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Outsourcing bei der Partnersuche?

Der Partnerwunsch (Mitte) wird vermülllt - und ähnelt dann möglicherweise der "Person" rechts.

Der Begriff Outsourcing ist eigentlich klar definiert: Man lagert gewisse Unternehmensbereiche aus, um Kosten zu sparen, jedoch niemals das Herz des Unternehmens, das sogenannte „Kerngeschäft“.

Sieht man den Menschen als biologisch-soziales „Unternehmen“, so verbietet sich die Auslagerung der Partnersuche von vornherein – sie gehört zu den „Basisfunktionen“ oder zum „Kerngeschäft“. Nur Menschen, die ihre einzige Priorität auf beruflichen Erfolg gelegt haben, wagen es demnach, die Partnersuche an einen Fremden „auszulagern“.

Ganz generell gilt der Bereich der Partnersuche als ein sensibles Gebiet, auf dem Kommunikation schwierig ist. Beim Outsourcing wird die Kommunikation aber bereits dadurch gestört, dass zu viele „Übersetzer“ am Werk sind.

Das Bild des Klienten ist nur näherungsweise das Bild des Assistenten

Dabei fallen, wie bei jedem Kommunikationsprozess, etliche Informationen „unter den Tisch“, andere werden aus dem Erfahrungsschatz des Rezipienten (Hier: des Dating-Assistenten) hinzugefügt. Solche Prozesse erzeigen schon unter normalen Umständen „Redundanzen“ (Mehrdeutigkeiten). In diesem Falle sind aber Gefühle, Empfindungen und erotische Komponenten dabei, die während der Kommunikation gar nicht erst „mitgenommen werden“.

Der Assistent sucht die entsprechende Person

Sagen wir es offen: In Wahrheit weiß der Assistent überhaupt nicht, wen er suchen soll. Er kann lediglich Personen ausgrenzen, die er NICHT suchen soll. Seien Vorgehensweise ist also in etwa so: Erst mal eine Basis von möglichst vielen „annährend zutreffenden“ Personen schaffen. Dann, was von den Vorgaben des Klienten verstanden wurde, ohne emotionale Beteiligung auswählen, und dann möglicherweise noch telefonisch das Date zu vereinbaren – dabei lauern Fallstricke ohne Ende. Aus dieser Sicht muss auch dem Berater, hier also also dem Dating-Assistenten klar sein, dass er bestenfalls vermeiden kann, etwas falsch zu machen, aber im Grunde gar nichts wirklich richtig machen kann. Und nur ganz nebenbei: Alles, was man während der Suche als Dating-Assistent aufnimmt, versteht oder interpretiert, wird in einem zweiten Prozess wieder „zurückkommuniziert. Dabei wird erfahrungsgemäß wieder eine Menge des gesammelten Materials verloren gehen –und der Klient sich dann wieder etwas dazudichtet, was gar nicht übermittelt wurde.