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Dating läuft aus dem Ruder – werden Persönlichkeitsrechte ausgehöhlt?

Nicht überall, wo Rotlicht drin ist, steht auch Rotlicht drauf


Alles läuft aus dem Ruder – und niemand findet sich mehr zurecht. So jedenfalls könnte man gegenwärtig die Situation beschreiben, in der sich Online-Dating-Portale gegenwärtig befinden.

Denn außer all den bekannten Portalen aus der Fernsehwerbung und jenen, die der Singlebörsen-Vergleich auf den Top-Positionen listet, gibt es noch andere, die niemals ins Bewusstsein der breiten Bevölkerung gelangen, aber durchaus über Geschäftsmodelle verfügen, an denen verdient wird..

- Flirt- und Baggerportale, die auf FACEBOOK basieren.
- Flirt- und Baggerportale, die eigene Gemeinschaften (außerhalb von FACEBOOK) bilden.
- Sexportale, die sich als Flirt- und Datingportale tarnen.
- Sex-Portale mit offenem Zugang, die „heftige“ Fotos zeigen.
- Sogenannte Apps – von harmlosen Flirt-Apps bis zu Sex-Apps mit Sofortkontakten.

Das Interessante daran ist, dass man sich immer gerade so nennt, wie der Wind weht. Mal sind es „Flirts“, dann wieder „unkomplizierte Kontakte“ und schließlich doch Dating-Applikationen.

Die Kernfrage lautet aber: Was passiert eigentlich mit den Kundinnen/Kunden, die sich angemeldet haben? Sind dann die Profile, Interessen, Fotos (auch Akt- und Sexfotos) sofort zur Weiterverwendung freigegeben? Was geschieht mit dem „Recht am eigenen Bild“? Einige Unternehmen versehen eingesandte Fotos sofort mit dem firmeneigenen Copyright. Kann man die Weitergabe als Kunde überhaupt noch verhindern, oder unterschreibt man „per AGB“, dass man jederzeit als Freiwild vermarktet werden kann?

Ich habe in den letzten Monaten den Eindruck gewonnen, dass insbesondere manche Frauen gar nicht wissen, worauf sie sich eingelassen haben. Der Zugang für Frauen ist ja bei vielen Sex-Portalen frei, aber nicht auf jedem Sex-Portal prangt ein Schild: „Achtung Rotlichtbereich“. Auf diese Weise können in Sex-Portalen heute durchaus Fotos von Frauen auftauchen, die glauben, sie hätten sich bei einer „ganz gewöhnlichen Singlebörse“ angemeldet.

Mein Rat: Informieren – zu den deutschen Marktführern gehen, auch wenn diese keinen „freien“ Zugang für Frauen ermöglichen.

Und: Schauen Sie doch mal ins Impressum, ob sich der Firmensitz wenigstes im Inland befindet – wenn dies so ist, haben Sie es im Fall von Reklamationen wesentlich einfacher.

Drei Tipps für Männer, die verlassen wurden

Die Hyäne muss so leben - aber Sie sollten sich vor weiblichen Menschen-Hyänen hüten
Bevor ich eine einzige weitere Zeile schreibe: Versuchen Sie bitte niemals, Ihre Ex zurückzugewinnen. Mal Klartext, von Mann zu Mann: Wie tief wollen Sie eigentlich noch fallen? Wie weit wollen Sie sich vor der Frau demütigen, die Sie verlassen hat? Also: Finger weg von der EX.

Wenn Sie ein Mann sind und verlassen wurden, habe ich drei auszeichnete Ratschläge für Sie:

1. Schmeißen Sie ihre Ex aus Ihrem Leben heraus. Sie ist die einzige Frau, die sie möglichst nie mehr kontaktieren sollten, wenn es sich vermeiden lässt. Sie können schon kurz nach der Scheidung wieder sexuelle Beziehungen mit allen Frauen aufnehmen, die dazu bereit sind – außer mit Ihrer Ex. Sie muss aus Ihrem Leben verschwinden, so gut es eben geht. Wechseln Sie, wenn möglich, die Wohnung, die Stadt oder das Land, in dem Sie verheiratet waren.
2. Trauern Sie niemals um eine Frau, die sie verlässt. Trauern ist für Menschen gedacht, deren Partner gestorben ist. Ihre Ex hat nicht die geringste Trauer verdient – und sich selbst zu betrauen, ist wirklich nicht ratsam. Strukturieren Sie ihre Zukunft, statt ihr Hirn mit der Vergangenheit zu befrachten.
3. Trennen Sie für eine Zeit Lust und Liebe. Manche etwas dümmlichen Frauen glauben, dass Männer sowieso Lust und Liebe trennen würden. Das ist nicht der Fall – vor allem nicht bei den Männern, die verlassen wurden. Nehmen Sie die Lust an, wann immer und wo immer sie geschenkt wird. Jede Art von Lusterfahrung kann Balsam für ihre Seele sein.

Der einzige Haken: Verlieben Sie sich bitte in keine Frau, solange Sie nicht wieder völlig klar im Kopf sind. In der Regel werden Sie als „Frischgeschiedener“ von Frauen beobachtet, die man getrost als weibliche Hyänen bezeichnen kann. Sie suchen sich Opfer, die mit vernebeltem Gehirn noch schnell „herumzukriegen“ sind und die deshalb die Mängel der Beziehung nicht erkennen.

