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Partnersuche – Grundlage der Kommunikation beim Date

Ich versuche in diesem Artikel, sie an die Grundlagen der menschlichen Kommunikation heranzuführen und sie beim Date zu verwenden. Im Artikel werden alle Prozesse stark vereinfacht dargestellt. Ich gebe Ihnen gerne mehr Informationen darüber.

So haben Sie das noch nie gesehen: Kommunikation beim Date


Und die Erde war wüst und leer, und es war finster auf der Tiefe.

Genesis

Am Anfang eines Dates ist alles wüst und leer und es herrscht innere Finsternis. Und die beiden Partner sind die Menschen, die einander ihre Welt offenbaren, indem sie Licht hineinbringen.

Das ist die Wahrheit. Jede Lüge beginnt nun mit: „Sie müssen, sie sollten, sie dürfen nicht, sie sollten nicht …“ SIE müssen gar nichts. Sie sind die Schöpfer einer neuen Beziehung, und eine neue Beziehung ist eine neue Welt. Sie erleuchten die finstere Tiefe.

So kennen Sie mich nicht? Ich bin kein Christ, also keine Angst – ich rede nicht von Gott. Ich rede von IHNEN.

Das kleine 1x1 der Kommunikation - in der Schule unbekannt

Na schön, Sie wissen vielleicht nicht, was Kommunikation ist. Unser arrogante Schulverwaltung hat noch nicht begriffen, dass Basiskenntnisse darüber zu den Grundlagen-Werkzeugen des sozialen Menschseins gehören, so wie das kleine 1x1 die Basis der Mathematik ist.

Sie haben gelernt, eine Uhr abzulesen und das kleine 1x1 zu verinnerlichen. Nun fehlt Ihnen nur noch ein bisschen Kommunikationslehre. Ihre Ziele dürfen klar sein: Sie wollen dem „Anderen“ Ihre Welt zeigen, und er soll ihnen seien Welt offenbaren. Damit haben Sie gemeinsame, weitgehend identische Ziele - und sie verfügen vermutlich über einen "gemeinsamen Zeichenvorrat" - sie sprechen also die gleiche Sprache. Damit ist schon viel gewonnen.

Die Strukturen sind einfach, denn es gibt nur drei Basiselemente: Fragen, Antworten, Zuhör-Techniken. Was man damit beim Date bewerkstelligen kann, heißt Gedankenaustausch.

Es wäre nun zu schön, wenn dieser reibungslos vonstattengehen würde. Tut er aber nicht. Der ganze Prozess ist ungeheuer kompliziert, also müssen wir ihn vereinfachen.

Gehen wir dazu einen Moment in die Praxis eines Gesprächspsychotherapeuten. Er kennt einen Trick. Er regt sein Gegenüber durch eine Frage an und lässt ihn in aller Ruhe über sich selbst sprechen. Dann versucht er, durch aktives Zuhören den Redefluss möglichst lange konzentriert aufrechtzuerhalten. Den Trick könnten sie sich abschauen. Nur eines ist beim Gesprächspsychotherapeuten anders: Er muss nicht verstehen, was man ihm sagt. (1) Bei Ihnen ist das anders: Sie wollen ja verstehen. Wieder hilft ein Kunstgriff: das Paraphrasieren. Wenn Sie etwas nicht ganz verstanden haben, dann wiederholen sie den Satz mit etwas anderen Worten (Du meinst also, du wärest …“) oder fragen Sie indirekt nach: „Habe ich dich richtig verstanden, dass …“

So weit zu diesem Teil. Achten sie darauf, dass sie das Gespräch ab und zu drehen, falls sie antworten und nicht fragen. „So verbringe ich also meinen Tag – wie verläuft dein Tag?“

Vorsicht bei Gefühlen

Seien Sie vorsichtig mit Gefühlen. Die wenigsten Menschen sind in der Lage, einem Fremden gegenüber ihre Gefühlswelt so auszubreiten, dass er sie versteht. Das liegt an einer Schwäche unseres Gehirns, das nur mit äußerster Anstrengung „analoge“ Signale (Gefühle) in „digitale Signale“ (Sprache) übersetzen kann. Zurück ist es übrigens genau so schwer. Fragen Sie gar nicht erst einen Wissenschaftler: Die Leute verstehen gar nichts davon. Sie haben sich von der Kybernetik, der Nachrichtentechnik und der Informationsverarbeitung so weit entfernt, dass sie die Bodenhaftung verloren haben. Stattdessen sehen sie sich Gehirne im Magnetresonanzfeld an. Wirklich niedlich. Ich bewundere ihre Möglichkeiten, aber mit Denkprozessen hat dies leider nicht das Geringste zu tun. Gefühle, sprachlich ausgerückt, müssen also durch einen Changierbeutel, den wir auch „Blackbox“ nennen. Während eines Dialogs über Gefühle müssen die Gedanken mehrfach hindurch, was sie zumeist nicht klarer macht.

Es gibt allerdings einen Ausweg: Achten sie auf die Körpersprache. Gefühle erreichen Sie über die Körpersprache wesentlich zeitiger als durch das gesprochene Wort.

Sehen Sie, nun haben sie bereits einige Kenntnisse. Themen? Ja bitte, welche Themen denn? SIE sind das Thema, nicht das Thema ist das Thema. Achten Sie immer darauf: Das Thema ist nur ein Fahrzeug – sonst gar nichts. Und ich kann Ihnen versichern: Sie sind eine hochinteressante Persönlichkeit – jedenfalls für Ihre Gegenüber, sonst würde dieser Mensch sich nicht mit ihnen treffen.

Am Anfang war alles wüst und leer … und am Ende haben Sie Licht in eine kleine Welt gebracht, die vielleicht ihre gemeinsame Welt wird – und wenn nicht, konnten sie vermutlich gar nichts daran ändern. Der andere wollte Sie einfach nicht.

(1) Der Gespächspsychotherapeut versucht, Sie dazu zu bringen, sich selbst zu verstehen, indem sie analog stehende Gedanken und Gefühle digitalisieren.
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Zwei Ziele und zwei Tatsachen für eine optimale Partnersuche

In der Liebe: Nur Ihr Gefühl gilt!
Der Wunsch nach einem Partner ist bei ihnen vorhanden? Das ist eine hervorragende Voraussetzung für die Partnersuche. Nun stellen Sie sich zwei Fragen:

1. Wenn ich eine Affäre mit jemandem hätte, was wäre mein dringendstes Bedürfnis?
2. Wenn ich eine Beziehung mit jemandem wollte, auf welche drei Dinge könnte ich nicht verzichten?

Sie merken daran: Eine Beziehung benötigt eine feste, tiefe, Verankerung, während sie sich bei einer Affäre nur ein Bedürfnis erfüllen müssen. Das ist doch eine Binsenweisheit? Nein, ist es nicht.

Ziel eins: Lust gewinnen

Für eine Affäre sollten sie sich mehr einfallen lassen als „Sex haben“. „Ich will Sex haben“ heißt soviel wie „ich habe Hunger“. Normalerweise ist ihnen nicht ganz gleichgültig, ob Sie Schalentiere oder Currywust essen, nicht wahr? Also überlegen sie sich bitte, welche Form von Lust zu brauchen – nicht einfach „Sex“.

Ziel zwei: sicher über Beziehungsmöglichkeiten werden

Beim Wunsch nach einer Beziehung sollten sie nicht ständig ihr Kriterien, Wünsche und „Ansprüche“ erweitern. Stellen Sie Ihr Leben auf mindestens drei, höchstes aber vier Säulen. Sie werden überrascht sein, wie einfach ist, Männer zu finden, die in den Grundstock von drei bis vier Kriterien passen – und Sie werden feststellen, dass diese Männer zusätzlich positive Eigenschaften haben, mit denen Sie gar nicht gerechnet haben.


Tatsache eins: Liebe ist keine Bausparkasse

Versuchen sie niemals, auf zukünftige Beziehungen zu sparen, wie in eine Bausparkasse. Das heißt: Verschieben sie nichts auf morgen, und sparen sie keine Emotionen an. Sie haben die Ressourcen „Liebe, Lust und Leidenschaft“ bereits – sie müssen also nichts „ansparen“. Ihr Leben sollte jetzt stattfinden, nicht später.

Tatsache zwei: Nichts voraussetzen bringt besser Erlebnisse

Wenn Sie Dates eingehen: Kalkulieren sie ein „offenes Ende“ ein. Wie groß ist das „Fenster“, das Sie für Ihre Emotionen geöffnet haben? Sobald sie erwachsen sind, können Sie wählen, wie und wo der Abend enden soll.

Jüngst schreib die SHZ dazu:

Wäre man … tiefenentspannt unterwegs (und wollte) … nicht gleich wissen … woran man ist, wohin das führt und … (wenn) … man nicht spätestens nach einer Woche schon ein Etikett finden muss, für das, was da gerade passiert, dann … könnte es ja vielleicht … noch etwas werden mit der Liebe.


Im Artikel in der SHZ st die Rede von Frauen über 50, nun mal nebenbei bemerkt, aber diese Sätze, die ich veröffentliche, haben allgemeine Geltung.

Verlassen Sie sich ausschließlich auf sich selbst

Ignorieren Sie alle Ratschläge, Meinungen und psychologischen Partnertests – es gelten Ihre Kriterien – und keine anderen.

Darf ich dies für Sie noch mal zusammenfassen?


1. Weniger bringt mehr.
2. Bei Affären: Nur ein Bedürfnis verfolgen, dies aber präzisieren.
3. Bei Beziehungswünschen: Drei bis vier Pfeiler einschlagen, was sein muss – der Rest findet sich.
4. Nicht auf „Beziehungen sparen“. Sie leben jetzt.
5. Keine Beziehungsform vordenken – sehen, was möglich ist.
6. Auf nichts anderes vertrauen als auf sich selbst.

Konnte ich Ihnen helfen? Dann sagen Sie es weiter. Wenn nicht, dann sagen Sie es mir.

Die Zeichnung (etwas aufgehellt) stammt aus "Alice im Wunderland", illustriert von Arthur Rackham (1907).
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Partnersuche: Hören Sie endlich auf, sich selbst zu belügen!

Dieser Artikel kann Ihr Leben verändern – und das ist auch sein Ziel. Er zeigt Ihnen, wie Sie aus der Falle herauskommen, keinen Partner zu finden und „Frust zu schieben“. Zuerst müssen Sie allerdings einige Kröten schlucken. Denn das Hauptproblem Ihrer Partnersuche liegt in all den „frommen“ Lügen übers sich selbst. Mein Rat: Wenn Sie sofort aufhören, sich ständig selbst zu belügen, klappt auch ihre Partnersuche.

