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Emanzipation: Frauen sind wie die Tiere – Männer auch

Bei manchem Tier sind beide Geschlechter kaum zu unterscheiden - bei der Geilheit auch?
Wahrscheinlich stimmen Sie meinem ersten Satz zu: „Männer haben offenbar etwas noch nicht bemerkt: Frauen haben sich emanzipiert, und zwar gründlich.“ Doch nun kommt der Zweite: „… doch sie haben sich nicht in dem Sinne emanzipiert, den Alice Schwarzer sich einmal wünschte, sondern ihre Emanzipation ist für sie eine reine Privatsache geworden, die sie selbst in die Hand nehmen, wo, wie und wann sie es für richtig halten.“

Diese „neue“ feministische Bewegung kennt weder Doktrinen noch folgt sie Ideologien – und sie ist wenig dokumentiert. Sie folgt auch keinen ethischen Regeln, sondern richtet sich nach individuellen Gegebenheiten.

Was sich während all dieser Jahre vor allem änderte, war das Frauenbild – aber es ändere sich keinesfalls so, wie es die Mütter der „zweiten Welle“ der Emanzipation geplant hatten.

Drehen wir die Zeit einmal ein wenig zurück, so war die Frau der Vor-1970er Jahre weitgehend eine Person, die sich allenthalben unterordnete – privat wie auch im Geschäftsleben. Die unverheiratete Frau wurde mit „Fräulein“ bezeichnet, und nahezu jede Frau, die einen Beruf erlernte, hoffte darauf, zu heiraten und Mutter zu werden. In der Öffentlichkeit waren alleinstehende Frauen gar nicht gerne gesehen – bisweilen verweigerte man ihnen sogar den den Zutritt zu Gaststätten. Die höchste Position, die sie im nicht-akademischen Beruf jemals erklimmen konnte, war Abteilungsleiterin im Warenhaus oder Chefsekretärin, und wenn eine Frau wirklich das Abitur machte und studierte, dann wurde sie zumeist Lehrerin oder Sozialpädagogin.

Inzwischen sind über 40 Jahre vergangen, und die Töchter der Emanzipation fragen nicht mehr nach der Bedeutung flacher Schuhe, eines ausladenden Ganges, der Latzhosengleichheit oder der Freiheit von Büstenhaltern. Auch kümmern sie sich kaum noch um den Erhalt und Ausbau der Emanzipation, sondern nehmen sie als gegeben hin. Sie leben sozusagen „ihre Freiheit in der Freiheit“ und mucken zu Recht auf, wenn ihnen Recht verweigert werden, weil sie Frauen sind.

Frauen sind Frauen - und nicht "besser als Männer"

Doch noch etwas Anderes ist geschehen, was den Mütter der Emanzipation zunächst entging: Die Emanzipation brachte Frauen nicht nur eine neue soziale und gesellschaftliche Stellung ein, sondern auch einen Verlust. Denn bisher ging die bürgerliche Gesellschaft davon aus, dass Frauen nicht nur die „besseren Hälften“ der Ehepaare waren, sondern auch die edleren Menschen. Dieser „Edelcharakter“ blieb ihnen zunächst euch erhalten, obgleich er nicht zur „emanzipierten Frau“ passte. Gleich wert ist gleich gut – aber eben auch gleich schlecht. Das von Krafft-Ebing aufgestellte Dogma, ein „gesundes Weib“ hätte kaum erotische Gelüste, erweis sich als falsch. Der Psychiater hatte sich einfach geirrt und die Umstände, unter denen diese Frauen aufwuchsen, mit den Bedürfnissen, die sie „von Natur aus“ entwickeln, gleichgestellt. Kurz und bündig: Die emanzipierte Frau, die viele Männer zunächst als eine Art merkwürdiges Neutrum angesehen hatten, entwickelte sich zur lustvollen, auch sexuell emanzipierten Partnerin. Bis heute passt diese Art von Gleichheit übrigens nicht nur vielen Feministinnen nicht „in den Kram“, sondern auch Gender-Forscherinnen und einem Teil der Psychologen – von Theologen und Moralisten einmal ganz abgesehen.

Gerade beschwert sich ein Autor der FAZ, dass sich die Millennium-Mädchen (bis etwa 34), und unter ihnen vor allem die Jahrgänge von 2000 (heute gegen 14 Jahre alt) unmöglich benehmen würde. Zitat:

Was die Äußerungen offenbaren, ist Alltag in der Welt der um 2000 Geborenen. Unbekümmert sprechen Mädchen von ihren „Titten“ oder ihrem „Arsch“ und vom „Ficken“, „Vögeln“ oder „Sex haben“. Mit neuer Selbstverständlichkeit verwenden sie das alte, von Männern gebrauchte Vokabular für Körperselbstbild und sexuelle Intimität. Sex passiert einfach. „Ich hatte mit dem mal was“ oder „Mit dem lief mal was“ sind solche Aussprüche.


Sie kennen sicher den Spruch: „Männer sind wie Tiere“ – jedenfalls, wenn es um die Sexualität geht. Doch auch Frauen sind wie Tiere – warum sollte sie es auch nicht sein? Neue, wirklich objektive Forschungen belegen relativ eindeutig, dass die weibliche Sexualität zwar nicht ständig verbalisiert wird, aber dennoch nahezu ständig abrufbar ist. Oder mit anderen Worten: Frauen werden ähnlich schnell und intensiv „geil“ wie Männer, sei sie nicht mehr befürchten müssen, dafür beschimpft oder entehrt zu werden.

Frauen sind nicht edler und wertvoller als Männer

Wir müssen uns abschminken, dass eines von den beiden Geschlechtern im Denken edler oder wertvoller ist als das andere, und dafür spricht nicht nur die Naturwissenschaft, sondern auch die Religion. Der Schöpfergott hat Frauen und Männer frei und gleich aus demselben Stoff geschaffen – und ihnen niemals verboten, Sex zu haben.

Dieser Artikel ist - unter Quellenangabe - frei für den Nachdruck in Online- und Printmedien.
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