Lesen Sie mehr - in der Liebepur.

Hinweis: was ich hier schreibe, gilt abgewandelt selbstverständlich auch für Frauen, die verlassen werden - aber es gibt statistisch mehr Männer, die verlassen wurden, als Frauen.

Dating-Fehler? Was soll denn dieses Dummgeschwätz?

Es vergeht kaum eine Woche, in der nicht irgendwelche Dating-Fehler als gut gemeinte (oder einfach sinnlos dahingeschmierte) Ratschläge ausgeteilt werden. Zur Ehrenrettung mancher Redaktionen sei gesagt, dass es sich zumeist gar nicht um „Dating-Fehler“ handelt, was sie in ihren Magazinen veröffentlichen, sondern um falsche Voraussetzungen bei der Partnersuche. Darüber zu informieren, hat einen Sinn.

Ich sage Ihnen: Sie machen keinen Fehler beim Date, wenn sie ganz SIE SELBST sind und eine offene Kommunikation betreiben und anregen. Jeder Versuch, dem anderen etwas vorzuspielen, sollte vermieden werden. Selbstverständlich können Sie ein bisschen an sich selbst feilen, und sicherlich sollten sie nicht ihre negativsten Eigenschaften präsentieren. Aber ansonsten bleibt Ihnen nur eines übrig: So zu sein, wie Sie eben sind.

Die fünf besten Tipps für Ihr Blind Date

Noch einige Tipps? Bitte schön – Tipps sind kostenlos, aber nicht für jeden verwertbar. Dennoch habe ich gerade (für die Liebepur) diese fünf Tipps für das Dating-Verhalte für Sie zusammengestellt.

1. Gesamteindruck. Der Gesamteindruck entsteht im Kopf des Partners und umfasst Haltung, Mimik, Gestik, Sprache, Düfte und alles andere, was Sie sind – und als äußerliche Merkmale auch Kleidung und Schmuck. Aus all dem entsteht die Frage, ob Sie ein Mensch für Beziehungen, fürs Bett oder für die Hundehütte sind.
2. Erster Eindruck. Glaubt man der Literatur, so ist der erste Eindruck absolut prägend. Das mag ja alles sein – aber gerade der erste Eindruck lässt sich leicht manipulieren. Ein längeres, offenes Gespräch ist viel schwerer zu manipulieren. Offene Fragen, an einen Partner gerichtet, bringen auf einfache Weise das Wesen des Partners zutage.
3. Kleidung. Dezente, dem Anlass entsprechende Kleidung ist interessanter als das „Auftakeln“ zum Date. Beim Auftakeln merkt der Partner, dass ihm eine zweifelhafte Hülle präsentiert wird.
4. Schminken (Frauen). Auf keinen Fall sollten Sie sich zu stark schminken – eher so, als ob Sie zum Kunden oder ins Büro gehen würden. Verstärken Sie ihre schönen Seiten – aber vermeiden Sie, sich ein „Gesicht zu malen“.
5. Kommunikation – das Wichtigste. Versuchen Sie, das Gespräch sanft und einfühlsam zu führen und kommunizieren Sie offen. Sie sollten die Techniken der Fragestellung, des Zuhörens, des Ebenenwandels und des Schutzes vor Manipulationen kennen. Besonders wichtig ist für Sie, das Allgemeine auf das Persönliche „herunterzuholen“ und umgekehrt. Noch ein kleines Geheimnis gefällig? Wichtiger als das, WAS Sie sagen, ist, WIE Sie es sagen.

Sie wollen mehr? Sprechen Sie mich einfach an – ich sage es Ihnen.


Warum Ihre Eltern und Sigmund Freud nicht zum Date passen

Sag, was Du selbst denkst und fühlst


Ich sage Ihnen wirklich ungerne, was Sie nicht tun sollen – aber diesmal werde ich eine Ausnahme machen.

Wenn Sie ein Blind Date haben (das ist das erste Date beim Online-Dating) und sie mit Ihrem Partner sprechen, vermeiden Sie in jedem Fall Sätze wie:

1. Mein Professor hat immer gesagt …
2. Mein Vater sagte immer …
3. Meine Mutter pflegte zu sagen …
4. Sigmund Freud hätte dazu gesagt …
5. Schon Schiller sagte doch …

Ihr Dating-Partner will etwas über SIE wissen, nicht über die Menschen, die Sie in Ihrer Jugend oder während Ihres Studiums beeindruckt haben.

Ebenso bedenklich ist es, Sprüche „großer Geister“ zu verwenden, wenn Sie etwas über sich selbst sagen wollen. „Authentisch sein“, bedeutet auch: Mit eigenen Worten zu beschreiben, wer man ist, wie man denkt, wie man fühlt und worauf man hinaus will.

Überhaupt gilt für die Kommunikation: Es gibt nur Sie, Ihre Partner und die Gegenwart. Die Vergangenheit kann kurz beschrieben werden, sollte aber nie vertieft werden, vor allem nicht emotional. Mit der Zukunft verfahren Sie bitte vorsichtig. Nur, wenn Sie bereits kurfristig Ereignisse planen, die eine mögliche Beziehung beeinflussen könnte, gehören Informationen darüber zum ersten Date.

