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Scheidung und neue Partnersuche: trauern oder lustvoll suchen?

Scheidung – das ist für viele Frauen, aber für noch weitaus mehr Männer keine Befreiung, sondern eine Blamage. Ich rede gar nicht von den erniedrigenden Auseinandersetzungen, die manche Scheidungen begleiten, sondern von den Problemen, die an der Psyche hängen bleiben. Nach Meinung vieler Frauen stecken wir Männer ja Probleme einfach weg – aber das ist eines dieser dummdreisten Märchen, die von Frauen verbreitet werden, die uns Männer niemals verstanden haben. Dennoch fragen sich viele Männer: "Könnte man die Probleme nichts schneller bewältigen, indem man schnell zurück an den Markt geht?" Ich sage dazu aus vollem Herzen "Ja" - und begründe es ökonomisch.

Verlockungen gibt es überall - aber der Markt bestimmt, was für einen Mann möglich ist

Ich habe dazu eine interessante Stelle in einem neuen Buch (Zitat, Quelle siehe unten) gefunden, die dies aussagt:

(Ich denke …) dass die meisten Männer, die gerade eine Trennung durchlebten, in eine der folgernden drei Kategorien fallen:

1. Der Typ 1 geht begeistert zurück in die Welt des Kennenlernens, freut sich auf den Spaß, den er dabei hat, und ist unglaublich nett zu interessanten Frauen, die er nie zuvor kennenlernte.
2. Der Typ 2 könnte zurück zu seiner Ex gehen – oder er hat sie nicht einmal wirklich verlassen.
3. Der Typ 3 stellt ein verheerendes psychisches Wrack dar, das zornig und verbittert über die gescheitere Beziehung ist.



Gerade geschieden zu sein ist keine psychische Erkrankung

Nun ist es so: Frauen und Psychotherapeuten sind gleichermaßen entsetzt über Typ 1 – wie kann ein Mensch, der gerade erst ein paar Monate getrennt lebt, schon wieder an eine Beziehung denken? Da muss „Mann“ erts mal in sich gehen und abtrauern oder (nach einer verbreiteten Frauenansicht) die Fehler bei sich suchen. Typ 2 ist zumeist ist ein Filou, der sich ein paar Wege offenhält, und Typ 3 ist Gift für jede und jeden – er ist sogar als Kumpel unerträglich.

Interessant ist, dass viele Frauen deshalb alle drei Typen nicht wollen - also gar niemanden, der getrennt lebt oder gerade erst geschieden wurde.

Hören Sie nicht auf Küchenpsychologen, Gutmenschen und andere Bevormunder

Es ist ein wenig anmaßen von Küchenpsychologen und manchen Psychotherapeuten, Männer einzureden, sie müssten sich erst „läutern“. In sehr vielen fällen gibt es nichts zu „läutern“, sondern man hat eine falsche Entscheidung getroffen – so etwas muss revidierbar sein, auch bei Ehen, egal, was die katholische Kirche dazu sagt. Für Männer wirkt allerdings schwerer, dass sie oft aus zunächst unerfindlichen Gründen verlassen werden – schauen sie genauer hin, so steckt eine Affäre der Ehefrau dahinter. Das alte Märchen, dass Männer Frauen „wegen einer Jüngeren“ verlassen, mag bei einigen arroganten (und finanziell gut gestellten) Promis zutreffen. Doch die Anzahl der Frauen, die aus der Ehe ausbrechen, weil sie sich vom Liebhaber einen besseren Status oder auch nur mehr Sex erhoffen, wird aber immer größer.

Wenn es kaum etwas zum „Läutern“ gibt und alles „in sich gehen“ ergebnislos verläuft, weil man eben wegen „eines anderen“ verlassen wurde, was sollte man dann tun? Wie und wo sollte man es tun?

Geschiedene sollten schnell wieder an den Markt gehen

Ich rate Ihnen, zeitig wieder an den Markt zu gehen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Unternehmer, die in unverschuldet in Konkurs gegangen sind, oder Arbeitnehmer, die aufgrund eines Konkurses entlassen wurden. Je länger das Betrauen der eigenen Situation dauert, und je mehr man sich darauf verlässt, dass die Zeit alles regeln würde, umso mehr sinken die Chancen, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen.

Warum sollte dies in Paar-Beziehungen anders sein? Je länger sie „aus dem Geschäft“ heraus sind, umso enttäuschter sind sie, und umso dringender wollen Sie eine neue Partnerin. Wenn Sie sofort wieder Beziehungen suchen, dann bleiben Sie hingehen „Am Ball“, wissen, wie man flirtet und datet und wissen, „wie der Hase läuft“. Ich habe nicht die geringste Sorge, dass sie dabei Frauen treffen, die genau das wollen: jemanden für eine Zeit des Übergangs. Ein Mann sollte nicht glauben, dass es Frauen so völlig anders geht, wenn sie getrennt wurden – gleich, ob sie ihre Männer verlassen haben oder verlassen wurden. Körperliche Nähe, emotionale Zweisamkeit und natürlich Sex sind die Motive, die auch Frauen antreiben, die berühmten Beziehungen zwischen sechs Wochen und sechs Monaten einzugehen.

Also: Lassen Sie sich nicht diskriminieren, und trauen Sie niemandem, der Ihnen eine Karenzzeit verordnet – es sei denn, sie wären labil du würden sich von den Hyänen anfressen lassen, die sie schnell wegschnappen und nach Haus tragen wollen, damit Sie vom Markt sind.

Ich denke, dass sie mit Online-Dating bestens bedient sind. Und sagen Sie nie, dass sie gerade erst geschieden wurden oder gar nur getrennt leben, dann bekommen Sie keine Dates. Denn wenngleich sich viele „wenig begehrte“ Frauen sich keine sonderlichen Hoffnungen auf dauerhafte Partnerschaften machen können, treffen Sie sich doch zumeist nur mit Männern, die „langzeitbeziehungstauglich“ sind.

Quelle des Zitats: "Everything I ever needed to know abot Economics I learned from online dating", Boston 2014.
Kategorien: datingrat | 0 Kommentare
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