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Über Immobilien, Personalsuche und Partnerwahl

Nicht ideal, aber geräumig und hell.

Immobilien, Jobsuchende und Partnersuchende haben eines gemeinsam: Wenn alles optimal passen soll, sind viel Zeit und Aufwand erforderlich. Wer schon einmal eine Wohnung mieten wollte, der weiß: Die „ideale“ Wohnung ist nur schwer zu finden. Hier passt die nicht, dort jenes nicht. Hier mäkeln die Mieter am Badezimmer herum, dort am fehlenden Balkon. Sogar Käufer echauffieren sich, wenn eine Fliese in einer Altbauwohnung angebrochen ist. Man muss nicht unbedingt das Hickhack ansehen, das in „Mieten, Kaufen, Wohnen“ zelebriert wird – die tägliche Praxis reicht völlig. Ähnlich ist es bei der Jobsuche, nur ist hier der Markt in einen Käufermarkt und einen Verkäufermarkt gespalten. Mit anderen Worten: Mal sind die Jobs heiß begehrt, mal die Jobsuchenden. Während meiner langen Berufstätigkeit hatte ich auch Einblicke ins Personalwesen des Mittelstands, und glauben sie mir: Kein Jobsuchender, der ständig in der Schlange steht, glaubt, dass für manche andere Jobsuchende der rote Teppich ausgerollt wird.

Kommen wir nun zur Partnersuche. Hier finden wir eine ähnliche Situation vor wie bei den Jobs: Es gibt einen Bereich, in dem Frauen heiß begehrt und stark umworben werden, und einen, in denen sie vergeblich auf passende Partner warten. Ebenso (damit nichts ständig von Frauen die Rede ist) gibt es ein Segment, in dem Männer sich kaum retten können vor Anfrage, aber auch ein solches, in dem sich die Männer fragen, ob Frauen inzwischen ausgestorben sind. Erfahrungsgemäß reicht ein „Überschuss“ an Frauen oder Männern von nur zehn Prozent, um den Eindruck zu erwecken, es gäbe ein „großes“ Angebot.

Wenn das Angebot groß ist:

1. Kann man generell aus mehreren Personen wählen.
2. Kann man getrost bis zu vier Fünftel der möglichen Partner von vornherein aussortieren.
3. Muss man weniger Kompromisse eingehen.
4. Hat man kürzere Suchzeiten.
5. Benötigt man aber auch eine präzisiere Feinauswahl.


Wenn das Angebot gering ist:

1. Ist der Personenkreis klein, aus dem man wählen kann.
2. Sollte man nur wenige der möglichen Partner von vornherein aussortieren.
3. Sollte die Kompromissbereitschaft steigen.
4. Hat man längere Suchzeiten.
5. Benötigt man mehr Initiative bei der Suche.


Ökonomie bei der Partnersuche: Das Schreckgespenst der Deutschen

Nach meinen Erfahrungen liegt ein Problem der Partnersuchenden darin, dass sie diese Zusammenhänge, obgleich sie schrecklich einfach sind, nicht durchschauen. Niemand kann etwas dafür, am Partnermarkt einen Mangel zu haben: geringes Einkommen, zu hohes Einkommen, geringe oder zu hohe Bildung, kein Kinderwunsch oder bereits zu viele Kinder, körperlich, sozial oder erotisch unattraktive und vieles andere mehr. Habe ich einen oder gar mehrere „Mängel“, dann kann ich nicht an den Partnermarkt gehen wie Graf Koks von der Zeche oder Prinzessin Apfelblüte vom alten Land. Ich muss vielmehr dafür sorgen, dass ich meine Bedürfnisse so bündele, dass sie noch erfüllbar sind.

Das Paradoxe: Die meisten Menschen, die diese Tatsachen ignorieren oder gar bekämpfen, beschwere sich auf der anderen Seite, dass gerade sie keine Partner finden.

Falls sie dazugehören: Denken Sie bitte noch einmal nach.

Wissen Sie, im Grunde ist mir egal, was Sie denken, wie Sie denken und warum Sie so denken. Solange Sie mir nicht in den Finger beißen, sondern dem Weg folgen, der Ihnen dieser Finger zeigt. Da dürfen Sie ausnahmsweise mal ganz sicher sein.

Und nun dürfen Sie mich für arrogant halten.
Kategorien: datingrat | 0 Kommentare
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