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Partnersuche: Hören Sie endlich auf, sich selbst zu belügen!

Dieser Artikel kann Ihr Leben verändern – und das ist auch sein Ziel. Er zeigt Ihnen, wie Sie aus der Falle herauskommen, keinen Partner zu finden und „Frust zu schieben“. Zuerst müssen Sie allerdings einige Kröten schlucken. Denn das Hauptproblem Ihrer Partnersuche liegt in all den „frommen“ Lügen übers sich selbst. Mein Rat: Wenn Sie sofort aufhören, sich ständig selbst zu belügen, klappt auch ihre Partnersuche.

Schönheit? Aussehen? Nein, Ihre Lügen hindern sie, einen Partner zu finden!


Lüge Nummer EINS: ich bin eigentlich bescheiden

Nahezu alle Singles, mit denen ich spreche, sagen mir, dass sie ja „eigentlich“ nur einen Menschen zum Kuscheln und Kosen suchen, der auch charakterlich etwas taugt und nicht gerade am unteren Ende der Sozialskala dahinvegetiertet. Wäre es so, dann hätten alle Töpfchen längst ihr Deckelchen. Ein zweiter Blick zeigt: Es ist gelogen. In Wahrheit lauern dahinter sogenannte „Ansprüche“.

Constanze Klein von der SHZ schreibt dazu:

Es ist schon erstaunlich: Fragt man Singles nach ihrem Beuteschema, steigen die meisten erstmal niedrig ein. Sagen, sie wünschten sich eigentlich nur einen Menschen zum Liebhaben, mit dem man sonntags im Bett frühstücken und alt werden kann. Erkundigt man sich jedoch nach den Details, zeigt sich oft eine Gnadenlosigkeit gegen die selbst das beinharte Auswahlverfahren bei ‚Germany’s next Topmodel’ wie ein Streichelzoo wirkt.

Mathematisch und logisch ist die Sache sehr einfach: Mit jeder Eigenschaft, die gefordert wird, sinkt die Möglichkeit, einen Partner zu finden. Bei sehr vielen Ansprüchen geht sie gegen „null“. Sie lügen sich also in den Misserfolg hinein, wenn Sie sagen, dass sie bescheiden sind. Ich muss an dieser Stelle einmal äußert brutal werden: Wenn Sie sich zu ihren Ansprüchen bekennen, wird nichts besser. Oder, schlicht ausgedrückt: Ansprüche führen in den Abgrund.

Lüge Nummer ZWEI: Ich bin überdurchschnittlich

Auch zu diesem Phänomen will ich zunächst Frau Klein zitieren (SHZ):

Zum anderen läuft man Gefahr, sich an den eigenen Maßstäben messen lassen zu müssen. Wer viel verlangt, muss mindestens ebenso viel zu bieten haben. Und nicht nur gleich am Anfang und bloß einen Abend.

Nun ist auch dies leicht beweisbar, allerdings wieder mit der ungeliebten Logik: Wenn ich nichts als Durchschnitt bin, kann ich nur auf Durchschnitt als Partner hoffen. Die meisten Menschen glauben aber, weit über dem Durchschnitt zu liegen – was logischer Unsinn ist. Es gibt auch eine Theorie darüber, die diesen „Overconfidence-Effekt“ beschreibt. Dazu müssen Sie aber kein Wissenschaftler sein: Normalerweise sind Sie nichts als Durchschnitt. Mit sehr viel Mühe können Sie sich etwas über den Durchschnitt abheben, aber das fällt kaum auf. Die größer Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie unter dem Durchschnitt liegen, zumal, wenn sie schon längere Zeit Single sind. Wenn Sie mit 31, 33 oder 35 Jahren an den Partnermarkt gehen, können Sie davon ausgehen, dass die wirklich überdurchschnittlichen Partner schon vergeben sind. Sie sind also mit großer Wahrscheinlichkeit „unter Durchschnitt“. Mit anderen Worten: Sie überschätzen Ihren Marktwert bei Weitem.