Schönheit? Aussehen? Nein, Ihre Lügen hindern sie, einen Partner zu finden!


Lüge Nummer EINS: ich bin eigentlich bescheiden

Nahezu alle Singles, mit denen ich spreche, sagen mir, dass sie ja „eigentlich“ nur einen Menschen zum Kuscheln und Kosen suchen, der auch charakterlich etwas taugt und nicht gerade am unteren Ende der Sozialskala dahinvegetiertet. Wäre es so, dann hätten alle Töpfchen längst ihr Deckelchen. Ein zweiter Blick zeigt: Es ist gelogen. In Wahrheit lauern dahinter sogenannte „Ansprüche“.

Constanze Klein von der SHZ schreibt dazu:

Es ist schon erstaunlich: Fragt man Singles nach ihrem Beuteschema, steigen die meisten erstmal niedrig ein. Sagen, sie wünschten sich eigentlich nur einen Menschen zum Liebhaben, mit dem man sonntags im Bett frühstücken und alt werden kann. Erkundigt man sich jedoch nach den Details, zeigt sich oft eine Gnadenlosigkeit gegen die selbst das beinharte Auswahlverfahren bei ‚Germany’s next Topmodel’ wie ein Streichelzoo wirkt.

Mathematisch und logisch ist die Sache sehr einfach: Mit jeder Eigenschaft, die gefordert wird, sinkt die Möglichkeit, einen Partner zu finden. Bei sehr vielen Ansprüchen geht sie gegen „null“. Sie lügen sich also in den Misserfolg hinein, wenn Sie sagen, dass sie bescheiden sind. Ich muss an dieser Stelle einmal äußert brutal werden: Wenn Sie sich zu ihren Ansprüchen bekennen, wird nichts besser. Oder, schlicht ausgedrückt: Ansprüche führen in den Abgrund.

Lüge Nummer ZWEI: Ich bin überdurchschnittlich

Auch zu diesem Phänomen will ich zunächst Frau Klein zitieren (SHZ):

Zum anderen läuft man Gefahr, sich an den eigenen Maßstäben messen lassen zu müssen. Wer viel verlangt, muss mindestens ebenso viel zu bieten haben. Und nicht nur gleich am Anfang und bloß einen Abend.

Nun ist auch dies leicht beweisbar, allerdings wieder mit der ungeliebten Logik: Wenn ich nichts als Durchschnitt bin, kann ich nur auf Durchschnitt als Partner hoffen. Die meisten Menschen glauben aber, weit über dem Durchschnitt zu liegen – was logischer Unsinn ist. Es gibt auch eine Theorie darüber, die diesen „Overconfidence-Effekt“ beschreibt. Dazu müssen Sie aber kein Wissenschaftler sein: Normalerweise sind Sie nichts als Durchschnitt. Mit sehr viel Mühe können Sie sich etwas über den Durchschnitt abheben, aber das fällt kaum auf. Die größer Wahrscheinlichkeit ist, dass Sie unter dem Durchschnitt liegen, zumal, wenn sie schon längere Zeit Single sind. Wenn Sie mit 31, 33 oder 35 Jahren an den Partnermarkt gehen, können Sie davon ausgehen, dass die wirklich überdurchschnittlichen Partner schon vergeben sind. Sie sind also mit großer Wahrscheinlichkeit „unter Durchschnitt“. Mit anderen Worten: Sie überschätzen Ihren Marktwert bei Weitem.

Lüge Nummer DREI: Es gibt keinen Markt, und ich biete mich nicht an

Nun kommt aber noch etwas hinzu: So gut wie 90 Prozent der Singles wissen nicht, ob Sie „marktgerecht“ sind und falls nicht, wie sie dies verbessern können. Allein die Erwähnung des Wortes Markt führ oft zu heftigen Reaktionen, wie etwa „ich bin doch keine Ware“. Nein, SIE sind keine WARE, aber sie sind im Angebot und konkurrieren dort mit einigen Hundert anderen Personen, die sich dort auch anbieten. Da müsste eigentlich die Frage erlaubt sein – „und welche Merkmale haben Sie, die Sie von anderen abheben? Ich garantiere Ihnen, dass nahezu jeder, den Sie dies fragen, zunächst eine Sendepause einlegt. JA, SIE sind am MARKT, Sie sind im ANGEBOT, und Sie haben jede Menge Konkurrenten oder Konkurrentinnen.

Wie SIE die Kurve kriegen

Was können Sie tun? Gibt s einen Ausweg?

Als Erstes hören sie auf, sich selbst belügen. Ein Teil dieser Vorschläge betrifft vor allem Frauen, ein anderer Teil alle Partnersuchenden.

Stellen Sie Ihre nackte Bedürftigkeit fest

Machen Sie sich dann emotional nackt – was bleibt dann von Ihnen übrig? Sie werden sehen, dass sie in der einen oder anderen weise bedürftig sind. Was benötigen Sie am Dringendsten? Einen Partner zum Reden? Starke Arme, die Sie emotional auffangen? Erregende Liebesnächte? Versuchen Sie, die Frage endlich aufrecht zu beantworten, und belügen Sie sich nicht erneut. Beginnen Sie stets mit einem einzigen Bedürfnis – nicht mit einem Paket.

Was haben Sie zum Verschenken?

Als Nächstes stellen Sie fest, was Sie schenken können. Jawohl, schenken, nicht vermarkten. Falls Sie an Ihre Schönheit denken sollten: Ihren Körper können sie nur in der Sport-, Unterhaltungs- oder Adult-Branche vermarkten, aber nicht am Heiratsmarkt. Das Beste, was Sie normalerweise zu verschenken haben, sind Ihre „besseren“ sozialen Fähigkeiten. Schenken Sie diese freizügig – sie sind die Würmer an ihrem Angelhaken. Wenn Sie Macht besitzen, lassen Sie andere daran ein wenig teilhaben. Ihre erotischen Künste können ebenfalls wichtige Geschenke sein – machen Sie diese nicht zum „Gegenstand von Verhandlungen“. (1)

Gehen Sie mutig an den Markt

Wenn Sie wissen, was Sie schenken können, dann ist es Zeit, an den Markt zu gehen und zu erproben, wie gut ihre Geschenke dort ankommen. Sie werden bald finden, dass es manchmal Gegengeschenke gibt und manchmal nicht. Wenn Sie ausgewogene Verhältnisse vorfinden, sollten Sie die Gelegenheit nutzen und sich mit Ihrem neuen Partner über eine gemeinsame Zukunft zu unterhalten.

Drei Punkte, die Ihr Leben verändern können

Nutzen Sie diese Möglichkeiten! Ich fasse sie noch einmal zusammen:

1. Stellen Sie Ihre Bedürfnisse fest. Nehmen Sie sich ein Bedürfnis (nur Eines!) vor, dass der Partner in jedem Fall erfüllen muss.
2. Verkaufen Sie sich nicht, sondern verschenken Sie großzügig Eigenschaften, die ständig nachwachsen: Güte, Humor und ein liebevolles Lächeln, beispielsweise.
3. Treffen Sie viele Menschen (auch per Online-Dating), und stellen sie fest, welche Ihrer tollen Eigenschaften wirklich gefragt sind.

Vielleicht sind Sie von diesen Zeilen überrascht. Möglicherweise werden Sie auch gerade bleich, wenn Sie dies lesen. Das ist nicht wichtig. Das einzig Wichtige: Wann fangen Sie damit an, die Vorschläge zu verwirklichen?

(1) Das bedeutet zum Beispiel: Kalkulieren Sie nicht, wann sie sich zuerst küssen, umarmen oder miteinander schlafen. Tun Sie einfach, wozu sie Lust haben.
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Warum und wann Lebensberatung statt Dating-Beratung?

Der Lebensplan ist oft verwirrend ...
Unser Leben ruht, soweit wir es beeinflussen können, auf drei Säulen: Arbeiten, Wohnen und eine(n) Partner(in) fürs Leben zu finden. Alles andere ist zweitrangig, auch wenn Sie jetzt im Moment gerade glauben, dass irgendetwas wichtiger sein könnte.

Die Grundlage, die uns das Leben ermöglicht, ist Arbeit. Mit ihrer Hilfe kommen wir zu Geld, das uns wiederum ermöglicht, eine Wohnung zu beziehen und auszustatten. Haben wir auch dies getan, so können wir auf Partnersuche gehen. Liegt alles in einem relativ engen Zeitrahmen, sagen wir einmal, fünf bis zehn Jahre, so brauchen wir uns zumeist keine Gedanken darüber zu machen, was wir aufgeben müssen, wenn wir einen Partner finden wollen.

Partnersuche ab 30 - gewinnen und aufgeben

Anders ist es für uns, wenn wir „etabliert“ sind, also eine gut bezahlte Arbeit und eine schöne Wohnung haben und uns zusätzliche einen Freundeskreis aufgebaut haben. Dann nämlich ergibt sich die Frage aller Fragen bei der „späten Partnersuche“: „Was kann ich aufgeben“?

Die Antwort ist verblüffend einfach: Je mehr Sie aufgeben können, umso einfacher ist ihre Partnersuche. Das ist einfach zu beweisen, denn die Möglichkeiten, rund um ihre Wohnung, in Ihrem Freundeskreis oder an Ihrer Arbeitsstelle einen Partner (eine Partnerin) zu finden, sind schnell „abgegrast“. Gäbe es dort Möglichkeiten, so hätten Sie bereits Kontakte – also gehe ich davon aus, dass es sie nicht gibt. Hinzu kommen Ihre Gewohnheiten – nicht auszugehen, zu viel zu arbeiten oder Eigenschaften entwickelt zu haben, die andere nicht mögen. Denken Sie bitte daran, dass sie auch diese Verhaltensweisen ändern oder ganz aufgeben könnten.

Halten wir hier an?

Ich wiederhole noch einmal:

- Je mehr Sie von Ihren Gewohnheiten. Verhaltensweisen, Vorstellungen, Freunden, Heimat, Wohnung oder gar Arbeit aufgeben können, umso höher sind ihre Chancen, einen Partner (eine Partnerin) zu finden.
- Je mehr sie an ihrem Besitz, ihrer Wohnung, ihrer Arbeit oder ihren Verhaltensweisen kleben, umso kleiner sind die Chancen, einen Partner zu finden.


Diese Aussagen gelten selbstverständlich für alle Singles, aber überwiegend sind hier Personen ab 30 und Geschiedene gemeint.

