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Partnersuche: dem Trend folgen oder einen eigenen Wege gehen?

Dem Trend folgen oder seine eigene Methode entwickeln? Dieser Orang hat den eignen Weg gewählt
Einem Trend zu folgen hat ohne Zweifel seien Vorteile – aber auch, sich dem Trend zu verweigern. Denn dort, wo der Trend verläuft, treffen wir auf die Massen, und „die Konkurrenz ist groß“, wie man so sagt. Folgen Sie also dem Trend, so müssen Sie sicher sein, „in der ersten Reihe“ jener zu stehen, die am Partnermarkt begehrt sind.

Nun gut, sie könnten auch noch in der zweiten oder dritten Reihe sitzen, das erscheint logisch, nicht wahr? Aber je weiter hinten sie im Trendzug sitzen, umso schwieriger4 wird für es für Sie, einen Partner zu finden.

Wenn Sie ein Trendreiter sind, müssen Sie ganz vorne reiten

Das Problem dabei: Sie wissen zumeist gar nicht, wo sie „sitzen“, denn das ist abhängig davon, wie gut ihre Eigenschaften in den Markt passen, wie gut sie für sich werben können und ob Sie sicher „zugreifen“, wenn sich der richtige Partner endlich in Ihre Nähe begeben hat.

Sicher, das gilt für Sie auch, wenn Sie nicht dem Trend folgen, sondern „ganz normal“ auf Partnersuche sind. Aber es ist ungleich schwerer, die eigene Position in der „großen Masse“ zu ermitteln als in einem überschaubaren Kreis. Insofern stimmt zwar, was die Marketingleute sagen: Ist das Angebot überschaubar, so sind die Marktchancen besser. Aber leider stimmt das nicht ganz. Denn während auf dem Markt der Konfitüren, auf dem man solche Marketing-Spielchen zelebriert, nur der Kunde entscheidet, was gekauft wir, entscheiden auf dem Partnermarkt beide, ob sie zueinander passen. Und insofern bleibt die Frage: Kann ich mich richtig einschätzen als Anbeter und als Gesuchter?

Nicht gegen den Trend handeln - sondern anders damit umgehen

Was also sollte jemanden bewegen, nicht dem „großen Trend“ zu folgen? Und wie hat man damit Erfolg?

Zunächst einmal sollen Sie sich fragen, ob sie bei der Partnersuche wie in einem Marathon mitlaufen wollen, ohne jemals eine Chance auf den Erfolg zu haben. Das tun Menschen durchaus, im Sport wie auch in allen anderen Lebensbereichen. Tinder ist ein Beispiel, und manche große, strukturarme Singlebörsen sind es auch, Wenn „dabei sein“ alles ist, dann ist es in Ordnung. Sie waren dabei - und gut ist es. Das bedeutet nicht zwangsläufig, keinen Erfolg zu haben. Nur stellt sich der Erfolg dabei entweder ein oder eben nicht, so, als ob Sie zu einer Messe gehen und sich dort zufällig in einen Aussteller verlieben. Es war nicht ihr Ziel – aber es ist eben passiert.

Sich selbst austesten - nahezu unerlässlich für die Partnersuche

Wenn Sie hingegen austesten wollen, in welcher „Liga“ Sie bei der Partnersuche spielen krönen, dann sollte Sie nicht dem Trend unterwerfen, Sie sollten vielmehr ermitteln, welchen Platz Sie einnehmen können, und wie sie von dort aus die besten Chancen wahrnehmen können. Haben Sie einmal die „Liga“ gefunden, dann ist es nicht weit bis zu den Menschen, die als „Jagdbeute“ für Sie infrage kommen.

Der Unterschied zwischen Frau und Mann und der Markt

Ein klein wenig unterscheidet sich die Partnersuche der Frauen von der Suche der Männer - nicht allein wegen der geschlechtlichen Besonderheiten, sondern wegen der "Marktbedingungen". Für halbwegs gut aussehende Frauen in jungen Jahren (bis etwa 29) können Sie alles sein – vom Kindermädchen bis zur Diplompsychologin. Eine ausreichend gepflegte Sprache, erotische und möglichst auch soziale Fähigkeiten sind die einzigen Voraussetzungen, um viele Verabredungen zu treffen. Der Mann, der sie will, wird um Sie werben - und Sie können dies erst einmal auskosten. Falls Sie dazugehören: Überlegen Sie sich, welchen Lebensweg Sie sich vorstellen. Die Idee, einen reichen, attraktiven Mann zu heiraten, ist durchaus durchsetzbar, mit ihm zu leben ist allerdings oft nicht leicht. Wenn Sie ein selbstständiges, dennoch gebundenes Leben in Liebe und Glück finden wollen, müssen Sie sich auf gezieltere Dates einstellen und sicherlich dabei die eine oder andere Kröte schlucken. Sollten Sie nicht zu diesen privilegierten Frauen gehören, ist Ihre Suche wie das Leben, das Sie führen: durchschnittlich. Indessen hat der "Durchschnitt" durchaus Vorteile, weil die Lebenswege hier überschaubarer und gelegentlich gar zufriedenstellender sind. Sie werden entdecken, dass Sie nicht ausschließlich beworben werden, sondern auch selbst für sich werben müssen – und diesmal sogar um die Männer, die schon eher „Kompromisskandidaten“ sind. Dazu sollten Sie einfach nur wissen, wo sie die Kompromisse machen wollen und können – und vor allem: Sie sollten sich mit diesen Männern treffen und „Tacheles“ reden – dann wird Ihnen bald klar werden, wo Sie Ihren Honig finden könnten.