Lüge Nummer DREI: Es gibt keinen Markt, und ich biete mich nicht an

Nun kommt aber noch etwas hinzu: So gut wie 90 Prozent der Singles wissen nicht, ob Sie „marktgerecht“ sind und falls nicht, wie sie dies verbessern können. Allein die Erwähnung des Wortes Markt führ oft zu heftigen Reaktionen, wie etwa „ich bin doch keine Ware“. Nein, SIE sind keine WARE, aber sie sind im Angebot und konkurrieren dort mit einigen Hundert anderen Personen, die sich dort auch anbieten. Da müsste eigentlich die Frage erlaubt sein – „und welche Merkmale haben Sie, die Sie von anderen abheben? Ich garantiere Ihnen, dass nahezu jeder, den Sie dies fragen, zunächst eine Sendepause einlegt. JA, SIE sind am MARKT, Sie sind im ANGEBOT, und Sie haben jede Menge Konkurrenten oder Konkurrentinnen.

Wie SIE die Kurve kriegen

Was können Sie tun? Gibt s einen Ausweg?

Als Erstes hören sie auf, sich selbst belügen. Ein Teil dieser Vorschläge betrifft vor allem Frauen, ein anderer Teil alle Partnersuchenden.

Stellen Sie Ihre nackte Bedürftigkeit fest

Machen Sie sich dann emotional nackt – was bleibt dann von Ihnen übrig? Sie werden sehen, dass sie in der einen oder anderen weise bedürftig sind. Was benötigen Sie am Dringendsten? Einen Partner zum Reden? Starke Arme, die Sie emotional auffangen? Erregende Liebesnächte? Versuchen Sie, die Frage endlich aufrecht zu beantworten, und belügen Sie sich nicht erneut. Beginnen Sie stets mit einem einzigen Bedürfnis – nicht mit einem Paket.

Was haben Sie zum Verschenken?

Als Nächstes stellen Sie fest, was Sie schenken können. Jawohl, schenken, nicht vermarkten. Falls Sie an Ihre Schönheit denken sollten: Ihren Körper können sie nur in der Sport-, Unterhaltungs- oder Adult-Branche vermarkten, aber nicht am Heiratsmarkt. Das Beste, was Sie normalerweise zu verschenken haben, sind Ihre „besseren“ sozialen Fähigkeiten. Schenken Sie diese freizügig – sie sind die Würmer an ihrem Angelhaken. Wenn Sie Macht besitzen, lassen Sie andere daran ein wenig teilhaben. Ihre erotischen Künste können ebenfalls wichtige Geschenke sein – machen Sie diese nicht zum „Gegenstand von Verhandlungen“. (1)

Gehen Sie mutig an den Markt

Wenn Sie wissen, was Sie schenken können, dann ist es Zeit, an den Markt zu gehen und zu erproben, wie gut ihre Geschenke dort ankommen. Sie werden bald finden, dass es manchmal Gegengeschenke gibt und manchmal nicht. Wenn Sie ausgewogene Verhältnisse vorfinden, sollten Sie die Gelegenheit nutzen und sich mit Ihrem neuen Partner über eine gemeinsame Zukunft zu unterhalten.

Drei Punkte, die Ihr Leben verändern können

Nutzen Sie diese Möglichkeiten! Ich fasse sie noch einmal zusammen:

1. Stellen Sie Ihre Bedürfnisse fest. Nehmen Sie sich ein Bedürfnis (nur Eines!) vor, dass der Partner in jedem Fall erfüllen muss.
2. Verkaufen Sie sich nicht, sondern verschenken Sie großzügig Eigenschaften, die ständig nachwachsen: Güte, Humor und ein liebevolles Lächeln, beispielsweise.
3. Treffen Sie viele Menschen (auch per Online-Dating), und stellen sie fest, welche Ihrer tollen Eigenschaften wirklich gefragt sind.

Vielleicht sind Sie von diesen Zeilen überrascht. Möglicherweise werden Sie auch gerade bleich, wenn Sie dies lesen. Das ist nicht wichtig. Das einzig Wichtige: Wann fangen Sie damit an, die Vorschläge zu verwirklichen?

(1) Das bedeutet zum Beispiel: Kalkulieren Sie nicht, wann sie sich zuerst küssen, umarmen oder miteinander schlafen. Tun Sie einfach, wozu sie Lust haben.
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