Warum "etwas aufgeben" der Schlüssel zum Erfolg sein kann

Das Problem der meisten „späten“ Partnersuchenden besteht darin, an allem zu kleben und nichts aufgeben zu wollen. Entsprechend verhält sich auch die Werbung für Partnerbörsen: Sie suggeriert Ihnen, sie könnten das „Erreichte“ nun mit einem (neuen) Partner genießen und müssten nichts von dem aufgeben, was sie sich erwirtschaftet oder angeeignet haben.

Na sicher – in dem einen „Idealfall“, denn Sie vielleicht kennen, musste niemand etwas aufgeben, und alle haben gewonnen. Aber dies ist – das dürfen Sie mir glauben - eine sehr seltene Ausnahme.

Der größte Lebenseinschnitt seit der Pubertät

Wenn wir wirklich ehrlich sein – und das sollten wir sein – dann müssen wir feststellen:

- Partnersuche ab 30 ist keine Partnersuche, sondern eine der größten Veränderung des Lebens seit der Pubertät (oder dem Auszug aus dem Elternhaus, falls Ihnen das besser gefällt).

Deswegen habe ich einen Entschluss gefasst: Dating-Beratung ist Lebens-Beratung. Ich kann kein Dating-Experte sein und dabei ihr Leben vernachlässigen, genauso wenig wir Sie einen Partner finden werden, ohne ihr Leben zu verändern.

Die Frage ist niemals „online oder offline?“ und wenn Sie sich für „online“ entscheiden, nicht „Singlebörse oder Partneragentur?“ Das sind unbedeutende technische Details, die zwar in Ihren Plan gehören, die aber zunächst ohne Bedeutung sind.

Ich versuche mal, dies klar zu machen: Wenn Sie nicht wissen, wohin sie reisen sollen, gehen Sie dann zum Flughafen und nehmen die nächste Maschine nach irgendwo? Sicherlich nicht. Aber täglich melden sich nach Tausenden zählende Menschen bei sogenannten „Singlebörsen“ an, ohne dass sie im Mindesten wissen, wohin die Reise gehen soll. Halten Sei das für richtig?

Wenn Sie glauben, es sei nicht richtig, dann handeln Sie bitte entsprechend: Legen Sie erst ihre Lebensziele (neu?) fest, und dann erst dann suchen Sie Ihren Partner. Und wenn Sie Hilfe benötigen, dann sprechen Sie mich einfach an.
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Sind Gegensätze wirklich so anziehend?

Unterschiedliche Wünsche, gleiche Ziele?


Die Lieschen Müllers dieser Erde haben sich angewöhnt, Fragen zu stellen wie «Was ist richtig: „Gegensätze ziehen sich an“, oder „Gleich und Gleich gesellt sich gerne?“ », und wie so oft haben angebliche „Forscher“ dieses populistische Thema aufgenommen und versuchen, sie auf ihre Art zu vermarkten.

Das Internet ist voll von dieser „Alternativfrage“ – nur dass die Fragestellung an sich manipulativ ist. Denn:

Niemand weiß, was an Menschen „Gleich“ sein sollte, damit sie glückliche Ehen führen, und ebenso wenig weiß man, welche Gegensätze einander anziehen, um Parnterschaften einzugehen. Im Grund ist die Frage, ob das Eine oder das Andere richtig ist, also reiner Betrug, der an die Methoden schmieriger Hausierer erinnert.


Gegensätze ziehen sich an - falsch oder richtig?

Um es klar zu sagen: Wenn Sie einer der beiden Aussagen zustimmen, sitzen sie in der Falle – denn dann haben sie keine vernünftigen Argumente mehr, um die Wahrheit zu ergründen. Falls Sie also nicht zustimmen wollen, haben Sie diese Möglichkeiten:

1. Beide Aussagen sind richtig.
2. Beide Aussagen sind falsch.
3. Beide Aussagen müssen differenziert betrachtet werden, um herauszufinden, was an ihnen richtig ist und was falsch ist.

Ich neige sehr zur dritten Möglichkeit, denn Menschen sind weder völlig gleich noch völlig unterschiedlich, und sie haben nicht nur „Gegensätze“, sondern vor allem Eigenschaften, die gar nicht in die Gleichheits-Gegensatz-Diskussion passen.

Gleiches und Gegensätzliches zieht sich an - oder auch nicht

Philosophisch könne man argumentieren: „Gegensätze vom Gleichen ziehen einander an“ (1) oder aber auch „Gleiches im Gegensätzlichen bindet Partner aneinander. Das lässt sich einfacher sagen, hier an einem Beispiel:

Ein Mann hat das starke Bedürfnis, zu lieben, aber sein Bedürfnis, geliebt zu werden, ist nicht sonderlich stark. Nehmen wir an, er träfe auf eine Frau, die einen immensen Bedarf daran hat, geliebt zu werden, aber selbst nicht sehr liebevoll ist. Dann kommen beide miteinander aus. Wären beide gleich, so würden sie einander abstoßen.

Raus aus der Psychofalle - mit Psychologie lässt sich nicht argumentieren

Es gibt aber noch mehr Kritik. „Gleichheit“ entsteht ja zunächst auf natürliche Weise – man mus sie gar nicht herbeirufen. Insofern ist Gleichheit in der Sozialforschung leicht beweisbar. „Verschiedenheit“ hingen entsteht nicht einfach – man muss sie suchen. Andere Ethnien, andere Landsmannschaften und andere Bildungskreise? Dorthin zu gelangen, erfordert Eigeninitiative – und sie beinhaltet möglicherweise auch die Fähigkeit, sich flexibler anzupassen.

Ein weiterer Kritikpunkt der Diskussion: Die Befürworter von Gegensätzen wie auch deren Gegner machen einen entscheiden Fehler, nämlich viel zu viel Psychologie in ihre Thesen hineinzuinterpretieren. Denn sobald von „Gegensätzen ziehen einander an“ die Rede ist, werden sogenannte „Persönlichkeitseigenschaften“ ins Feld geführt –und die meisten davon haben so gut wie keine Bedeutung für eine erfolgreiche Partnerschaft. Es schient also zumindest so, als handele es sich um eine reine „Prestigediskussion“, also einen unendlichen Disput darüber, wer recht hat, ohne dass man über Argumente verfügt.

Die unsinnige Diskussion

Ein Paarberater (1) hat einmal sinngemäß zusammengefasst, warum die Diskussion so unsinnig ist:

1. Nur ein Ausschnitt der Persönlichkeitsmerkmale wird in Beziehungen eingebracht, keinesfalls alle und auch diese nicht vollinhaltlich.
2. Wenn einer eine Eigenschaft hat, die der andere braucht, kann dies für beide vorteilhaft sein.
3. Die Persönlichkeitsmerkmale treten nicht in allen Beziehungen in der gleichen Art zutage, sondern sind auch davon abhängig, welche Eigenschaften der andere hat.
4. Gleichheit reicht nicht aus, um eine Beziehung einzugehen, und schon gar nicht, um sie aufrechtzuerhalten.

Am besten Gleichheit? Denken Sie bitte noch einmal nach!

Dies alles dürfte völlig logisch sein, denn in der Partnersuche gehen wir normalerweise nicht auf die Menschen zu, die uns am meisten gleichen: auf das gleiche Geschlecht, das wir ja m besten kennen sollten. Nein, wir brausen auf das andere Geschlecht zu und holen uns dabei nicht selten emotional blutige Nasen. Die beiden Geschlechter sind zwar auch „gleich“, weil beide Menschen sind, aber sie sind, aber eben doch auch unterschiedlich, weil sie Frau und Mann sind. Wenn sie einander begegnen, wissen sie das, und genießen, dass sie unterschiedlich sind.

Emotionale Blutsauger versuchen oft, Gegensätze auszubeuten

Statt „Gegensätze ziehen sich an“ kann man oft beobachten, dass jemand „Gegensätze anzieht“. Meist sind es Menschen mit einem Riesenrucksack voller Bedürfnisse, die glauben, auf diese Weise einen Wunscherfüller zu finde, der Ordnung in ihr inzwischen ziemlich versautes Leben bringt. Oder es handelt sich um Personen, die ein eher langweiliges, einseitiges Leben führen und sich nun von einem interessanten, aktiven Menschen aus der Stumpfsinnigkeitsfalle befreien lassen wollen. Das funktioniert selten, denn irgendwann hat der Energiegeber die Nase davon voll, sich in jeder Hinsicht aussaugen zu lassen.

Gleichheit ist so gut oder schlecht wie Verschiedenheit

Die Praxis der „gewöhnlichen“ Paare sieht ganz anders aus: Manche Beziehungen halten trotz der Gegensätze, andere gehen trotz der Gleichheit auseinander. Ob eine Beziehung hält, kann nicht anhand der Kriterien „wegen“ , „trotz“ oder „unabhängig von“ bewertet werden – in Wahrheit ist alles möglich. Gegensätze lassen sich ausgleichen, positiv nutzen und in Glück oder gar Reichtum verwandeln. Zu große Gemeinsamkeiten können hingegen durchaus lähmen und eine Beziehung so langweilig werden zu lassen, dass die erstbeste außereheliche Begegnung für eine Trennung genutzt wird.

(1) Nach dem Schweizer Paarberater Jürg Willi "Die Zweierbeziehung" -. Reinbek, 1975
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Gleich sein – (k)ein Konzept für die Ehe?

Ist "Gleich sein" – ein Konzept für die Ehe? Gesellt sich "Gleich und Gleich" wirklich gerne in Beziehungen? Und ist die Psychologie ernst zu nehmen, die uns "ähnliche Persönlichkeitsmerkmale" empfiehlt? Dieser Artikel sagt klar aus, wer gerne hätte, dass "Gleich und Gleich" zum Wissenschaftsprinzip erhöht wird - die Datingbranche.
Wissen ist Macht - udn Unwissen wird genutzt, um uns zu verblenden

Der Volksmund hat es leicht: Er darf behaupten und beobachten, zweifeln und sich bestätigt sehen, gerade so, wie der Wind weht. „Gleich und Gleich gesellt sich gern.“ Wer immer diese Spruchweisheit im Ursprung erfand: Sie ist ein fester Bestandteil der Volksweisheit geworden. Ursprünglich heiß es wohl noch „Gleiches gesellt sich gerne“ oder „Gleiches und Gleiches gesellt sich gerne“. Doch schon bald wurde daraus ein „Gleich und Gleich. , beispielsweise: „als man gemainklich spricht: gleich und gleich gesellet sich gern.“ (A. Schellhorn sprichw. (1797) , zitiert nach Grimm).
Allerdings war Volkes Spruch nicht immer positiv gemeint, sondern man verwendete es beinahe häufiger als Synonym für: „Die wahre schlechte Gesinnung zeigt sich beim Zusammenrotten.“

Inzwischen hat die Wissenschaft eine veredelte Version entdeckt, festgeschrieben und verbreitet. Der mit dem Kunstwort „Homogamie“ (Gleichheits-Ehe) belegte Begriff sagt überaus schwammig aus, dass Menschen mit möglichst gleiche Eigenschaften, einer möglichst gleichen Entwicklung oder annähern gleicher Ausgangslage dauerhaftere oder glücklichere Beziehungen miteinander eingehen können also solche, bei denen hier Unterschiede bestehen. Meist wird neben Nationalität, Sprache, Religion, Alter, Bildung und sozialer Herkunft auch vergleichsweise profane Bedingungen wie Interessen und Neigungen genannt.