Warum Sie nie dem Markt entfliehen können

Alles Illusion, wenn Sie nicht wissen, welchen Marktwert Sie haben

Fleischmarkt, Menschenhandel und Prostitution – das alles sind ausgesprochene Reizthemen. Die Presse schaut mal aufgeregt hin, um dann genau so schnell wieder wegzuschauen. Aber sie trennt scharf: Dort ist dieser schmutzige Markt, an dem Menschen gegen Bares verschachert werden. Und hier, schaut her, ist die Partnersuche. Da gibt es keinen Markt, sondern nur Romantik pur. Ich habe sehr selten gelesen, dass ein deutscher Journalist die Verhältnisse am Partnermarkt unter ökonomischen Voraussetzungen erhellen würde.

Datingmarkt: Anpreisungen mit Illusionen

Anpreisen, schönfärben, romantisieren … das ist die Formale, unter der Partnersuche gegenwärtig in der Öffentlichkeit gerne betrachtet wird. Jung und unter 26? Alle Wege stehen Ihnen offen! Zwischen 26 und 35? Ja, das ist doch das ideale Alter, um jemanden kennenzulernen! 35 bis 40? Die beste Zeit der Reife, ganz vorzüglich für die Partnersuche? Über 50? Best Ager, Generation 50Plus, da geht die Post ab! Und immer und überall werden uns die Traumpartner, Traumfrauen und Traummänner um die Ohren gehauen. Ganz zu schweigen, von den Miezen, die nur darauf warten, endlich mal einen richtigen Kater kennenzulernen.

Und plötzlich sind Sie Marktteilnehmer ...

Das Geschäft mit der Partnersuche ist ein Geschäft mit Illusionen, wie bei einer Schaubude. Denn was Ihnen keiner der Anbieter sagt: Am Ende sind Sie allein mit ihrer Suche, und um Sie herum ist ein Markt, in dem um Eigenschaften geschachert wird.

Ja, Sie haben richtig gelesen: Mit der Anmeldung bei einer Partnerbörse, und zwar völlig gleichgültig, welcher, werden Sie Teilnehmer eines Markgeschehens.

Es gibt keinen Ausweg: Sie müssen an den Markt

Wollen Sie noch einmal überrascht werden? Dies sage ich Ihnen zusätzlich: Das ist völlig unvermeidbar. Sie können nicht zugleich einen Partner suchen und keinen Partner suchen. Und wenn Sie einen Partner suchen, dann sind Sie Marktteilnehmer. So einfach ist das.

Es ist also weder sonderbar noch unwertig, sondern völlig natürlich, am Markt teilzunehmen. Das Problem aber ist, dass es Ihnen niemand sagt, und man sagt es Ihnen nicht, um sie nicht zu verprellen. „Willkommen im größten Partnermarkt Deutschlands?“ „Stellen Sie bitte hier alle ihre körperlichen, emotionalen und sozialen Fähigkeiten zur Schau, und je besser sie das tun, umso mehr Menschen werden auf Sie aufmerksam?“ „Bieten Sie sich aktiv anderen Partnersuchenden an und betonen Sie dabei Ihre Alleinstellungsmerkmale?“ Nein, das sagt Ihnen niemand. Und auch den letzten, entscheidenden Satz will ich nicht aussparen:

Am Partnermarkt müssen Sie ihren Preis den Marktgegebenheiten anpassen.


Das alles klingt seltsam in Ihren Ohren? Doch wenn Sie es nicht wissen, wenn Sie es nicht glauben, wenn Sie es nicht erproben wollen, dann ist das Ende Ihrer Suche schnell erreicht. Bietende sich zu billig an, dann enden Sie häufig in Betten, in die Sie nicht hineinwollen, und bieten Sie sich zu teuer an, dann bekommen Sie nicht einmal ein vernünftiges Date.

Die Aussage: „Ich will meinen Marktwert nicht anpassen“ wird unter vielen Namen gehandelt, zum Beispiel:

1. Ich habe bestimmte Vorstellungen.
2. Ich date nur auf Augenhöhe.
3. Meine Ansprüche will ich in jedem Fall erfüllt haben.
4. Nur Akademiker kommen infrage.
5. Nur Ausnahmeschönheiten werden angeschrieben.


Marktwert: keine Ahnung oder krasse Fehleinschätzung


Noch etwas, was Sie noch nicht wussten? Ich verrate es Ihnen: Mindestens 90 Prozent der Partnersuchenden in Deutschland haben keine Ahnung, wie ihr Marktwert ist, und sie sehen uns Berater an, als kämen wir vom Mars, wenn wir fragen: „Was sind denn ihre besten Eigenschaften“? Zudem gehen wir davon aus, dass sich etwa 80 Prozent als „über dem Durchschnitt“ einstufen, was einen Unsinn an sich darstellt.

Was können Sie tun, um das zu ändern?

Ganz einfach: Versuchen Sie, sich realistisch einzustufen. Ihr Marktwert setzt sich aus ihren sozialen, geistigen, emotionalen und körperlichen Eigenschaften zusammen. Da die meisten von uns weder Genies noch Schönheiten, weder bedingungslos altruistisch noch absolut gefühlsstark auf allen Gebieten sind, müssen wir uns die besten Eigenschaften herauspicken – und das sind die, die bei anderen besonders gut ankommen.

