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Die Beratung für Partnersuchende – ist eine Revision nötig?

Manche meiner Leser in den weithin bekannten Medien „Liebepur“ und „Liebeszeitung“ glauben, in den letzten Monaten einen Meinungswechsel bei mir erkannt zu haben. Das trifft teilweise zu, allerdings nur in einem Punkt: Ich versuche meiner Klientel (sei sie persönlich bekannt oder virtuell vorhanden) stärker auf ein Ziel zu fokussieren: Einen Partner zu finden, der ihren Bedürfnissen gerecht wird.

Normalerweise glauben Berater, sie müssten Menschen auf den richtigen Weg führen, also den richtigen Beruf zu finden, die richtige Wohnung oder den richtigen Lebenspartner. Das heißt, der Klient soll erst lernen, was er will, um dann erfolgreich zu handeln.

Die falsche Berater-Sichtweise:ohne mich werden Sie scheitern

Ein ganz anderer Weg, besteht darin, zu handeln, um dabei zu lernen, was man wirklich will. Nun sagen manche Berater, dieser Weg sei aber gefährlich, weil der Suchende dabei leicht scheitern kann. Darin liegt eine Ideologie: Zu scheitern sei eine Katastrophe.

Sehen Sie, Menschen wir ich erkennen im Scheitern keine Katastrophe, sondern eine Chance, und sie glauben, dass „natürliches Lernen“ am Leben wichtiger ist als jeder noch so gut gemeinte Rat.

Was gleich bliebt und was sich ändert

Nachdem dies gesagt und geschrieben ist, kommt nun eine Änderung: Ich glaube nach wie vor, dass es gut und richtig ist, zu lernen, wer man ist und herauszufinden, was man will. Und ich rate nach wie vor, dies ausführlich und möglichst differenziert festzustellen. Aber: Ich rate Ihnen nun auch, dabei nicht zu übertreiben. Wenn Sie mehr als drei Wünsche an ihren Lebenspartner haben, wird die Suche schwieriger, bei mehr als fünf Wünschen geraten Sie an die Grenzen, und mit jedem weiteren Wunsch wird die Sache aussichtsloser.

Deswegen rate ich Ihnen seit Kurzem, sich auf ganz wenige Eigenschaften zu Fokussieren, die Sie selbst haben und die Sie am anderen suchen, und dabei präzis auf ein wesentliches Bedürfnis zu konzentrieren, dass Sie JETZT erfüllt bekommen wollen.

Zurück in die Zukunft ...

Ich bitte Sie, sich daran zu erinnern, als sie sehr jung waren und zum ersten Mal ernsthaft auf Partnersuche. Da sind sie voraussichtlich nicht mit einer Strichliste herumgegangen, welche Eigenschaften ihr(e) Partner(in) haben soll. Sonder Sie sind ausgegangen, um herauszufinden, ob jemand ihre momentan wichtigen Bedürfnisse erfüllen kann.

Sehen Sie, und genau das möchte ich bei Ihnen erreichen. Konzentrieren Sie sich auf Ihre „eine Sache“, die Sie jetzt bewegt, und für die Sie jetzt eine Lösung brauchen. Dann passiert das, was auch in Ihrer Jugend geschehen ist: Die erste Lösung zieht weitere Lösungen nach sich. Mache Berater sagen dazu auch: Wenn der Flaschenhals frei ist, fließen die Lösungen wie von selbst.

Meine Grundlagen - enthüllt

Übrigens, falls Sie wirklich interessiert, nach welchen Grundsätzen ich berate: Carl Rogers ist die Basis – das heißt: Sie finden die Lösung selbst mit wenig Hilfe des Beraters. Die Problemlösungstechnik (sie hat viele Autoren) ist das Werkzeug, mit dem Sie sich selbst helfen können. Sie ist einfach und pragmatisch, erfordert aber Übung und Konsequenz. Hinzu kommen Theorien von Ronald D. Laing (Selbstbild vs. Fremdbild, Paradoxien) , Eric Berne (Transaktions-Analyse), Paul Watzlawick (Kommunikation, Interventionen) und solche aus der Logik, der Kybernetik (1) und der Ökonomie. Ich selbst bevorzuge und verwende seit 38 Jahre dreistufige Entscheidunsgformen (Feature-Function-Benefit), die ich jedem empfehle (2). In den letzten Jahren folgte ich dem Trend, nicht die Psychologie, sondern die Ökonomie zu bevorzugen, wenn es um die Grundlagen der Partnerwahl geht. Dabei bin ich in guter Gesellschaft. Ohne ihm mental einseitig zu folgen, hatte in den letzten Monaten zweifellos auch der Erfolgsautor Gary Keller („The One Thing“) einen gewissen Einfluss auf meine Denkweise.

(1) Die Kybernetik lehrt unter anderem sinngemäß, Energie auf die Steuerung zu verwenden, da die Kraft aus sich selbst heraus wirkt, wenn sie geschickt gelenkt wird. Populärer ist möglicherweise die Geschichte von den "Sieben Faulen", die nach ähnlichen Prinzipien handelten).
(2) (Feature-Function-Benefit) heißt auf Deutsch: „Merkmal, Funktion und Nutzen“. Es ist ein Gliederungssystem aus der Wirtschaft, um erfolgreich Argumente vorzutragen und Entscheidungen zu fällen, aber auch ein wundervolles System, um im Alltag strukturiert zu denken.

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