Nur in der die Psychologie – und sonst nirgendwo – wird die Behauptung aufgestellt, „psychische“ Eigenschaften, „Charaktereigenschaften“ oder „Persönlichkeitsmerkmale“ würden die Partnerwahl beeinflussen, und gleiche (oder in neu-psychologisch: „Ähnliche“) Eigenschaften ließen sich abgleichen, um die die ideale Partnerschaft zu finden. Sicher kann man sich über die Chuzpe wundern, mit der dies behauptet wird – aber dahinter stehen massive Wirtschaftsinteressen der Online-Dating-Branche.

Tatsächlich zeigt keine einzige Studie, dass es „abgleichbare“ psychische Eigenschaften gibt, die zu guten Ehen führen. Alles, was behauptet wir, von Freud über C.G. Jung bis Myers-Briggs und dem Fünffaktorenmodell ist an den Haaren herbeigezogener Beweismüll. Wenn überhaupt etwas daran ist, dann dies:

- Zwei Menschen, die ähnlich meschugge sind, passen schlecht zusammen.
- Menschen, die selbst extrem meschugge sind, passen zu kaum einem anderen Menschen.

Dieses Merkmal wird verschleiernd „Neurotizismus“ genannt und bezeichnet die Eigenschaft, mit seinen Gefühlen (Emotionen) nur schwer umgehen zu können, volkstümlich eben "meschugge" zu sein. Eigentlich ist selbstverständlich, dass es diesen Menschen schwerfällt, Partner zu finden.

Gleich und Gleich – das Konzept der Küchenpsychologie

In keinem Bereich des Lebens oder der Wissenschaft wird mit „Gleichheit“ so herumgeschludert wie in der Psychologie. Man stelle sich vor, ein Biologe würde so handeln wie ein Psychologe, der „Gleichheit“ zwischen zwei Spezies mit einigen schwammigen Behauptungen zu beweisen versucht – man würde ihn mit Recht auslachen. Neuerdings hat man sich ja ohnehin in der Küchenpsychologie auf „Ähnlichkeiten“ zurückgezogen – und sich damit bin die Niederungen der Astrologie begeben.

Homogamie-Theorie ist Schall und Rauch

Jeder halbwegs mit logischer Vernunft begabte Mensch kann die Küchenpsychologen als Vertreter der Homogamie mit einer Rückfrage verwirren: „In welchen psychischen Eigenschaften sollen denn Partnersuchenden gleich sein, und wie wirken sich diese Eigenschaften in der Ehe aus?

Die Frage bleibt nahezu immer unbeantwortet. Neuerdings weicht man aus, arbeitet mit „Spin-Doctors“ und redet von „beziehungsrelevanten“ Eigenschaften, also solchen Persönlichkeitsmerkmalen, die für die Entwicklung der Beziehung wichtig sein könnten. Erstaunlicherweise findet man diesen Begriff aber nahezu ausschließlich im Umfeld der Online-Dating-Unternehmen wieder, was darauf hindeutet, dass sich diese neue PR-Maschen ausgedacht haben, nachdem die alte nicht mehr funktioniert.

"Gleich und Gleich" einmal ganz anders definiert

Die Wahrheit könnte ganz woanders liegen: Menschen aus ähnlichen Umgebungen verstehen einander, weil sie sich über diese Umgebung definieren: „In unserem Alter“, „Wir Küstenbewohner“, „Wir Kinder armer Eltern“, „Wir Akademiker“ oder ähnlich. Gleich und Gleich gesellt sich im positiven Sinne also, weil man einen großen Teil der sozialen und gesellschaftlichen Werte teilt, auch ohne sie explizit ausdrücken zu können. Ich habe bemerkt, wie sich manche Zeitgenossen „als Mieter“, „als Angestellte“ oder „als Alemannen“ definieren, und darin eine unglaubliche Solidarität finden – und deshalb auch ihre Partner dort suchen, wo sie sind.

Allerdings haben solche Umstände in der Vergangenheit auch abgestuft zur Inzucht, zur Klassengesellschaft und zur Intoleranz geführt. „Gleich und Gleich“ steht also nicht für „Gleich und Gut“, sondern nur für eine Möglichkeit, mit der Partnersuche umzugehen.
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FOTOS – das Wichtigste in Ihrem Dating-Profil

Schatten sind bei Außen-Porträts oft ein Problem


Da draußen ist der Dating-Welt ist der Dschungel. Alle jagen, und alle wollen gejagt werden. Nur mit einem unterschied: Alle wollen auffallen, und sagen: „Hey, hier bin ich – mach Jagd auf mich.“

Das Wichtigste am Profil ist das Foto – man kann es gar nicht oft genug sagen: Bild, Region und Alter sind beim Online-Dating die wichtigsten Kriterien, und da man Alter und Region vorwählen kann, wird das Bild zum Schlüssel für das Profil.

Zahllose Irrtümer über das Profil-Foto

Über das Profil-Foto wird viel Unsinn verbreitet. Schuld daran ist die Ex-und-Hopp und Rauf-und-Rein Gesellschaft, in der Frauen und Männer entweder zu hastig oder zu geil sind, um sich Zeit zu nehmen. Doch machen wir uns nichts vor: Die Partnersuche ist ein Prozess, der über mehrere Monate geht, und das Wichtigste daran ist die Vorbereitung. Ich verspreche Ihnen, dass jede Minute, die Sie in die Vorbereitung stecken (nicht nur beim Foto) eine Stunde bei der aktiven Partnersuche erspart.

Selfies und anderer Foto-Schrott

Also wird an der Wahl des richtigen Fotos gespart: Ein paar Urlaubsfotos, Selfies und anderer Bildschrott wandern ins Profil. Man sagt Ihnen, dass Natürlichkeit, Freizeit und Alltag wichtig wären – und das könnte sogar stimmen. Das heißt aber nicht, dass Sie ausdruckslos und schlampig auf der Couch sitzen sollten. Und es heißt auch nicht, dass über- oder unterbelichtete Fotos, solche, die ais zu großer Nähe aufgenommen wurden, Blitzaufnahmen oder verwackelte und überstrahlte Bilder einfach „Klasse“ sind, weil sie „natürlich“ sind.

Verdammt – wer sind SIE?

Ich rate jedem, sich Gedanken über „WER bin ICH?“ zu machen, bevor er auch nur einen Klick auf irgendeine auf dem Bildschirm aufblitzende „Partnerbörse“ setzt. Leider funktioniert die Sache wegen der überaus raffinierten Werbetricks anders: Man meldet sich an, und plötzlich muss man ein Profil erstellen. Wer so vorgeht, nützt den Betreibern, schadet sich aber selbst. Was hat dies nun mit dem Foto zu tun?

Ein professioneller Fotograf stellt die beiden wichtigsten dazugehörigen Fragen (frei übersetzt):


- Wer sind Sie und was wollen Sie mit dem Foto rüberbringen?
- Was tun Sie wirklich gerne und was machen Sie in der Freizeit?


Modisch – keine Allerweltsklamotten

Das ist längst nicht alles – was Sie betrifft, so sollten Sie sich für eine seriöse Partnersuche in mindestens drei Outfits zeigen, die wirklich zu Ihnen passen. Tipp: Eher etwas modischer als zu schlampig – und vermeiden Sie die Abziehbild-Uniform „Jeans und T-Shirt“. Stattdessen: je einmal Standard (so, wie Sie shoppen oder zur Arbeit gehen), einmal Festlich und mehrfach Freizeit für die seriöse Partnersuche.

Mode und Frauen – an wen geht die Botschaft?

Vor allem Frauen sollten sich vergegenwärtigen, welche Botschaft die Kleidung aussendet. Ob es nun korrekt ist oder nicht – Männer beurteilen Frauen danach, wie weit sie ausgezogen sind. Dazu folgenden Tipps:

- Hochgeschlossene, formale Kleidung erzeugt eher den Eindruck der Unnahbarkeit, aber auch der Herrschsucht. Versuchen Sie, sich weder die Domina noch die „Harte Nuss“ zu zeigen.
- Weit ausgeschnittene Blusen und Kleider mit viel zur Schau getragener Brust sowie besonders kurze Röcke, bauchfreie Kleidung und viele sichtbare Tätowierungen erzeugen sexuelle Begierde. Vermeiden Sie solche Fotos bitte in jedem Fall, wenn sie nicht dauernd bedrängt und belästigt werden wollen.
- Leicht und locker mit ein wenig erotischer Ausstrahlung, die aber eher von den Augen und von der Körperhaltung als von den Hautpartien ausgeht, ist die beste Lösung.

Botschaften an Amateurfotografinnen und -Amateurfotografen

Wenn Sie einen Freundin oder eine Freundin mit einer Digitalknipse haben, egal welche, können Sie viele verschiedene Fotos herstellen, und die Damen oder den Herrn dann später wählen lassen. Versuchen Sie als Laie bitte nicht, Selbstporträts herzustellen, vor allem keine „Selfies“.

Eine Kamera mit einer Optik reicht – aber es muss die Richtige sein

Falls Sie die fantastische Lumix DMC LX7 (1) besitzen, sollten Sie innen und außen Fotos erstellen Könen, ohne jemals zu blitzen. Diese Kamera eignet sich besser als jede Spiegelreflex-Kamera, um überall Aufnahmen zu erstellen, sogar in der U-Bahn. Übliche Spiegelreflex-Kameras, die Ihnen zu Billigpreisen angeboten werden, eigen sich nicht für Profilfotos, es sei denn, Sie hätten ein Studio oder wollten nur Außenaufnahmen erstellen. Der Grund liegt darin, dass bei den erforderlichen Brennweiten die Lichtstärke zu gering wird. Bei Wechselobjektiven wählen Sie in jedem Fall eine (KB-ensprechende) Brennweite von mehr als 50 mm, möglichst 80 mm oder mehr. Sie werden bald feststellen, dass sie bei einer (empfehlenswerten) Lichtstärke von 1:1,2 oder 1:1,4 bald an die Grenzen Ihres Budgets kommen.