Ja, und dann? Dann vermerkten Sie diese Eigenschaften, konsequent und zielgerichtet. Falls Sie das für unethisch halten: Was haben Sie eigentlich bisher gemacht?

Kleben Sie sich nie ein Etikett auf

Kein Etikett aufkleben lassen - auch kein "anständiges"

Egal, wen sie treffen wollen und zu welchem Zweck: Kleben Sie sich niemals ein Etikett auf, es sei denn, sie wollten ein sexuelles Rollenspiel. Sie sind keine Schlampe und keine Zimperliese, keine Mädchenfrau und keine Vollblutfrau, keine Rampensau und kein Mauerblümchen.

Der Grund ist einfach: Das Etikett wird die verfolgen, und Sie werden sich selbst damit identifizieren. Sie werden sich vielleicht heute dafür lieben, die Rolle zu spielen, von der man sagen könnte: „Ich spiele heute die Rolle, die vorne auf meinem Etikett steht. Aber schon morgen werden Sie sich dafür hassen, dass sie solche eine lächerliche Rolle gespielt haben, statt sich wirklich einzugeben in die Situation, in der Sie waren.

Das muss nicht sein, wirklich nicht. Kleben sie sich kein Etikett auf, uns spielen Sie keine Rolle – nicht einmal ihre eigene. Ein Wiener Kaffeehauskellner, der einen Wiener Kaffeehauskellner spielt, wird man mögen, wenn man in Wien ist und erwartet, dass ein solcher Kellner eine ganz bestimmte Rolle einnimmt. Eine deutsche Mädchenfrau, die in Deutschland eine Mädchenfrau spielt, erzeugt hingegen ein lächerliches Bild, weil man von Ihnen nicht „etwas Bestimmtes“ erwartet, sondern vor allem, dass Sie etwas sind – und nicht etwas spielen.

Übrigens sollten sie sich auch keine „härteren“ Etiketten aufdrängen lassen und keine solchen Etiketten verwenden. Sie sind keine Masochistin, wenn sie ab und an Schmerzen mögen, und ein Mann ist kein Voyeur, nur weil er gerne schöne Brüste ansieht. Doch davon vielleicht ein anders Mal.

Blind Date Ärger: aber nicht doch, Prinzessin

Prinzessin spielen? Das funktioniert nicht gut ...
Mal eine etwas freche Frage an eine partnersuchende Frau: Fühlen Sie sich als Prinzessin? Glauben Sie, Sie können Männer aufmarschieren lassen, sie treffen und dann „kalt abservieren“, wie dies in manchen Blogs geschildert wird?

Nun gut, normalerweise sage ich dann: Schau mal in den Spiegel, Mädchen, und sieh nach, ob das eine Prinzessin herausguckt oder nur Frau Möchtegern

Aber die Angelegenheit hat noch eine andere Dimension – denn tatsächlich sah sich einmal jedes Dienstmädchen als Prinzessin, wenn ein Mann um sie buhlte. In einem längeren Artikel für die Liebepur schreibe ich, wie dies entstanden ist – aber auch, warum wir alle (Frauen und Männer) damit aufhören müssen, diese lächerliche Tradition fortzuführen. Der Kristallisationspunkt entsteht dabei beim Blind Date – und gipfelt in der Frage, was passiert, wenn der Mann am Ende einen Korb bekommt – oder die Frau.

Wenn Ihnen folgende Situation geläufig ist, dann sollten Sie schnell die Liebepur lesen – oder Beratung in Anspruch nehmen.


1. Der Mann glaubt, er müsse bestimmte Ziele erreichen: Die Frau von seiner Einzigartigkeit überzeugen, ein zweites Date zu bekommen oder mit ihr zu schlafen – je nach Ausgangssituation und Verlauf des Dates. Er bewirbt sich also bei ihr um die Position eines zukünftigen Ernährers, Gefährten oder Lovers.
2. Die Frau glaubt, sie müssen vor allem schön sein, ihm gut zuhören und sich entscheiden, ob er am Ende einen Korb bekommt, ein zweites Date oder eine Liebesnacht.

In der Liebepur steht auch, wie Sie die Situation ganz pragmatisch vermeiden können.

Online-Dating: Die ganz normalen Wahnvorstellungen der Suchenden

Ach, wen wähle ich mir nur ...
Arnold Retzer, Autor des Buches "Lob der Vernunftehe“, hat im Grund die einzig zutreffenden Worte an Partnersuchende gerichtet:

Voraussetzung für die Vorstellung, man können den richtigen Partner finden, ist die Überzeugung, dass es ihn gibt, den richtigen Partner.


Der „richtige Partner“ ist also nichts als ein Denkmodell, das in den Köpfen existiert – aber in Wahrheit gibt es keinen „richtigen“ Partner. Das Maximale, was wir erreichen können, ist, völlig ungeeignete Partner abzuwählen. Wir selbst können es am besten, Dating-Assistants können es wesentlich schlechter, und in begrenztem Maße können uns Partnerübereinstimmungstests dabei helfen. Doch bitte ich an dieser Stelle um Aufmerksamkeit: Es geht in diesem Abschnitt nicht darum, den am besten geeigneten Kandidaten auszuwählen, sondern nur darum, absolut ungeeignete Kandidaten auszufiltern, was wesentlich einfacher ist.

