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Die Partnersuche der Eliten – nichts als Bluff?

Eliten sind nicht mehr das, was sie mal waren. Denn das Problem mit den Eliten ist ja, dass man sie nicht wirklich abgrenzen kann. Wer will und mag, kann sich dazurechnen, vorausgesetzt, die Person hat entweder ein außergewöhnliches Wissen oder sie ist außerordentlich gebildet. Trifft das zu, dann spricht man von Bildungseliten. Es können aber auch besonders qualifizierte Personen sein, die ihr Wissen und Können nicht durch einen Universitätsabschluss beweisen haben, sondern beispielsweise durch wirtschaftlichen, künstlerischen, sportlichen oder politischen Erfolg. Schließlich können sie auch deshalb zur Elite gehören, weil sie ständig in der Umgebung von Eliten aufhalten (It-Girls, Hausfrauen). Frauen rechnen sich oft ebenfalls zur Elite, wenn sie über eine außergewöhnliche körperliche Schönheit verfügen.

Da die neuen Eliten nach historischer Definition den Adel als Elite ablösten, besteht gelegentlich auch der Eindruck, dass die Eliten einen „Herrschaftsanspruch“ haben.

Geistige Eliten - sind sie wirklich so begehrt?

Oben wird es dünn: die "Heirat auf Augenhöhe" wird zum Glücksspiel
Wer in Deutschland das Wort „Elite“ gebraucht, meint allerdings in der Regel die „geistigen Eliten“, genauer gesagt jene Akademiker, die auch ungewöhnliche berufliche Erfolge oder wenigstens entsprechende Einkommen vorweisen können.

Nimmt man nicht den akademischen Grad oder den Erfolg, sondern den IQ, so stellt sich allerdings heraus, wie dünn das Eis bei den wirklichen Spitzendenkern ist: nur etwa neun Prozent der Bevölkerung hat einen einen IQ von über 120 – aber das alleine qualifiziert diese ungewöhnlich präzisen Denker nicht dazu, zur Elite zu gehören.

Eine ganz andere Frage ist natürlich, ob Eliten wirklich so begehrt sind, wie es scheint. Hier muss man tief in die Ansichten und Absichten der Bevölkerung einsteigen und tatsächlich auch unterschiedlichen Vorstellungen der Geschlechter berücksichtigen. Demnach legen Frauen bei Weitem mehr Wert darauf, einen gut verdienenden Elite-Akademiker zu heiraten, als Männer darauf abzielen, eine Elite-Akademikerin zu heiraten.

Männer suchen selten "gezielt" nach Akademikerinnen

Mit anderen Worten: Männer suchen nicht gerade gezielt nach einer Akademikerin, wenn es um die Ehe geht. Wenn es dennoch viele Akademiker-Ehepaare gibt, so liegt dies nicht am Wunsch, einen vergleichbaren Akademiker zu heiraten, sondern daran, dass man sich am leichtesten in dem Milieu kennenlernt, in dem man sich auskennt.

Im Online-Dating findet man nur selten wirkliche Eliten

Die Sache mit der „Online-Partnersuche im Umfeld der Eliten“ ist also weitgehend Unsinn: Die wirklichen Eliten im Sinne von „bekannten Größen des Geistes und der Wirtschaft“ sind selten Online-Dater. Wer sich im Umfeld von Online-Diensten trifft, ist in der Regel eher ein Mensch, der sich zunächst für eine mittlere Karriere entschied und dabei die Partnersuche vergaß.

Zwei Themen wären noch zu klären: das „adäquate“ Heiraten der jungen Akademikerinnen und das „Hinaufheiraten“ in Akademikerkreise oder in die „Spitzen der Gesellschaft“.

Nach mathematischen Regeln und sozialen Beobachtungen ist es so gut wie ausgeschlossen, dass jede Akademikerin einen geistig oder sozial „adäquaten“ Partner findet, und zwar gleichgültig, wie und wo sie sucht. Hier ist „Downdating“ angebracht, also das Kennenlernen von Männern mit niedrigerem Bildungsgrad.

Das Hinaufheiraten folgt anderen Regeln: die meisten Frauen, die „hinaufgeheiratet“ haben, hatten schon vorher Kontakte zu den Eliten, in die sie hineingeheiratet, haben. Ein Teil von ihnen wurde auch wegen ihrer Jugend, Schönheit oder ihrer sexuellen Künste gesucht oder bevorzugt. Auch Bodenhaftung gilt manchem Mann als Argument, keine zu „abgehobene“ Frau zu heiraten.

Die Grafik basiert auf Daten von IQ-tester.ch. Teilweise wreden andere Daten angegeben, das Mittelfeld ist aber stets identisch.

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