Ausleuchtung – keine einfache Sache

Für nahezu 98 Prozent aller Profilfotos gilt: Weich ausleuchten. Das ist leichter gesagt als getan, wenn Sie kein Studie besitzen. Drinnen bekommen Sie weiches Licht mit Kunstlicht, dass durch gewöhnliche Lampenschirme meist ausreichend gestreut werden kann. Denn benötigen Sie aber die bereits erwähnten Spezialobjektive.

Besser ist es, das Modell an ein Fenster zu setzen, durch das weiches Licht fällt, und die Schattenseite aufzuhellen (Styroporplatte aus dem Baumarkt, weiße Wand). Vermeiden Sie in jedem Fall, zu blitzen: Gewöhnliche Blitze in gewöhnlichen Kameras erzeugen zu 100 Prozent Lichtflecken auf dem Gesicht, und meist auch schwere, dunkel Schatten. Übrigens haben Sie bei Außenaufnahmen ebenfalls Problemen mit den Schatten, sobald ihr Modell von der Sonne getroffen wird – schon deshalb verbieten sich Strandfotos.

Darf man Profilfotos retuschieren?

Aber selbstverständlich. Retusche ist nachträgliches Schminken – bei Spontan- und Amateurfotos kann man nie davon ausgehen, dass die dargestellte Person perfekt geschminkt war. Wenn Sie lesen, dass Partnersuchende „natürliche“ Fotos bevorzugen, dann sollten Sie wissen: es gibt keine „natürlichen“ Fotos. Professionelle Retusche ist Anpassung an die Wirklichkeit, nicht an ein Ideal.

Ich hoffe inständig, Ihnen geholfen zu haben.

(1) Dies ist keine Werbung für die Kamera. Es gibt Alternativen, aber diese Kamera wird selbst von Profi-Fotografen als Zweitkamera verwendet.

Mehr lesen Sie (in englischer Sprache) auf der Webseite einer Fotografen-Zeitschrift. Die Idee zu diesem Artikel bekam ich via „HowAboutWe“.
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Die Logik und Ökonomie der Ansprüche

Über Ansprüche wird bei der Partnersuche viel gesprochen, und die Meinungen darüber schwanken erheblich. Wie aber kann man sich darüber klar werden, was Ansprüche bedeuten? Eine Analyse in Kurzform.

Fürstliche Ansprüche? Und wie sind Ihre Ansprüche an sich selbst?


Für die Ökonomie der Ansprüche habe ich eine logische Reihe der Möglichkeiten gebildet, wobei ich nicht umhin komme, alle Möglichkeiten als Extreme abzubilden. Im wirklichen Leben sind die Grenzen fließender. Wenn Sie sich selbst beurteilen wollen, sollten Sie sich fragen, welche der vier logischen Ableitungen auf Sie zutrifft und nicht, ob „Sie so sind“. Um dies auch verbal zu demonstrieren, verwende ich in den Überschriften das Wort „kaum“ statt „keine“.

Machen wir und also auf in die Expedition in die Ansprüche und nennen wir die vier extremen Möglichkeiten in Sätzen:

1. Ich habe Ansprüche an mich und an andere.
2. Ich habe Ansprüche an mich, aber nicht an andere.
3. Ich habe kaum Ansprüche an mich, aber an andere.
4. Ich habe kaum Ansprüche an mich und auch nicht an andere.


Versuchen wir nun bitte, zu klären, was die Extrempositionen bedeuten. Dazu will ich sogleich eine Korrektur vornehmen: Menschen können, sollen und dürfen Ansprüche an sich selbst haben, aber nicht an andere. Mal ganz formal ausgedrückt: Sie haben als Person kein Mandat, an andere Ansprüche zu stellen. Sie haben aber vielleicht Anforderungen oder Wünsche, die ich hier einmal als „Forderungen“ einsetze. Und nun Rolle ich die Sache von hinten auf.

1. Ich habe kaum Ansprüche an mich und kaum Forderungen an den Partner

Aus der eigenen Sicht gesehen (also vom ICH aus) könnet man behaupten, hier läge ein harmonisches Verhältnis zwischen dem ICH und der gesuchten Person vor. Dem liegt aber ein Irrtum zugrunde, denn auch andere haben mindestens minimale Wünsche und Forderungen an MICH. In der Regel wird ein Mensch, der keine Ansprüche an sich selbst stellt, als eine schwächliche, wenig standfeste Persönlichkeit angesehen. Bei der Suche werden viele Suchende scheitern, weil andere kaum jemanden treffen wollen, der sich selbst gar keine Ziele setzt, sondern flattert wie ein Blatt im Winde.

2. Ich habe kaum Ansprüche an mich, aber Forderungen an den Partner

Dieser Situation ist kaum etwas Positives abzugewinnen. Dennoch ist sie sehr verbreitet, gerade im sogenannten Online-Dating. Man kann die Ausgangssituation auch umformulieren, um sie zu verdeutlichen: Ich habe nicht viel zu bieten, will aber eine Menge von anderen. Das Problem: Niemand will zugeben, dass er eigentlich wenig zu bieten hat. Es ist ausgesprochen schwer, den Knoten zu lösen, außer sich ernstlich darum zu bemühen, sich realistischer einzuschätzen.

3. Ich habe Ansprüche an mich, aber kaum Forderung an den Partner

Zunächst ist es immer gut, die Ansprüche an sich selbst über die Forderungen an den Partner zu stellen, weil die Suche dadurch realistischer wird. Bekanntlich kann man sich selbst schneller verändern und gegebenenfalls auch anpassen, als man dies bei anderen erreichen kann. Es ist jedoch möglich, dabei an einen Partner zu geraten, der selbst kaum Ansprüche an sich stellt, sondern versucht, Ansprüche an MICH anzumelden. Bei typischen Fernbeziehungen bewährt sich, wenn beide Partner hohe Ansprüche an sich selbst haben, aber kaum Forderungen aneinander.

4. Ich habe Ansprüche an mich, und auch Forderungen an den Partner

Die Konstellation ist auf keinen Fall so ideal, wie sie zunächst zu sein scheint. Wie schon zuvor gesagt, sind erfüllbare Anforderungen an sich selbst immer positiv zu bewerten – doch wir dürfen nicht davon ausgehen, dass unsere Forderungen an andere mit den Ansprüchen übereinstimmen, die andere an sich selbst haben. Das heißt konkret: Ich kann Forderungen nur dann anmelden und durchsetzen, wenn sie mit den Ansprüchen der Partner an sich selbst übereinstimmen und wenn auch deren Anforderungen an MICH erfüllt werden. In der „Spitze“ der Wünsche, Forderungen und Ansprüche ist dabei nur noch sehr, sehr selten Übereinstimmung zu erzielen.

Konklusion

Es ist kaum zu erwarten, dass Sie sich alle an den äußersten Eckpunkten des „Anspruchsquadrats“ bewegen. Sollte dies aber der Fall sein, ist höchste Vorsicht geboten, denn alle Extreme sind nur schwer in Lebenspläne zu integrieren. Wenn Sie sich jedoch von den Spitzen oder auch vom Rand wegbewegen, steigen Ihre Chancen auf erfüllte Beziehungen.

Zu den Ansprüchen hätte ich noch eine winzige Anmerkung: Wer hohe Ansprüche an sich selbst hat, weiß auch, dass er diesen nicht immer gerecht wird. Wenn Sie akzeptieren, dass dies auch auf andere zutrifft, haben Sie eine Weisheit gewonnen.

Hinweis: Die in diesem Artikel geäußerten Meinungen werden von nahezu allen Fachleuten für die Partnersuche gestützt. Sie basiere auf Logik und in Teilen auf psychologische und ökonomische Erkenntnisse, die anderwärts (z.B. im Marketing) sehr verbreitet sind. Partnersuche unter ökonomischen Gesichtspunkten (Marktgegebenheiten) ist eine Wissenschaft, die immer mehr Zuspruch bekommt. Sie können die hier geäußerte Meinung als durchaus alss Tatsache werten.
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Versuchen Sie es mal mit dem Anderssein

Seien SIE anders als die Anderen ...

Möglichst „gleich“ zu sein und das zu denken und zu befürworten, was andere auch als gut und richtig ansehen, führt Sie bei der Partnersuche möglicherweise in eine Sackgasse. Betrachten wir einmal, diese Punkte:

1. Wer zu einer Gruppe gehören will, muss entweder führen oder sich unterwerfen. Da nur wenige führen können, lernen die meisten, sich zu unterwerfen.
2. Gruppen können Ideen fördern – aber Gesinnungsgruppen („gute Bürger“, „Kirchgänger“) hemmen eher die Entwicklung neuer Ideen.
3. Persönliche Eigenarten, vor allem, wenn sie mit Regelabweichungen verbunden sind, werden unterdrückt.

Wenn Sie sich also zu sehr mit einer Gruppe verbunden fühlen, werden Sie früher oder später „belanglos“. Definieren Sie sich gar ausschließlich über eine Gruppe, so entwickeln sie zusätzlich noch Scheuklappen.

Die meisten Menschen, denen es so ergeht, versuchen, diese Mängel mit Arroganz zu überdecken, kurz: Sie sind wer, weil sie glauben, „wer zu sein“, aber sie wissen nicht, was sie auszeichnet. Das führt sie möglicherweise nicht nur auf eine Einbahnstraße, sondern auch noch in die falsche Richtung.

Entdecken Sie Ihr persönliches Anderssein

Versuchen Sie es einmal mit „Anderssein“. Ich benenne es manchmal mit dem Unwort „Alleinstellungsmerkmale“ – es gibt allerdings kaum ein besseres Wort.

„Alleinstellungsmerkmale“ sind Eigenschaften, über die nur SIE verfügen, jedenfalls in dieser Kombination und unter den Menschen, die auch Partner suchen. Sie werden finden, dass Sie über viele solche Merkmale verfügen, sie diese aber möglicherweise seit langer Zeit unterdrücken, weil sie glauben, es sei nicht gut für Sie, diese Eigenschaften zu zeigen. Das könnte falsch sein, denn möglicherweise sucht gerade jemand genau diese Eigenschaften, die andere nicht haben.

Ein aktuelles, negatives Beispiel ist die Manie, dauernd herauszustellen, dass Partnersuchende „Akademikerinnen“ oder „Akademiker“ sind. Wer sich jetzt betroffen fühlt: Akademiker(in) zu sein ist keine Eigenschaft. Zwar „kaufen“ manche Frauen „Status“, und damit auch den „Herrn Professor“, aber Männer suchen eben nicht nach akademischen Graden, sondern nach einer Lebenspartnerin mit sinnreichen Persönlichkeitsmerkmalen.