Wahnvorstellungen allenthalben: „der beste Partner“

Eine Wahnvorstellung, die über den „richtigen Partner“ noch hinausgeht, ist der „beste Partner“. Inzwischen jagt eine ganze Generation von meist intellektuellen, scheuklappenbesetzten Frauen und Männern diesem Phänomen hinterher. Wären sie klug und gut beraten, so würden sie „den besten Partner“ flugs durch „einen guten Partner“ ersetzen, denn auch „den besten Partner“ gibt es nicht.

Keine Kompetenz, keine Beweise: Dan Slater

Hat man dies alles im Kopf, ist man gefeit den Unsinn, den zum Beispiel der US-Amerikaner Dan Slater behauptet. (Ich las dazu schon viel, aber jetzt stand es in der FAZ). Im Grunde ohne jegliche Kompetenz für das Phänomen Online-Dating,, hat dieser Mann kürzlich ein Buch verfasst, das seither in aller Munde ist: „Love in the Time of Algorithms: What Technology Does to Meeting and Mating“. Grob übersetzt: Liebe in der zeit der Algorithmen – wie die Hülle der neuen Technologien wird Technik unsere Treffen und unsere Partnerwahl beeinflusst.“

Algorithmen sind in der Liebe Datenmüll

Derartige Bücher verheißen nie etwas Gutes: Online-Dating hat mit Algorithmen bei Weitem weniger zu tun, als die Branche uns Glauben machen will, also liegt Herr Slater ohnehin schon falsch. Algorithmen bei der Partnersuche sind ein Haufen Datenmüll, kaum mehr. Und dazu kommt: Wahnvorstellungen über die Möglichkeiten der Partnersuche, insbesondere der Partnersuche durch Medien, gibt es auch nicht erst, seit es Internet-Dating gibt. Das Phänomen lässt sich bis zu den alten „Ehemaklern“ zurückverfolgen und kann kontinuierlich bis in der Jetztzeit hinein verfolgt werden, ohne auch nur einen Blick auf das Internet zu werfen.

Wenn überhaupt, so wird das Problem „Partnersuche und Partnerwahl“ durch das Internet populärer, und bis zu einem gewissen Grad auch transparenter.

Fünf Tatsachen, warum Online-Dating nicht funktioniert

Was sind denn nun eigentlich die Probleme mit dem Internet-Dating? Und welche menschlichen Fehlannahmen liegen ihnen zugrunde?

1. Erste Fehlannahme: Ich habe Anspruch auf … Nein, haben Sie nicht. Sie haben bei der Wahl eines Menschen Anspruch auf gar nichts.
2. Zweite Fehlannahme: Es gibt „den Richtigen“. Gibt es nicht, leider. Es gibt nur immer einen von vielen, der etwas Ähnliches will wie Sie selbst.
3. Es gibt immer einen Besseren. Wann sind sie dem Kindergarten entfleucht? Vor drei Jahren oder vor dreißig Jahren? Überlegen sie doch mal selbst, wie dumm und kindisch diese Annahme ist.
4. Sie müssen nichts ändern – nur einen Partner finden. Fällt ebenfalls unter „Kindergarten“. Wenn Sie eine Partnerschaft begründen wollen, müssen Sie sehr viel ändern, und es ist besser, sie verinnerlichen dies.
5. Sie glauben: ich kann frei wählen. Nein, können Sie nicht: Der andere wählt auch. Warum sollte er SIE wählen? Schon mal überlegt?

Scheinwelten zum Leben – und um unterzugehen

Selbstverständlich kann man sich Scheinwelten aufbauen, in denen keiner dieser Grundsätze gilt, und ich gewinne immer mehr den Eindruck, als ob es mittlerweile viele Menschen gibt, die bei bestem Einkommen und äußerlich „normaler“ Lebensführung inzwischen einen Teil ihres Lebens in Pseudo-Realitäten „ausgelagert“ haben. Doch der ausgelagerte Teil kommt eines Tages wie ein Bumerang zurück – und erschlägt Sie möglicherweise dann. Kein Grund für mich, schadenfroh zu sein – aber ein Grund, Sie zu warnen. Ich möchte nicht, dass Sie am Ende an der Partnersuche verzweifeln.

Beim Artikel der FAZ, der ansonsten äußert kompetent geschrieben ist, fällt mir allerdings dies auf: Hier wird der Eindruck erweckt, als hätten Männer die freie Wahl, und die Frauen würden da draußen im Internet sitzen wie die Hühner auf der Stange und nur warten, dass ein Hahn kräht. Der Grund mag darin liegen, dass der FAZ-Artikel von einer Frau geschrieben wurde, von Julia Schaaf.

So ganz realistisch ist das nicht, denn in der Regel haben Frauen (mindestens solche zwischen 25 und 35) die besseren Karten. Und unter ihnen sind auch eher die „Anspruchsdenkerinnen“ zu finden, die einen großen Anteil daran haben, dass Online-Dating mittlerweile in Verruf gekommen ist. Das Thema habe ich inzwischen allerdings schon zur Genüge strapaziert, und ich vernehme gerne, dass es offenbar jetzt auch bei Online-Partneragenturen angekommen ist.

Outsourcing bei der Partnersuche?

Der Partnerwunsch (Mitte) wird vermülllt - und ähnelt dann möglicherweise der "Person" rechts.

