Skip to content

Die Dating-Algorithmen – „Psycho-Fritzchens kleine Trickkiste“

Sie sehen, wie einfach Matching sein kann ...

Während sich ein bekanntes US-amerikanische Unternehmen felsenfest an die Dating-Algorithmen klammert, räumt die Konkurrenz ein, dass „Magie“ (auch Liebe genannt) scharf mit Computer-Algorithmen konkurriert.

Mit anderen Worten: Leute, die der Computer als „kompatibel“ bezeichnet, sind es noch lange nicht. Sie stimmen – wenn alles mit rechten Dingen zugeht – nur in bestimmten Eigenschaften überein. Dieser Meinung sind, entweder hinter vorgehaltener Hand oder gar öffentlich – übrigens sehr viele Dating-Fachleute, Psychologen und Programmierer. Kurz gesagt: Alles, was sich programmieren lässt, ist in den Grundlagen eine Folge von Schaltzuständen, die man als „0“ und „1“ bezeichnen könnte, während Menschen in keiner Weise binär sind.

Wem das zu primitiv ist, dem kann ich ein anderes Beispiel geben, das plausibler ist: Die Fragebögen, die dazu dienen, die Dating-Algorithmen zu erstellen, zwingen einzelne Persönlichkeiten in ein Kästchen aus Daten, das nicht den Menschen repräsentiert, sondern einen Homunkulus.

Kommen die beide „gefundenen“ Partner dann zusammen, erkennen sie zuerst, dass ihre „Gestalt“ zählt und nicht der magere Extrakt, den der Computer gefunden hat. Wenn man Programmierer statt Psychologen nach Dating-Algorithmen fragen würde, wäre der Zauber schnell als das entlarvt, was er ist: Psycho-Fritzchens kleine Trickkiste. Aber man fragt sie vorsichtshalber nicht, sondern erklärt, dass sie von den höheren Weihen der Psychologie nichts verstehen. Dreht man den Satz um, dann kann man genauso gut behaupten, dass es eine elendigliche Frechheit von Psychologen ist, das dumme Zeug, das sie zusammenfaseln, in reale Daten umzusetzen.

Ob ich da zu weit gehe? Ich bin längst nicht mehr im IT-Geschäft, habe also keine Privatinteressen, dies alles zu behaupten. Im Grunde genommen hat diese Betrachtung nicht einmal etwas mit Informationstechnologie zu tun. Eher schon etwas mit einem Beobachter, der sich hinter einem Zauberkünstler befindet und die Tricks aus einer anderen Perspektive sieht als das begeisterte Publikum.

Im Bereich der Sofort-Begegnungen, die ja inzwischen hinreichend bekannt sind, ist „Matching“ einfach: Beide sind geil, und wenn sie nicht gerade voreinander davon laufen, dann vögeln sie.

Das ist offenbar die einzige Matchingformel, die wirklich funktioniert. Alle anderen Paare sollten sich, wie ich finde, zu schade dazu sein, ihr Leben den Psycho-Fritzchen zu überlassen, die Matching-Algorithmen basteln.

Sie können mehr dazu (in englischer Sprache) der "Nationalpost" lesen)
Kategorien: datingrat | 0 Kommentare
Abstimmungszeitraum abgelaufen.
Derzeitige Beurteilung: keine, 0 Stimme(n) 2507 Klicks

Trackbacks

Keine Trackbacks

Kommentare

Ansicht der Kommentare: Linear | Verschachtelt

Noch keine Kommentare

Kommentar schreiben

Umschließende Sterne heben ein Wort hervor (*wort*), per _wort_ kann ein Wort unterstrichen werden.
Standard-Text Smilies wie :-) und ;-) werden zu Bildern konvertiert.
Die angegebene E-Mail-Adresse wird nicht dargestellt, sondern nur für eventuelle Benachrichtigungen verwendet.

Um maschinelle und automatische Übertragung von Spamkommentaren zu verhindern, bitte die Zeichenfolge im dargestellten Bild in der Eingabemaske eintragen. Nur wenn die Zeichenfolge richtig eingegeben wurde, kann der Kommentar angenommen werden. Bitte beachten Sie, dass Ihr Browser Cookies unterstützen muss, um dieses Verfahren anzuwenden.
CAPTCHA

Formular-Optionen