien: datingrat | 1 Kommentar
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