Die Sache hat ein bisschen Ähnlichkeit mit der Suche nach attraktiven Körpern und nach ekstatischem Sex. Bietet eine Frau dies an, so kann sie ONS an ONS reihen, erreicht aber kaum eine dauerhafte Beziehung. Diese Frau sollte also, wie die „herausgestellte“ Akademikerin, weitere Eigenschaften nennen und leben können, die sie als dauerhafte Partnerin attraktiv macht.

Versuchen Sie also bitte, anders zu sein: individueller, differenzierter und interessanter als die Masse Ihrer Konkurrentinnen. Entscheidend ist ja nicht, dass Sie zwei Drittel des anderen Geschlechts anziehen, sondern den richtigen aus den Null-Komma-Zwei bis zwanzig Prozent, die zu Ihnen passen könnten. Die große Spanne ergibt sich aus unterschiedlichen Wünschen und Vorstellungen, aber auch daraus, ob Sie „online“ oder in geschlossenen, realen Umgebungen suchen. Die Daumenregel: Online ist der Prozentsatz immer geringer, wird aber durch die größere Anzahl wieder ausgeglichen.

Falls Sie Rat brauchen: Ich bin für Sie da.
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Partnersuche: Warum Sie mit Ansprüchen scheitern

Die eigenen Vorzüge sollte man am Partnermarkt kennen ...

Sogenannte „Ansprüche“ sind im Grunde Forderungen. Wenn Sie Ansprüche an den Partner haben, fordern sie also in Wahrheit etwas von einer anderen Person. Das alleine ist schon ein „ziemlich starkes Stück“, denn was berechtigt Sie, von anderen Menschen etwas einzufordern? Die Antwort ist klar: Sie haben in Wahrheit weder Ansprüche noch Forderungen.

Neun Vorschläge zum sicheren Scheitern bei der Partnersuche (und ein anderer)

Was, wenn Sie dennoch Forderungen anmelden?

Dann passiert etwas aus dieser Auflistung:

1. Forderungen an andere Personen (Partner) lassen sich nur durchsetzen, wenn Sie ein Mittel haben, das Sie zum Tausch anbieten können. Also ist die Frage nicht, welche Forderungen Sie haben, sondern was Sie anderen wert sind.
2. Normalerweise überschätzen Partnersuchende ihren Wert. Sie haben Glück, wenn er zwischen 40 und 60 Prozent des Durchschnitts liegt. Mit solchen Werten können Sie allerdings niemals Forderungen durchsetzen.
3. Wenn Sie nie Ihren Wert gewogen und gemessen haben, und ihn auch sonst nicht einschätzen können, stolzieren sie mit High Heels auf dünnem Eis. Entweder sie rutschen aus oder sie brechen ein.
4. Ist das Angebot am Partnermarkt begrenzt, wie dies bei vielen Jahrgangsstufen der Fall ist, sind die attraktiven Angebote zuerst vom Partnermarkt verschwunden, weil andere schneller und zielsicherer sind. Ihre Forderungen (Ansprüche) werden also bedeutungslos, wenn es kein entsprechendes Angebot gibt.
5. Wenn Sie, wie in Punkt (4) besprochen, dennoch mit Forderungen weitermachen, wird der Preis, den Sie zahlen müssen, immer höher. Der Preis misst sich in Attraktivität (sozial, körperlich, emotional, finanziell), in Zeit und Aufwand. Körperlich werden Sie voraussichtlich nicht attraktiver, also werden andere „Preise“ an die Stelle der Schönheit treten.
6. Auch bei einem gut bestückten Partnermarkt gehen die besten Personen zuerst weg, dann diejenigen, bei denen man ein wenig Kompromisse eingehen muss und zuletzt diejenigen, bei denen man (frau) relativ viel Kompromisse eingehen muss.
7. Sollten Sie nach Punkt (6) warten, so werden sie von Tag zu Tag problematischere Verabredungen haben, oder Sie müssen ihren Radius erheblich ausweiten, zum Beispiel durch erheblich jüngere oder ältere Partner(innen).
8. Aus den Punkten (4) bis (7) ergibt sich, dass eines Tages in der Situation sind, dass Ihre Suche schon deswegen kippt, weil Se selbst so viel an Wert verloren haben, dass sie unattraktiv für andere werden.
9. Am Ende werden Sie damit konfrontiert, dass Sie sich selbst in der Position befinden, die Sie jahrelang von anderen abgefordert haben: Sie werden mit Forderungen anderer konfrontiert, und Ihre Fehler und schwächen geraten ins Rampenlicht.
10. Sie können aus diesem Teufelskreis jeden Tag aussteigen. Je früher Sie dies tun, umso besser. Sie müssen nicht auf alle Wünsche verzichten, sondern nur Ihre Forderungen herunterschrauben.

Sie wollen immer noch scheitern? Nun, ich kann Sie vermutlich nicht daran hindern. Aber behaupten Sie bitte nicht, niemand hätte Sie gewarnt.

Bild von Ferdinand von Reznicek, Illustrator, gegen 1900.

Junger Mann und ältere Frau – hat es Sinn?

Schon vor 60 Jahren: eine reife Frau "ohne Alter"


Die Beziehungen zwischen jungen Männern und deutlich älteren Frauen werden oft belächelt – oder man benutzt gar böse Worte, um diese Beziehung zu beschreiben, wie etwa ein „Mutter-Sohn-Verhältnis“.

Fragen wir uns, was stattfindet, wie es stattfindet und ob es Sinn hat.

In welchem Alter sind die Frauen und Männer?

Die Meinungen der Fachleute gehen etwas auseinander, aber mit ziemlich Sicherheit kann man sagen: Die Beziehungen attraktiver Frauen bis 60 mit Männer, die ungefähr halb so alt sind, bilden den Rahmen. Der Kern liegt dabei auf Frauen, die etwas über 40 sind und Männer, die zwischen 20 und 25 sind. Frauen können heute bis mindestens 50, zumeist sogar noch darüber hinaus, durchaus jugendlich wirken und ein hohes Maß an Sinnlichkeit ausstrahlen. All diese Beziehungen beruhen also auf „ganz normaler“ sexueller Anziehung.

Warum wählen Frauen deutlich jüngere Männer?

Sehr einfach: weil sie verfügbar sind. Junge Männer zwischen 25 und 30 werden von gleichaltrigen Frauen oft abgelehnt, weil sie nicht den relativ hohen Standards entsprechen, die heute von jungen deutschen Frauen gefordert werden. Hinzu kommt der „ausgedörrte Markt“ bei den in etwa gleichaltrigen Männern. Als drittes Argument kann gelten, dass Frauen über 40 heute lebenslustiger sind als früher und durchaus einmal eine Affäre riskieren, auch wenn sie wissen, dass diese Beziehung nicht von Dauer ist. Auch die Potenz und die Formbarkeit jugendlicher Liebhaber mögen hin und wieder Gründe sein.

Warum wählen junge Männer deutlich ältere Frauen?

Im Grunde auch sehr einfach: weil sie problemloser sind. Männer zwischen 25 und 35 müssen sich unglaublich anstrengen, um in etwa gleichaltrigen Frauen zu gefallen – dabei bleiben viel „auf der Strecke“. Selbst die an sich Erfolgreichen wollen sich oft nicht mit den Ansprüchen und Launen junger Frauen herumschlagen. Vom Markstandpunkt aus gesehen, sind Frauen ab 40 also deutlich verfügbarer, vom emotionalen Standpunkt aus her gesehen bei Weitem unkomplizierter. Außerdem gelten diese Frauen als sexuell erfahren und überaus bereit, diese Erfahrungen auch weiterzugeben. Gelegentlich mag es vorkommen, dass auch finanzielle Erwägungen eine Rolle spielen – doch ist diese Konstellation eher selten.

Trickreiche Partnersuche im Alttag zwischen alt und jung

Wo treffen sich älteren Frauen mit jüngeren Männern? Im Alltag kommen unwillkürliche Begegnungen mit amouröser Absicht zwischen alt und jung selten vor. Das bedeutet: Die Frau muss dorthin gehen, wo junge Männer vermutet werden, der junge Mann dorthin, wo er auch reife Frauen hoffen kann. Erleichtert wird dies, wenn der Mann ungewöhnliche Interessen hat (Schriftstellerei, Architektur, Psychologie, Philosophie, Malerei, klassische Musik).

Online-Partersuche reife Frau – junger Mann?

In den USA gibt es spezielle Partnersuchsysteme für reife Frauen, die junge Männer suchen, die allerdings oft an der Grenze zur männlichen Prostitution stehen. Gewünscht wird also meist eine Beziehung, die auf regelmäßigen Geldzahlungen seitens der Frau beruht. In Deutschland hätte man so etwas früher als „Bratkartoffelverhältnis“ oder „Schürzenstipendium“ bezeichnet.

Wer sich gar nicht erst mit diesem Sumpf konfrontieren lassen will, sondern auf beiden Seiten eine „echte Liebe auf Zeit“ sucht, wird heute am besten in gewöhnlichen Singlebörsen fündig. Es gibt durchaus junge Männer, die von sich aus das Altersspektrum nach „oben“ ausweiten. Bei ihnen lohnt sich auch auch die „Salamitaktik“: Wenn sie einen Altersunterschied von plus fünf Jahren zulassen, kann die Frau versuchen, diese Toleranz auf sieben, neun oder gar 11 Jahre zu erweitern. Manchmal müssen Frauen junge Männer auch erst überzeugen. „Geh doch einfach mal mit mir aus, es verpflichtet dich ja nicht“, ist eine gute Möglichkeit, den jungen Mann zu verführen. Erfahrungsgemäß ist diese Methode sehr erfolgreich, den einen sehr jungen, etwas unerfahren Mann kann man noch mit der Macht vollständiger sexueller Erfüllung an sich binden.

Sehr effektiv, lustvoll und nützlich für beide - reife Frau, junger Mann

Lustvoll ist die Liebe zwischen einem jungen Mann und einer Frau über 40 allemal – und zumeist hat es die Frau in der Hand, den jungen Mann in seinen sexuellen Verhaltensweisen noch etwas zu formen. Beide gewinnen, weil der Austausch von Energie und Erfahrung in der Regel zu ekstatischem Lustgewinn führt. Aber auch die Lebenserfahrung selbst überträgt sich von alt zu jung, während von jung zu alt neue Energien übertragen werden. Der junge Mann profitiert am Ende mehr, weil er noch ein ganzes, lange Sexualleben vor sich hat und er von den gewonnenen Einsichten in die weibliche Sexualität gewinnt. Doch das sollte kein Hindernis sein, sondern eine Herausforderung: Man könnte fast sagen, dass die Weitergabe der Erfahrungen reifer Frauen an junge Männer auch der Allgemeinheit dient.
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Partnersuche: Wählen Sie Markt statt Psychologie

Partnersuche: Wählen Sie den Markt, vergessen Sie die Psychologie

Das sollten Sie lesen - und beherzigen


Vor einigen Jahren habe ich noch das damals neu erschienene Buch von Professor Hassebrauck gelobt – unter anderem, weil es der Wahrheit etwas näher kam, als das, was andere Autoren zu jener Zeit (2010) schrieben. Inzwischen gebe ich keine Empfehlung mehr für die Bücher von Psychologen, Sozialpsychologen und Soziologen, soweit sie von der Liebe handeln. Ich sage Ihnen warum: Die liebe ist ein zu komplexes Thema, um es den Experten zu überlassen. Komplexe Themen können nur von Journalisten und Schriftstellern wirklich sinnvoll dargestellt werden, weil kein Wissen einer „Fakultät“ so weit reicht, um die Vielfalt der Liebe zu beschreiben.

