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Immer noch die alten Tricks und Winkelzüge beim Dating – ein Ärgernis

Keine Voraushonorierung - der Herr wollte erste zahlen, wenn er die Kohle der Dame (aka Mitgilft) im Kasten hatte


Die Partnersuche über Medien, Organisationen und und persönliche Partnervermittler ist ein Spiel mit der Illusion des perfekten Glücks. Und um diese Illusion aufrechtzuerhalten, ist es nötig, die Wahrheit zu korrigieren. Die Frage ist jedoch, wer dabei gewinnt, wer verliert und wo die Grenzen zum „gefühlten“ Betrug liegen.

Welche Methoden werden dazu verwendet?

1. Lockvögel
Angeblich setzt man sie niemals ein, die attraktiven Damen und Herrn, die sehnsüchtig auf den Partnersuchenden warten. Und schon gar nicht, wenn man sich als „seriös“ darstellt. Doch selbst bei Online-Partneragenturen wird man nicht behaupten wollen „Wir haben es niemals getan und wir werden es niemals tun.“ Bei Sexbörsen und Casualdating ist das etwas anders: Dort steht oftmals bereits in den AGB, dass man’s tut. Die wieder aufkommenden „händischen“ Partneragenturen stehen zwar nicht pauschal, aber oftmals in Verdacht, mit Profilen nicht existierender Personen zu arbeiten.

Wie lange gib es dies schon? Seit es Ehemakler, Annonce in Zeitungen und ähnliche Phänomene gibt. Je verzweifelter jemand sucht, und je weniger Chance er/sie tatsächlich hat, umso höher ist das Risiko, auf Lockvögel hereinzufallen. Übrigens halten die Betreiber, die Lockvögel verwenden, dies für „ganz legal“ – ihr Unrechtsbewusstsein liegt zumeist auf Eis und wird zudem durch die AGB gedeckelt.

2. Geschönte Beschreibungen
Nahezu jede Beschreibung ist geschönt, gleich, ob sie von einer Agentur oder vom Mitglied einer Partnerbörse stammt. Das ist durchaus legitim, denn wer würde schon seine fragwürdigen Eigenschaften in den Vordergrund stellen? Sollte jedoch das Profil ganz und gar von der Realität abweichen, dann kann man getrost von „Schwindel“ sprechen.

Wie lange gibt es das schon? Seit es einen Bedarf gibt, die eigene Person besonders herauszustellen. Die Tricks waren vor allem typisch für die ersten Ehemakler.

3. Getarnte Ehemakler
In den letzten Jahren sind sie wieder zu Ehren gekommen, die Agenturen, die auftreten, als seien sie Privatpersonen. Die Variante heißt neuerdings „Stellvertreter-Dating“ – und sie wird selbst in der seriösen Presse gelobt. In Wahrheit ist dies eine neue, veränderte Form der Ehemakler, die eine Person mehreren Interessenten anpreisen, um am Ende ein Treffen zu arrangieren.

Wie lange gibt es das schon? In Varianten bereits seit Jahrzehnten, und „fein“ ist es keinesfalls, sondern auch in den „legalen“ Varianten eher etwas anrüchig. Jahrzehntelang wurden Personen durch Zeitungsanzeigen geködert, in den angeblich Privatpersonen Partner suchten. Es war nicht ersichtlich, das es sich um Agenturen handelte. Heute werden Singles in Online-Partnerbörsen von „Privatpersonen“ angesprochen, die in Wahrheit Partner-Makler sind. Allerdings zahlen dabei nur die Suchenden, nicht die Gesuchten.

4. Beschönigung der Aussichten
Nahezu alle Online-Partneragenturen, Partnervermittler, Singlebörsen und Smartphone-Dating-Betreiber „schönen“ die Aussichten, einen Partner zu finden. Die verbreitetste Falschinformation ist, dass alle Personen gleich gute Aussichten hätten und dass es möglich sei, seinen „Traumpartner“ zu finden.

Wie lange gibt es das schon? Solange es Ehemakler gibt. Statistisch sind nicht alle Altersgruppen gleich gut zu vermitteln, und rein mathematisch sinkt die Chance exponential mit den Wünschen an den Partner. Doch die Partnervermittler, ob „online“ oder „real“, preisen die Aussichten auch dann in den höchsten Tönen an, wenn sie in Wahrheit mies sind. Sie wollen schließlich an das Geld ihrer Kunden gelangen.

5. Falsches Spiel mit den Kosten
Die Kosten werden bei kaum einer Partneragentur transparent offengelegt. Oftmals wird dem Kunden bei Online-Agenturen sogar suggeriert, man könne sich „kostenlos“ einen Partner finden lassen. „Online“ entstehen durch Abonnements oft Folgekosten, die am Anfang nicht bedacht werden. Offline-Agenturen (Partnervermittler) haben ebenso eigenartige Preise. Die bloße Einschreibung und das Versprechen, sich um die Partnersuche zu bemühen, kann bis zu 7000 Euro kosten.

Wie lange gibt es das schon? Es gab zwar einige Initiativen, um die schlimmsten Auswüchse von „ganz legalen“ Tricks durch Gesetze oder freiwillige Verpflichtungen zu unterbinden, aber beim Verbraucherschutz fehlt es der deutschen Regierung am Durchsetzungswillen. So mauscheln die Unternehmen, die es betrifft, weiterhin im Graubereich. Schlimm sind nicht nur die Online-Trickser mit ihren Abo-Fallen, sondern vor allem diejenigen Partnervermittler, die erst einmal ein paar Tausender einkassieren und dann kaum für die Vermittlung sorgen.

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