Der Begriff Outsourcing ist eigentlich klar definiert: Man lagert gewisse Unternehmensbereiche aus, um Kosten zu sparen, jedoch niemals das Herz des Unternehmens, das sogenannte „Kerngeschäft“.

Sieht man den Menschen als biologisch-soziales „Unternehmen“, so verbietet sich die Auslagerung der Partnersuche von vornherein – sie gehört zu den „Basisfunktionen“ oder zum „Kerngeschäft“. Nur Menschen, die ihre einzige Priorität auf beruflichen Erfolg gelegt haben, wagen es demnach, die Partnersuche an einen Fremden „auszulagern“.

Ganz generell gilt der Bereich der Partnersuche als ein sensibles Gebiet, auf dem Kommunikation schwierig ist. Beim Outsourcing wird die Kommunikation aber bereits dadurch gestört, dass zu viele „Übersetzer“ am Werk sind.

Das Bild des Klienten ist nur näherungsweise das Bild des Assistenten

Dabei fallen, wie bei jedem Kommunikationsprozess, etliche Informationen „unter den Tisch“, andere werden aus dem Erfahrungsschatz des Rezipienten (Hier: des Dating-Assistenten) hinzugefügt. Solche Prozesse erzeigen schon unter normalen Umständen „Redundanzen“ (Mehrdeutigkeiten). In diesem Falle sind aber Gefühle, Empfindungen und erotische Komponenten dabei, die während der Kommunikation gar nicht erst „mitgenommen werden“.

Der Assistent sucht die entsprechende Person

Sagen wir es offen: In Wahrheit weiß der Assistent überhaupt nicht, wen er suchen soll. Er kann lediglich Personen ausgrenzen, die er NICHT suchen soll. Seien Vorgehensweise ist also in etwa so: Erst mal eine Basis von möglichst vielen „annährend zutreffenden“ Personen schaffen. Dann, was von den Vorgaben des Klienten verstanden wurde, ohne emotionale Beteiligung auswählen, und dann möglicherweise noch telefonisch das Date zu vereinbaren – dabei lauern Fallstricke ohne Ende. Aus dieser Sicht muss auch dem Berater, hier also also dem Dating-Assistenten klar sein, dass er bestenfalls vermeiden kann, etwas falsch zu machen, aber im Grunde gar nichts wirklich richtig machen kann. Und nur ganz nebenbei: Alles, was man während der Suche als Dating-Assistent aufnimmt, versteht oder interpretiert, wird in einem zweiten Prozess wieder „zurückkommuniziert. Dabei wird erfahrungsgemäß wieder eine Menge des gesammelten Materials verloren gehen –und der Klient sich dann wieder etwas dazudichtet, was gar nicht übermittelt wurde.

Wie kann Ihnen eine Problemanalyse beim Dating helfen?

Wo ist es denn, das Problem?


Ich muss ihnen zunächst etwas gestehen: Ich habe die Problemanalyse, dich ich jahrelang gelehrt habe, für das Dating umbenannt. So, wie sich „Krankenkassen“ heute „Gesundheitskassen“ nennen, heißt also die Problemanalyse bei mir nun Chancenanalyse.

Was ist überhaupt ein Problem, und warum nenne ich es jetzt Chance? Ein Problem entsteht, wenn man keine Lösungen mehr hat, dies erkennt und nach Abhilfe sucht. Meist ist der Zustand, den man gerne erreichen wollte, zunächst etwas in die Ferne gerückt, und dann ganz aus dem Fokus verschwunden. Das ist sehr typisch, und genau an diesem Punkt möchte man dann auch wirklich nach Lösungen suchen. Nun kommt ein Satz mit „eigentlich“, denn „eigentlich“ ist es dann ein wenig spät, aber nicht zu spät. Viele Partnersuchende sitzen schon so lange in dieser Problemfalle, dass sie gar nicht wissen, wie sie dort wieder herauskommen sollen. Weil es aber nicht angenehm ist, über Probleme zu reden, wird das Thema verniedlicht – oder man findet die Gründe bei den allseits bekannten Ausreden.

In dieser Situation fehlt ein typischer Problembestandteil, nämlich das Problembewusstsein. Man weiß zwar, dass etwas nicht in Ordnung ist, aber man hat das Thema verdrängt – und deshalb tritt es nicht mehr als Problem auf. Sucht der Single nun nach einiger Zeit wieder nach einem neuen Partner, so sieht er diese neue Suche vorerst nicht als Problem, sondern als Aufgabe.

Sehen Sie, aber zumeist beanstanden zuvor Probleme, die sich durch eine neue Aufgabenstellung nicht einfach auflösen. Deshalb biete ich Ihnen jetzt eine Chancenanalyse an.

Ich habe schon oft geschrieben, dass Problemanalysen, Chancenanalysen oder Analysen vorhersehbarer Schwierigkeiten (APP) über alle Maßen transparent sind. Daran hat sich überhaupt nichts geändert. Die Methode liegt offen vor Ihnen wie ein einfach zu lesendes Buch, und sie können jederzeit nachvollziehen, was wir gemeinsam festgestellt haben.