Noch wesentlich gefährlicher als beim Thema „Liebe“, über das Wissenschaftler ja gerne mal mitreden dürfen, ist die Definitions-Wut einzelner Wissenschaftler und ganzer Gruppen von ihnen, wenn es um die „Partnersuche“ und Partnerwahl“ geht. Hier kann man getrost von „verwissenschaftlichter Inkompetenz“ sprechen. Die Behauptungen sind dabei so öde, dass man sich fragt, ob man Wissenschaftler oder geschwätzige Kolumnistinnen vor sich hat, zum Beispiel bei Themen wie „Unterschiede zwischen Frau und Mann“ oder „Gleich und Gleich vs. Unterschiedlich“. Kluge Leute entlarven die meisten der Einlassungen zum Thema als Schwindel, aber die meisten Partnersuchenden glauben eben, was „die Wissenschaft“ über sie ausschüttet.

Ich habe eine gute Nachricht für Sie, die sie dennoch erschrecken wird: Wer wen wie und wann trifft, entscheidet sich am PARTNERMARKT. Wer keine Lust hat, diesen Markt zu betreten, hat so gut wie keine Chance – und er dort herumtappt ohne wenigsten grundlegende Gesetze des Marktes zukennen, kann das Angebot nicht beurteilen.

Das bedeutet klipp und klar:

Egal, ob einzelne Psychologen, Soziologen oder Verhaltenswissenschaftler recht haben mit irgendeiner ihrer Theorien: Wer nicht an den Markt geht oder sich dort nicht auskennt, ist so gut wie aufgeschmissen.
Das bedeutetet nun aber auch: Alle wissenschaftlichen Theorien über die Partnersuche sind, Falls überhaupt bedeutsam) zweitrangig, solange Sie nicht bewusst an den Markt gehen.

Interessant ist dazu ein neues Buch, das vorläufig nur in englischer Sprache erhältlich ist:
EVERTYTHING I EVER NEEDED TO KNOW ABOUT ECONOMICS I LEARNED FORM ONLINE DATING.

Alles, was ich jemals über Wirtschaftskunde wissen musste, lernte ich durch Online-Dating.

Ich darf Ihnen dazu schon etwas verraten: Der Partnermarkt richtet sich seit mehreren Hundert Jahren nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage, nicht nach irgendwelchen anderen Gesetzen. Was sich ändert, sind nur die Präferenzen: Mal ist es Ansehen, mal Geld, mal will man Macht gewinnen, mal setzt man auf Schönheit. Gelegentlich ist es der Anspruch, gebunden und dennoch autonom zu sein, dann setzt man wieder auf Versorgung. Aber immer muss es die Teilnehmer am Markt geben, auf die man zielt. Was das im Detail für die Partnersuche bedeutet, will ich nicht vorwegnehmen, aber im Allgemeinen heißt es: Orientieren Sie sich an Ihrem Marktwert, nicht an an irgendwelchen anderen fragwürdigen Kriterien, lassen Sie sich dabei keinen Psycho-Sand in die Augen streuen, und hoffen Sie nicht darauf, eine „romantische Begegnung“ aus Zufall zu haben.

Das heißt aber auch: Gehen sie dorthin, wo sich viele Menschen treffen wollen, vermeiden Sie die Ladenhüter, die man ihnen gerne aufdrängen will, und entscheiden Sie sich schnell, wenn Sie ein wirklich gutes Angebot bekommen.

So ungefähr steht es auch im Buch, und ich kann es Ihnen wirklich empfehlen. Wenn sie mehr wissen wollen: Ich bin immer für Sie da.

Manfred Hassebrauck - Alles über die Liebe, München 2010. Wurde einst (2010) von mir gelobt - man muss Fehler zugeben können.
Paul Oyer: EVERTYTHING I EVER NEEDED TO KNOW ABOUT ECONOMICS I LEARNED FORM ONLINE DATING, Boston 2014, erhältlich über amazon.de.
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Scheidung und neue Partnersuche: trauern oder lustvoll suchen?

Scheidung – das ist für viele Frauen, aber für noch weitaus mehr Männer keine Befreiung, sondern eine Blamage. Ich rede gar nicht von den erniedrigenden Auseinandersetzungen, die manche Scheidungen begleiten, sondern von den Problemen, die an der Psyche hängen bleiben. Nach Meinung vieler Frauen stecken wir Männer ja Probleme einfach weg – aber das ist eines dieser dummdreisten Märchen, die von Frauen verbreitet werden, die uns Männer niemals verstanden haben. Dennoch fragen sich viele Männer: "Könnte man die Probleme nichts schneller bewältigen, indem man schnell zurück an den Markt geht?" Ich sage dazu aus vollem Herzen "Ja" - und begründe es ökonomisch.

Verlockungen gibt es überall - aber der Markt bestimmt, was für einen Mann möglich ist

Ich habe dazu eine interessante Stelle in einem neuen Buch (Zitat, Quelle siehe unten) gefunden, die dies aussagt:

(Ich denke …) dass die meisten Männer, die gerade eine Trennung durchlebten, in eine der folgernden drei Kategorien fallen:

1. Der Typ 1 geht begeistert zurück in die Welt des Kennenlernens, freut sich auf den Spaß, den er dabei hat, und ist unglaublich nett zu interessanten Frauen, die er nie zuvor kennenlernte.
2. Der Typ 2 könnte zurück zu seiner Ex gehen – oder er hat sie nicht einmal wirklich verlassen.
3. Der Typ 3 stellt ein verheerendes psychisches Wrack dar, das zornig und verbittert über die gescheitere Beziehung ist.



Gerade geschieden zu sein ist keine psychische Erkrankung

Nun ist es so: Frauen und Psychotherapeuten sind gleichermaßen entsetzt über Typ 1 – wie kann ein Mensch, der gerade erst ein paar Monate getrennt lebt, schon wieder an eine Beziehung denken? Da muss „Mann“ erts mal in sich gehen und abtrauern oder (nach einer verbreiteten Frauenansicht) die Fehler bei sich suchen. Typ 2 ist zumeist ist ein Filou, der sich ein paar Wege offenhält, und Typ 3 ist Gift für jede und jeden – er ist sogar als Kumpel unerträglich.

Interessant ist, dass viele Frauen deshalb alle drei Typen nicht wollen - also gar niemanden, der getrennt lebt oder gerade erst geschieden wurde.

Hören Sie nicht auf Küchenpsychologen, Gutmenschen und andere Bevormunder

Es ist ein wenig anmaßen von Küchenpsychologen und manchen Psychotherapeuten, Männer einzureden, sie müssten sich erst „läutern“. In sehr vielen fällen gibt es nichts zu „läutern“, sondern man hat eine falsche Entscheidung getroffen – so etwas muss revidierbar sein, auch bei Ehen, egal, was die katholische Kirche dazu sagt. Für Männer wirkt allerdings schwerer, dass sie oft aus zunächst unerfindlichen Gründen verlassen werden – schauen sie genauer hin, so steckt eine Affäre der Ehefrau dahinter. Das alte Märchen, dass Männer Frauen „wegen einer Jüngeren“ verlassen, mag bei einigen arroganten (und finanziell gut gestellten) Promis zutreffen. Doch die Anzahl der Frauen, die aus der Ehe ausbrechen, weil sie sich vom Liebhaber einen besseren Status oder auch nur mehr Sex erhoffen, wird aber immer größer.

Wenn es kaum etwas zum „Läutern“ gibt und alles „in sich gehen“ ergebnislos verläuft, weil man eben wegen „eines anderen“ verlassen wurde, was sollte man dann tun? Wie und wo sollte man es tun?

Geschiedene sollten schnell wieder an den Markt gehen

Ich rate Ihnen, zeitig wieder an den Markt zu gehen. Nehmen Sie sich ein Beispiel an Unternehmer, die in unverschuldet in Konkurs gegangen sind, oder Arbeitnehmer, die aufgrund eines Konkurses entlassen wurden. Je länger das Betrauen der eigenen Situation dauert, und je mehr man sich darauf verlässt, dass die Zeit alles regeln würde, umso mehr sinken die Chancen, wirtschaftlich wieder auf die Beine zu kommen.

Warum sollte dies in Paar-Beziehungen anders sein? Je länger sie „aus dem Geschäft“ heraus sind, umso enttäuschter sind sie, und umso dringender wollen Sie eine neue Partnerin. Wenn Sie sofort wieder Beziehungen suchen, dann bleiben Sie hingehen „Am Ball“, wissen, wie man flirtet und datet und wissen, „wie der Hase läuft“. Ich habe nicht die geringste Sorge, dass sie dabei Frauen treffen, die genau das wollen: jemanden für eine Zeit des Übergangs. Ein Mann sollte nicht glauben, dass es Frauen so völlig anders geht, wenn sie getrennt wurden – gleich, ob sie ihre Männer verlassen haben oder verlassen wurden. Körperliche Nähe, emotionale Zweisamkeit und natürlich Sex sind die Motive, die auch Frauen antreiben, die berühmten Beziehungen zwischen sechs Wochen und sechs Monaten einzugehen.

Also: Lassen Sie sich nicht diskriminieren, und trauen Sie niemandem, der Ihnen eine Karenzzeit verordnet – es sei denn, sie wären labil du würden sich von den Hyänen anfressen lassen, die sie schnell wegschnappen und nach Haus tragen wollen, damit Sie vom Markt sind.

Ich denke, dass sie mit Online-Dating bestens bedient sind. Und sagen Sie nie, dass sie gerade erst geschieden wurden oder gar nur getrennt leben, dann bekommen Sie keine Dates. Denn wenngleich sich viele „wenig begehrte“ Frauen sich keine sonderlichen Hoffnungen auf dauerhafte Partnerschaften machen können, treffen Sie sich doch zumeist nur mit Männern, die „langzeitbeziehungstauglich“ sind.

