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Partnersuche – Grundlage der Kommunikation beim Date

Ich versuche in diesem Artikel, sie an die Grundlagen der menschlichen Kommunikation heranzuführen und sie beim Date zu verwenden. Im Artikel werden alle Prozesse stark vereinfacht dargestellt. Ich gebe Ihnen gerne mehr Informationen darüber.

So haben Sie das noch nie gesehen: Kommunikation beim Date


Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe.

Genesis

Am Anfang eines Dates ist alles wüst und leer und es herrscht innere Finsternis. Und die beiden Partner sind die Menschen, die einander ihre Welt offenbaren, indem sie Licht hineinbringen.

Das ist die Wahrheit. Jede Lüge beginnt nun mit: „Sie müssen, sie sollten, sie dürfen nicht, sie sollten nicht …“ SIE müssen gar nichts. Sie sind die Schöpfer einer neuen Beziehung, und eine neue Beziehung ist eine neue Welt. Sie erleuchten die finstere Tiefe.

So kennen Sie mich nicht? Ich bin kein Christ, also keine Angst – ich rede nicht von Gott. Ich rede von IHNEN.

Das kleine 1x1 der Kommunikation - in der Schule unbekannt

Na schön, Sie wissen vielleicht nicht, was Kommunikation ist. Unser arrogante Schulverwaltung hat noch nicht begriffen, dass Basiskenntnisse darüber zu den Grundlagen-Werkzeugen des sozialen Menschseins gehören, so wie das kleine 1x1 die Basis der Mathematik ist.

Sie haben gelernt, eine Uhr abzulesen und das kleine 1x1 zu verinnerlichen. Nun fehlt Ihnen nur noch ein bisschen Kommunikationslehre. Ihre Ziele dürfen klar sein: Sie wollen dem „Anderen“ Ihre Welt zeigen, und er soll ihnen seien Welt offenbaren. Damit haben Sie gemeinsame, weitgehend identische Ziele - und sie verfügen vermutlich über einen "gemeinsamen Zeichenvorrat" - sie sprechen also die gleiche Sprache. Damit ist schon viel gewonnen.

Die Strukturen sind einfach, denn es gibt nur drei Basiselemente: Fragen, Antworten, Zuhör-Techniken. Was man damit beim Date bewerkstelligen kann, heißt Gedankenaustausch.

Es wäre nun zu schön, wenn dieser reibungslos vonstattengehen würde. Tut er aber nicht. Der ganze Prozess ist ungeheuer kompliziert, also müssen wir ihn vereinfachen.

Gehen wir dazu einen Moment in die Praxis eines Gesprächspsychotherapeuten. Er kennt einen Trick. Er regt sein Gegenüber durch eine Frage an und lässt ihn in aller Ruhe über sich selbst sprechen. Dann versucht er, durch aktives Zuhören den Redefluss möglichst lange konzentriert aufrechtzuerhalten. Den Trick könnten sie sich abschauen. Nur eines ist beim Gesprächspsychotherapeuten anders: Er muss nicht verstehen, was man ihm sagt. (1) Bei Ihnen ist das anders: Sie wollen ja verstehen. Wieder hilft ein Kunstgriff: das Paraphrasieren. Wenn Sie etwas nicht ganz verstanden haben, dann wiederholen sie den Satz mit etwas anderen Worten (Du meinst also, du wärest …“) oder fragen Sie indirekt nach: „Habe ich dich richtig verstanden, dass …“

So weit zu diesem Teil. Achten sie darauf, dass sie das Gespräch ab und zu drehen, falls sie antworten und nicht fragen. „So verbringe ich also meinen Tag – wie verläuft dein Tag?“

Vorsicht bei Gefühlen

Seien Sie vorsichtig mit Gefühlen. Die wenigsten Menschen sind in der Lage, einem Fremden gegenüber ihre Gefühlswelt so auszubreiten, dass er sie versteht. Das liegt an einer Schwäche unseres Gehirns, das nur mit äußerster Anstrengung „analoge“ Signale (Gefühle) in „digitale Signale“ (Sprache) übersetzen kann. Zurück ist es übrigens genau so schwer. Fragen Sie gar nicht erst einen Wissenschaftler: Die Leute verstehen gar nichts davon. Sie haben sich von der Kybernetik, der Nachrichtentechnik und der Informationsverarbeitung so weit entfernt, dass sie die Bodenhaftung verloren haben. Stattdessen sehen sie sich Gehirne im Magnetresonanzfeld an. Wirklich niedlich. Ich bewundere ihre Möglichkeiten, aber mit Denkprozessen hat dies leider nicht das Geringste zu tun. Gefühle, sprachlich ausgerückt, müssen also durch einen Changierbeutel, den wir auch „Blackbox“ nennen. Während eines Dialogs über Gefühle müssen die Gedanken mehrfach hindurch, was sie zumeist nicht klarer macht.

Es gibt allerdings einen Ausweg: Achten sie auf die Körpersprache. Gefühle erreichen Sie über die Körpersprache wesentlich zeitiger als durch das gesprochene Wort.

Sehen Sie, nun haben sie bereits einige Kenntnisse. Themen? Ja bitte, welche Themen denn? SIE sind das Thema, nicht das Thema ist das Thema. Achten Sie immer darauf: Das Thema ist nur ein Fahrzeug – sonst gar nichts. Und ich kann Ihnen versichern: Sie sind eine hochinteressante Persönlichkeit – jedenfalls für Ihre Gegenüber, sonst würde dieser Mensch sich nicht mit ihnen treffen.

Am Anfang war alles wüst und leer … und am Ende haben Sie Licht in eine kleine Welt gebracht, die vielleicht ihre gemeinsame Welt wird – und wenn nicht, konnten sie vermutlich gar nichts daran ändern. Der andere wollte Sie einfach nicht.

(1) Der Gespächspsychotherapeut versucht, Sie dazu zu bringen, sich selbst zu verstehen, indem sie analog stehende Gedanken und Gefühle digitalisieren.
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