Das Geheimnis, wenn es denn eines gibt, besteht darin, die Gedanken neu zu ordnen und die Dinge in einem neuen Licht zu sehen. Ich setze für einen Moment die Theorie in zwei einfache Beispiele um:

Wanderer Müller will zu einer Mühle, die landeinwärts steht. Er verirrt sich aber in einem Waldstück und bemerkt nicht, dass er sich von der Mühle immer weiter entfernt und immer mehr zur Küste kommt. Als es dämmert, beschließt er, schneller zu gehen, um doch noch zur Mühle zu kommen, landet aber schließlich im Wattenmeer.

Die geschiedene Neu-Single-Frau Luise Meyer sucht wieder einen Mann und geht dabei den Weg, auf dem sie vor 10 Jahren Erfolg hatte. Nach etwa sieben Begegnungen mit Männern gibt sie auf, weil die Männer heutzutage „nur noch Sex wollen“. Doch ist das der Grund? Könnte es nicht einfach so sein, dass sie sich neue Wege suchen müsste?

Ich versuche, diese Neuorientierung dadurch zu erreichen, dass wir gemeinsame eine Liste der Fragen erstellen, die hier und heute wirklich wichtig sind. Aus diesem Fragekatalog generieren wir dann eine Entscheidung, und mithilfe der Entscheidung finden wir die Methode, die voraussichtlich zum Erfolg führt. Das ist bereits das ganze Geheimnis. In der Theorie könnten Sie es auch zu Hause am Küchentisch tun, aber in der Praxis benötigen sie meist einen Menschen, der ihnen bei den Fragestellungen hilft.

Halten Sie dies für aufschlussreich? Sagen Sie es mir bitte oder schreiben Sie mir. Ich bin gespannt, was Sie dazu sagen.

Partnersuche – ohne Spaß keine Lust, ohne Lust kein Erfolg

Den Partner immer froh gelaunt suchen


Das Schlechte zuerst: Sogar eine Mitarbeiterin einer deutschen Online-Partnervermittlung wagte jüngst zu schreiben, dass Online Dating „nicht immer einen immensen Spaßfaktor“ habe. Tatsächlich scheint es so zu sein, als ob die Mehrheit der Partnersuchenden, insbesondere aber der partnersuchenden Frauen, Online-Dating als lästig und irgendwie unangemessen ansieht. Wohlgemerkt – ich rede von den Frauen, die es schon betreiben, nicht von den Online-Verweigerinnen. Jedenfalls will die Elite-Partnerstudie festgestellt haben, dass nur 25 Prozent der Frauen die Partnersuche als Freude empfinden.

Diese Beobachtung ist nicht neu, wurde aber hier unseres Wissens zum ersten Mal dokumentiert. Denn das öffentliche (und durchaus von den Anbietern forcierte) Gerede, dass Online Dating „in der Mitte der Bevölkerung angekommen“ sei, trifft nur teilweise zu. Denn im Grunde genommen wünschen sich gerade Frauen immer noch einen Menschen, der Ihnen per Zufall in die Arme fällt, und mit dem sie dann eine „romantische“ Verbindung mit einem „Happy End“ eingehen. Es ist nicht völlig erklärlich, warum diese emotionale Fehlentwicklung bis heute andauert, nur die Herkunft dieser Überzeugung ist bekannt. Sie beruht auf drauf, dass alle Bürgermädchen des 19. Jahrhunderts von der romantischen Liebe träumten, aber kaum eine jemals diese Liebe realisieren konnte.

Fröhlich und unbeschwert such nur die Jugend

Setzt man den Fokus nicht allein auf „Online Dating“, sondern auf die Partnersuche als solche, so fällt auf, dass junge Frauen ihre Partner fröhlich und unbeschwert suchen – doch mit jedem Lebensjahr über 25 fällt die Lust daran ab. Man kann beobachten, wie aus der Anfangs noch relativ unbeschwerten und offenen Suche bei Frauen über 30 nach und nach eine viel zu ernste, bisweilen „verbiesterte“ Suche einsetzt. Diese wird umso ernster und starsinniger, sobald sie sich dem 40. Geburtstag nähern. Dann darf Kennenlernen so gute wie keinen Spaß mehr machen, weil mit Gewalt eine „feste Beziehung“ gesucht wird und die Frauen sich keine Zeit mehr für die Entwicklung der Partnerschaft gönnen wollen.

Warum Frauen bei der Partnersuche versagen

Dies alles wird mit den Jahren zu einem unlösbaren Knäuel von Problemen, und es ergibt sich folgende negative Spirale:

1. Je später eine Frau sucht, umso lustloser sucht sie.
2. Je lustloser sie sucht, umso mehr stößt sie Männer ab.
3. Je mehr Männer sie abstößt, umso sinnloser erscheint ihr die Suche.

Dabei muss eine gezielte, ernsthafte Suche auf gar keinen Fall lustlos sein. Auch eine „ernsthafte Suche“ ist ein Spiel mit der Zukunft, und so sollte es auch aufgefasst werden: Mit Ernst ein Spiel auf den Erfolg wagen.

Je "ernster" sie suchen, umso mehr werden Frauen gefoppt

Wer die Partnersuche „bitterernst“ nimmt, geht das Risiko ein, schnell Verluste einzufahren. Bekanntermaßen werden gerade Frauen, die sich amouröse Absichten verbitten, „Opfer“ von Männern, die nichts als sexuelle Absichten haben. Das Schlimmste, was eine Frau tun kann, ist in ihr Profil hineinzuschreiben, dass sie bereits viele negative Erlebnisse hatte und auf keinen Fall einen Abenteurer oder einen Mann für einen ONS sucht. Das zieht die Abenteurer an wie die Fliegen: Eine Frau, die einmal auf den Charme eines Mannes hereinfällt, wird auch wieder darauf hereinfallen.