Quelle des Zitats: "Everything I ever needed to know abot Economics I learned from online dating", Boston 2014.
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Über Immobilien, Personalsuche und Partnerwahl

Nicht ideal, aber geräumig und hell.

Immobilien, Jobsuchende und Partnersuchende haben eines gemeinsam: Wenn alles optimal passen soll, sind viel Zeit und Aufwand erforderlich. Wer schon einmal eine Wohnung mieten wollte, der weiß: Die „ideale“ Wohnung ist nur schwer zu finden. Hier passt die nicht, dort jenes nicht. Hier mäkeln die Mieter am Badezimmer herum, dort am fehlenden Balkon. Sogar Käufer echauffieren sich, wenn eine Fliese in einer Altbauwohnung angebrochen ist. Man muss nicht unbedingt das Hickhack ansehen, das in „Mieten, Kaufen, Wohnen“ zelebriert wird – die tägliche Praxis reicht völlig. Ähnlich ist es bei der Jobsuche, nur ist hier der Markt in einen Käufermarkt und einen Verkäufermarkt gespalten. Mit anderen Worten: Mal sind die Jobs heiß begehrt, mal die Jobsuchenden. Während meiner langen Berufstätigkeit hatte ich auch Einblicke ins Personalwesen des Mittelstands, und glauben sie mir: Kein Jobsuchender, der ständig in der Schlange steht, glaubt, dass für manche andere Jobsuchende der rote Teppich ausgerollt wird.

Kommen wir nun zur Partnersuche. Hier finden wir eine ähnliche Situation vor wie bei den Jobs: Es gibt einen Bereich, in dem Frauen heiß begehrt und stark umworben werden, und einen, in denen sie vergeblich auf passende Partner warten. Ebenso (damit nichts ständig von Frauen die Rede ist) gibt es ein Segment, in dem Männer sich kaum retten können vor Anfrage, aber auch ein solches, in dem sich die Männer fragen, ob Frauen inzwischen ausgestorben sind. Erfahrungsgemäß reicht ein „Überschuss“ an Frauen oder Männern von nur zehn Prozent, um den Eindruck zu erwecken, es gäbe ein „großes“ Angebot.

Wenn das Angebot groß ist:

1. Kann man generell aus mehreren Personen wählen.
2. Kann man getrost bis zu vier Fünftel der möglichen Partner von vornherein aussortieren.
3. Muss man weniger Kompromisse eingehen.
4. Hat man kürzere Suchzeiten.
5. Benötigt man aber auch eine präzisiere Feinauswahl.


Wenn das Angebot gering ist:

1. Ist der Personenkreis klein, aus dem man wählen kann.
2. Sollte man nur wenige der möglichen Partner von vornherein aussortieren.
3. Sollte die Kompromissbereitschaft steigen.
4. Hat man längere Suchzeiten.
5. Benötigt man mehr Initiative bei der Suche.


Ökonomie bei der Partnersuche: Das Schreckgespenst der Deutschen

Nach meinen Erfahrungen liegt ein Problem der Partnersuchenden darin, dass sie diese Zusammenhänge, obgleich sie schrecklich einfach sind, nicht durchschauen. Niemand kann etwas dafür, am Partnermarkt einen Mangel zu haben: geringes Einkommen, zu hohes Einkommen, geringe oder zu hohe Bildung, kein Kinderwunsch oder bereits zu viele Kinder, körperlich, sozial oder erotisch unattraktive und vieles andere mehr. Habe ich einen oder gar mehrere „Mängel“, dann kann ich nicht an den Partnermarkt gehen wie Graf Koks von der Zeche oder Prinzessin Apfelblüte vom alten Land. Ich muss vielmehr dafür sorgen, dass ich meine Bedürfnisse so bündele, dass sie noch erfüllbar sind.

Das Paradoxe: Die meisten Menschen, die diese Tatsachen ignorieren oder gar bekämpfen, beschwere sich auf der anderen Seite, dass gerade sie keine Partner finden.

Falls sie dazugehören: Denken Sie bitte noch einmal nach.

Wissen Sie, im Grunde ist mir egal, was Sie denken, wie Sie denken und warum Sie so denken. Solange Sie mir nicht in den Finger beißen, sondern dem Weg folgen, der Ihnen dieser Finger zeigt. Da dürfen Sie ausnahmsweise mal ganz sicher sein.

Und nun dürfen Sie mich für arrogant halten.
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Zehn Spitzentipps – so finden Sie 2014 Ihre Liebe

Wissen ist Macht - verfallen Sie keinen dummen Sprüchen!

Diese Spitzentipps haben sich schon in den Jahren zuvor außerordentlich bewährt. Sie sind die Perlen, die frei im Netz verfügbar sind - und sie sind vom Fachmann, nicht von einem Online-Dating-Anbieter, der Ihnen etwa verkaufen will.

1. Überdenken Sie kurz ihr Leben: Wo wollen Sie hin?

Sie können, wenn sie wollen, Ihr ganzes Leben vor ihren inneren Augen ablaufen lassen und sich dann ein neues Ziel suche, das Sie erreichen wollen. Überlegen Sie kurz, wie Sie sich die nächsten sechs Jahre vorstellen könnten: Wie und wo Sie leben wollen, was Sie damit erreichen wollen und was Sie gegebenenfalls aufgeben würden. Versuchen Sie niemals, sich ein Bild vom möglichen Partner zu machen. Sie erhalten das Bild, indem Sie in einer Tesphase tatsächlich Menschen treffen und sehen können, wer für Sie infrage kommt.

2. Finden Sie einen Weg, WIE Sie Ihr Ziel erreichen wollen

Wenn Sie ein Zeil vor Augen haben, benötigen sie auch Wege, die dorthin führen. Online-Dating ist ein Weg, aber auch anderwärts gib es Kontaktmöglichkeiten. Achten sei darauf, wer SIE will. Machen Sie sich Gedanken darüber, warum Sie diesen Menschen ebenfalls, wollen oder aber auch nicht wollen. Gehen Sie das Ganze spielerisch an. Erst, wenn sie sich sicher sind, machen Sie einen Plan und gehen „ernsthaft“ online.

3. Ihr Profil – niederschreiben und online stellen

Auch wenn sie niemals „online“ suchen wollen, brauchen Sie ein Profil. Schreiben Sie auf: „Das bin ich“, und findend Sie so viel positive Eigenschaften wie möglich. Falls Sie später doch „online“ suchen wollen, haben Sie schon die wichtigsten Kernpunkte parat.

4. Nutzen Sie die positive Kraft der Selbst-Prophezeihung

Sie sind nicht deshalb abergläubisch, weil Sie an sich glauben – Aberglaube zeigt sich nur darin, dass sie an „Schicksale“ glauben. Prophezeiten Sie sich „viele sinnvolle Begegnungen“ – und sie werden sehen, dass Sie in Zukunft mehr und sinnreichere Begegnungen haben als zuvor.

5. Treffen Sie viele Menschen

Falls Sie nicht online suchen: Treffen Sie so viel Menschen, wie möglich. Menschen kennen Menschen, die Menschen kennen. Vielleicht ist eine der Personen, die andere kennen, die Person, die Sie suchen? Wenn Sie online suchen: Je mehr Sie ein „Frischling“ sind, umso mehr „Dates“ benötigen sie.

6. Führen Sie „Suchen“ durch bis „Gefunden“ auf „JA“ steht

Mit diesem Satz aus einer Programmiersprache will ich Ihnen sagen: Es gibt keinen Grund, zu resignieren. Geben sie niemals auf, zu suchen. Lassen Sie sich niemals einfallen, „gefunden werden zu wollen“.

7. Glauben Sie Online-Dating-Seiten kein Wort

Online Dating ist ein hervorragendes Mittel zur Partnersuche, aber Online-Dating-Anbieter neigen zum Flunkern. Die Mitgliedermillionen, die Traumpartner, die exquisite Welt der Schönen, Reichen und Gebildeten - vergessen Sie alles, was sie dort jemals gelesen haben. Melden Sie sich bei einer der drei großen Partneragenturen an, und kochen sie dort ihre eigene Suppe. Nach fünf „echten“ Verabredungen sind Sie ohnehin wieder auf dem Boden der Tatsachen. Wie überall sonst besteht die Partnersuche im Internet aus 95 Prozent Eigeninitiative und zu fünf Prozent aus Zufallsglück.

8. Erhöhen Sie Ihr Frustrationstoleranzen

Menschen, die Partnersuchen, sind ganz gewöhnliche Menschen, die eben auch einen Partner suchen. Sie sind keine „Helden des Alleinlebens“ und so wenig perfekt, wie andere Menschen auch. Manche wollen nichts als Sex (auch Frauen, und auch bei Edel-Anbietern). Lernen Sie, „Ja“ zu sagen, wenn Ihnen danach ist und „Nein“, wenn Sie keinen Sex wünschen – die Frage steht so gut wie immer im Raum. Schließlich handelt es sich um Partnersuche und nicht um ein Bewerbungsgespräch.

9. Verfallen Sie nicht dem Dating-Frust

Es kommt vor, dass Sie zwei oder drei Menschen hintereinander treffen, die sie besser nicht einmal mit dem Gesäß angesehen hätten. Meisten liegt es an Ihrer Auswahl, aber manchmal ist es eben auch dummer Zufall. Ändern Sie Ihre Suchkriterien, und versuchen Sie, „gegen das psychologische Gutachten“ Menschen zu finden, die Ihnen keinesfalls ähnlich sind. Treffen Sie diese und stellen Sie selber fest, ob sie zu Ihnen passen. Sollte dies der Fall sein, wissen Sie, dass Sie in Zukunft alle Super-Matches aussortieren sollten.

10. Gehen Sie nie in den „Wartesaal zum großen Glück“

Streichen Sie Sätze wie „das große Glück“ oder „die große Liebe“ oder gar Unfug wie „den Traumpartner“, „den einzig Richtigen“ oder gar „die Liebe Ihres Lebens“ aus ihrem Repertoire. Wer immer Ihnen diesen Stuss verkaufen will, versucht, Sie einzulullen oder auf falsche Fährten zu schicken. Vertrauen Sie namhaften Paarberatern, die Ihnen sagen: Es gibt keinen absolut „Richtigen“, keinen „Traumpartner“ und nicht „die Liebe Ihres Lebens“. Das bedeutet: Nehmen Sie einer der Menschen, die an ihnen vorbeiziehen, wenn Sie überzeugt sind, mit ihm leben zu wollen. Suchen Sie niemals nach einem „Besseren“, wenn Sie einen „Guten“ gefunden haben.
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