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Gibt es "Erfolgssysteme" bei der Partnersuche“?

Erfolg entglitten - irgend etwas lief schief


Erfolgssystem, auch Erfolgsmethoden genannt, waren vor allem in den 1920er Jahren und den 1950er/1960er Jahren ein wahrer Renner. „Der Weg nach oben“ stand angeblich allen offen, auch ohne gediegene Ausbildung. In Deutschland tat sich hier vor allem Gustav Großmann hervor. Großmanns System, das er bereits in den 1920er Jahren entwickelte, hatte einen wesentlichen Vorteil: Es galt für den privaten wie für den geschäftlichen Erfolg.

Seither sind „Erfolgsmethoden“ für den privaten Bereich so gut wie verschwunden. Mit diesen Methoden werden heute vor allem Außendienstmitarbeiter und Führungskräfte der Wirtschaft konfrontiert, die stets unter starkem Leistungsdruck stehen. Durch diese Klientel haben sich auch die Akzente verschoben: Nicht mehr das Lebensglück wird als Erfolg gesehen, sondern nahezu ausschließlich die Leistungssteigerung.

Eigen sich Erfolgssysteme“ also gar nicht für die Partnersuche?

Doch – sie eignen sich, wenn man einige Elemente daraus isoliert und sie gezielt neu einsetzt.

Das Erfolgs-Element Analyse

Das Hauptproblem nahezu aller Partnersuchender, die ich jemals sprechen konnte, bestand darin, keine Analyse ihrer Situation durchgeführt zu haben, die durch Grundfragen so zu beschreiben ist:
„Wer bin ich, wen will ich und für was benötige ich vor allem einen Partner?“
Eine erfolgreiche Analyse verhindert vor allem, sich mit ungeeigneten Partnern zu treffen – und das spart viel Zeit und Aufwand. Ich muss jedoch ergänzen, dass es sich dabei nicht um eine profane „Persönlichkeitsanalyse“ handelt, wie sie teilweise von Partneragenturen angeboten wird. Entscheidend sind nicht tiefenpsychologische Faktoren, sondern ob Wünsche und Möglichkeiten in Einklang mit der erstrebten Zukunft stehen.

Das Erfolgs-Element Planung

Unglaublich wichtig, aber ebenfalls wenig beachtet: Wie planen Sie Ihre Partnersuche? Wenn Sie „offline“ suchen – gehen Sie an die richtigen Orte? Was wollen Sie dort eigentlich? Interessiert Sie dort noch etwas anderes als die Partnersuche? Haben Sie dort Freude? Wenn Sie „online“ suchen: Wie treffen Sie eine Vorselektion? Mit wem wollen Sie ausgehen, und was wollen Sie dabei erreichen? Haben Sie dabei auch wirklich ihre Ziele im Kopf? Wie ist ihr Zeitplan?

Das Erfolgs-Element Problemlösung

Bereits in der Analyse können Sie Methoden der Problemlösung verwenden, weil jeder Lösung eine Analyse vorausgeht. Wichtig werden Problemlösungsmethoden aber erst, wenn Sie glauben, möglicherweise auf einem Holzweg zu sein. Das kommt bei Partnersuchenden nicht selten vor.

Wie Sie zum Erfolg kommen

Leidenschaft als Basis
Wenn es eine „Grundlage des Erfolgs“ gibt, dann ist es der Wunsch, die eigenen Absichten passioniert zum Ziel zu führen. Gerade bei der Partnersuche gibt es für Deutsche noch viel zu tun: Immer wieder hörte ich, dass vor allem deutsche Frauen von der Partnersuche entnervt sind. Doch was Sie nicht aus „einem inneren Brennen“, oder einfach mit Leidenschaft und sinnlicher Freude tun, das können Sie nur unter sehr erschwerten Bedingungen zum Erfolg führen.

Persönlichkeit als Erfolgsgarant
Wenn Sie eine klare Vorstellung haben, welche Art von Persönlichkeit Sie sind, welche Persönlichkeit Sie suchen und wie daraus ein „Wir“ werden kann, dann haben Sie den Partner so gut wie „in der Tasche“. Voraussetzung ist natürlich, dass Sie sich und ihre Zukunft halbwegs realistisch einschätzen.

Beharrlichkeit, gepaart mit Realismus und Toleranz
Partnersuche bedingt einen langen Atem und eine gewisse Resistenz gegenüber Enttäuschungen und Fehlschlägen. Auch dabei haben es Deutsche schwer: Wir glauben ja immer, niemals versagen zu dürfen, was uns daran hindert, erträgliche Risiken einzugehen. Also: Partnersuche nicht einstellen, weil mal etwas „schief geht“. Falls Sie ständig auf Probleme stoßen: Waren Sie realistisch genug? Wie sieht es mit ihren Toleranzen aus? Falls Sie wirkliche Probleme mit alldem haben, gehen Sie immer „zurück auf „Start“ und nicht „mit dem Kopf durch die Wand.“

Entscheidungsfreude und Anpassungsbereitschaft
Viel der „modernen“ Suchmethoden, gerade im Online-Bereich, scheitern an der Bereitschaft, sich auf die potenziellen Partner wirklich „einzulassen“. Das heißt: Wissen, wie weit man sich dem anderen anpassen kann – und sich dann schnell und sicher zu entscheiden, also nicht weiterzusuchen.

Erfolgs-Systeme nachrangig verwenden
Kein Erfolgs-System dieser Welt kann „voranging“ verwendet werden – und keines kann von einer anderen Person „übernommen“ werden. Erfolgsmethoden werden also nachrangig eingesetzt, nämlich dann, wenn klar ist, dass Sie mit Leidenschaft, Mut und Beharrlichkeit ein ganz bestimmtes Ziel erreichen wollen. Wenn es die Partnersuche ist, kommen sie nicht ohne eine leidenschaftliche, freudige und vorwärtsschauende Grundeinstellung für Ihre Absichten aus, die auch noch dann anhält, wenn Sie einmal „danebengreifen“.

Partnersuche mit Erfolgs–Methoden oder nicht?
Wir haben gesehen: Der Erfolg ist im Wesentlichen abhängig vom Wollen, der Freude ander Suche, der Persönlichkeit, der Beharrlichkeit und der Bereitschaft, sich auf andere einzulassen. Erfolgsmethoden, wie beispielsweise das moderne und sehr flexible „One Thing“ können Ihnen aber dennoch helfen. Wenn Sie Ihre Leidenschaft und ihre natürlichen Fähigkeiten aktivieren, und sich für eine begrenzte Zeit des Tages nur darauf konzentrieren, lustvoll und begeistert auf Partnersuche zu gehen, dann haben Sie schon mindestens die Hälfte Ihres Erfolgs sicher.

Buch: “The One Thing“, Gary Keller, Jay Papasan,, London 2014 In Deutsch nicht erhältlich.
Bild: Melange aus einem Kupferstich von Rainoldi und dem Gemälde von Biliverti "Joseph et Madame Putiphar"
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