Was also tun? Ganz klar: Entweder mit Freude und Zuversicht einen Partner suchen – oder gar nicht. Einen Trost habe ich: Die Freude an der Suche und die Zuversicht, einen Partner zu finden, kann neu aufgebaut werden, wenn man sich selbst und die Situation, in der man sich befindet, in einem neuen Licht sieht.

Die Partnersuche der Eliten – nichts als Bluff?

Eliten sind nicht mehr das, was sie mal waren. Denn das Problem mit den Eliten ist ja, dass man sie nicht wirklich abgrenzen kann. Wer will und mag, kann sich dazurechnen, vorausgesetzt, die Person hat entweder ein außergewöhnliches Wissen oder sie ist außerordentlich gebildet. Trifft das zu, dann spricht man von Bildungseliten. Es können aber auch besonders qualifizierte Personen sein, die ihr Wissen und Können nicht durch einen Universitätsabschluss beweisen haben, sondern beispielsweise durch wirtschaftlichen, künstlerischen, sportlichen oder politischen Erfolg. Schließlich können sie auch deshalb zur Elite gehören, weil sie ständig in der Umgebung von Eliten aufhalten (It-Girls, Hausfrauen). Frauen rechnen sich oft ebenfalls zur Elite, wenn sie über eine außergewöhnliche körperliche Schönheit verfügen.

Da die neuen Eliten nach historischer Definition den Adel als Elite ablösten, besteht gelegentlich auch der Eindruck, dass die Eliten einen „Herrschaftsanspruch“ haben.

Geistige Eliten - sind sie wirklich so begehrt?

Oben wird es dünn: die "Heirat auf Augenhöhe" wird zum Glücksspiel
Wer in Deutschland das Wort „Elite“ gebraucht, meint allerdings in der Regel die „geistigen Eliten“, genauer gesagt jene Akademiker, die auch ungewöhnliche berufliche Erfolge oder wenigstens entsprechende Einkommen vorweisen können.

Nimmt man nicht den akademischen Grad oder den Erfolg, sondern den IQ, so stellt sich allerdings heraus, wie dünn das Eis bei den wirklichen Spitzendenkern ist: nur etwa neun Prozent der Bevölkerung hat einen einen IQ von über 120 – aber das alleine qualifiziert diese ungewöhnlich präzisen Denker nicht dazu, zur Elite zu gehören.

Eine ganz andere Frage ist natürlich, ob Eliten wirklich so begehrt sind, wie es scheint. Hier muss man tief in die Ansichten und Absichten der Bevölkerung einsteigen und tatsächlich auch unterschiedlichen Vorstellungen der Geschlechter berücksichtigen. Demnach legen Frauen bei Weitem mehr Wert darauf, einen gut verdienenden Elite-Akademiker zu heiraten, als Männer darauf abzielen, eine Elite-Akademikerin zu heiraten.

Männer suchen selten "gezielt" nach Akademikerinnen

Mit anderen Worten: Männer suchen nicht gerade gezielt nach einer Akademikerin, wenn es um die Ehe geht. Wenn es dennoch viele Akademiker-Ehepaare gibt, so liegt dies nicht am Wunsch, einen vergleichbaren Akademiker zu heiraten, sondern daran, dass man sich am leichtesten in dem Milieu kennenlernt, in dem man sich auskennt.

Im Online-Dating findet man nur selten wirkliche Eliten

Die Sache mit der „Online-Partnersuche im Umfeld der Eliten“ ist also weitgehend Unsinn: Die wirklichen Eliten im Sinne von „bekannten Größen des Geistes und der Wirtschaft“ sind selten Online-Dater. Wer sich im Umfeld von Online-Diensten trifft, ist in der Regel eher ein Mensch, der sich zunächst für eine mittlere Karriere entschied und dabei die Partnersuche vergaß.

Zwei Themen wären noch zu klären: das „adäquate“ Heiraten der jungen Akademikerinnen und das „Hinaufheiraten“ in Akademikerkreise oder in die „Spitzen der Gesellschaft“.

Nach mathematischen Regeln und sozialen Beobachtungen ist es so gut wie ausgeschlossen, dass jede Akademikerin einen geistig oder sozial „adäquaten“ Partner findet, und zwar gleichgültig, wie und wo sie sucht. Hier ist „Downdating“ angebracht, also das Kennenlernen von Männern mit niedrigerem Bildungsgrad.

Das Hinaufheiraten folgt anderen Regeln: die meisten Frauen, die „hinaufgeheiratet“ haben, hatten schon vorher Kontakte zu den Eliten, in die sie hineingeheiratet, haben. Ein Teil von ihnen wurde auch wegen ihrer Jugend, Schönheit oder ihrer sexuellen Künste gesucht oder bevorzugt. Auch Bodenhaftung gilt manchem Mann als Argument, keine zu „abgehobene“ Frau zu heiraten.

Die Grafik basiert auf Daten von IQ-tester.ch. Teilweise wreden andere Daten angegeben, das Mittelfeld ist aber stets identisch.