Die Chancen des Mannes - toll sein, anpassen oder über 50 werden

Reden wir vom Mann? Seine Chancen sind umso günstiger, je besser er aussieht, je mehr Ansehen er genießt und letztendlich auch – je mehr Geld er scheffelt. In den letzten Jahren ist oft das „Wort „Bildung“ in Zusammenhang mit suchenden Akademikerinnen gefallen. Ich kann Sie absolut beruhigen: Ihre Diplome zählen erst ab Doktor oder Professor, bis dahin gilt, dass der wirtschaftliche Erfolg bei der „Damenwahl“ eindeutig die Bildung überspielt.

Nun gut, Sie sagten, dass sie nicht in der Oberliga der Schönen, Starken, Reichen und Mächtigen spielen? Ja, dann gehören Sie leider zur Mehrheit. Ich gebe Ihnen zunächst den gleichen Rat wie den Frauen: Gehen Sie Kompromisse ein, es schmerzt wirklich nicht sonderlich. Und dann diesen Rat: Die wirklich tollen Kerle, die alles in sich vereinen, sind rar, und deswegen gehen auch Frauen oftmals Kompromiss ein. Versuchen Sie, sich trotz mancher Unterschiede mit ihnen zu verabreden. Es lohnt sich, denn Gelegenheit macht Liebe. Ein dritter Rat gefällig? Bitte schön: Frauen wollen immer die „tollsten Eigenschaften“, schätzen aber auch Treue, liebevolle Umgarnung und soziale Fähigkeiten. Haben Sie schon mal versucht, darauf abzuheben?

Vielleicht sollte ich Ihnen noch ein Bonmot dazu übermitteln: Ab ungefähr 50 brauchen Sie sich keine Sorgen mehr über Damen zu machen, denn „wenn sie halbwegs gut ausswehen und Haare auf dem Kopf haben gehen sie weg wie warme Semmeln“. Das hat etwas mit den Gesetzen von Angebot und Nachfrage zu tun: Die Nachfrage nach Männern ab 50 ist bei den über 40-jährigen Frauen enorm groß, das Angebot hingegen gering – voilà. Das ist definitiv alles, was es dazu zu sagen gibt.

Partnersuche: Warum Sie mit Ansprüchen scheitern

Die eigenen Vorzüge sollte man am Partnermarkt kennen ...

Sogenannte „Ansprüche“ sind im Grunde Forderungen. Wenn Sie Ansprüche an den Partner haben, fordern sie also in Wahrheit etwas von einer anderen Person. Das alleine ist schon ein „ziemlich starkes Stück“, denn was berechtigt Sie, von anderen Menschen etwas einzufordern? Die Antwort ist klar: Sie haben in Wahrheit weder Ansprüche noch Forderungen.

Neun Vorschläge zum sicheren Scheitern bei der Partnersuche (und ein anderer)

Was, wenn Sie dennoch Forderungen anmelden?

Dann passiert etwas aus dieser Auflistung:

1. Forderungen an andere Personen (Partner) lassen sich nur durchsetzen, wenn Sie ein Mittel haben, das Sie zum Tausch anbieten können. Also ist die Frage nicht, welche Forderungen Sie haben, sondern was Sie anderen wert sind.
2. Normalerweise überschätzen Partnersuchende ihren Wert. Sie haben Glück, wenn er zwischen 40 und 60 Prozent des Durchschnitts liegt. Mit solchen Werten können Sie allerdings niemals Forderungen durchsetzen.
3. Wenn Sie nie Ihren Wert gewogen und gemessen haben, und ihn auch sonst nicht einschätzen können, stolzieren sie mit High Heels auf dünnem Eis. Entweder sie rutschen aus oder sie brechen ein.
4. Ist das Angebot am Partnermarkt begrenzt, wie dies bei vielen Jahrgangsstufen der Fall ist, sind die attraktiven Angebote zuerst vom Partnermarkt verschwunden, weil andere schneller und zielsicherer sind. Ihre Forderungen (Ansprüche) werden also bedeutungslos, wenn es kein entsprechendes Angebot gibt.
5. Wenn Sie, wie in Punkt (4) besprochen, dennoch mit Forderungen weitermachen, wird der Preis, den Sie zahlen müssen, immer höher. Der Preis misst sich in Attraktivität (sozial, körperlich, emotional, finanziell), in Zeit und Aufwand. Körperlich werden Sie voraussichtlich nicht attraktiver, also werden andere „Preise“ an die Stelle der Schönheit treten.
6. Auch bei einem gut bestückten Partnermarkt gehen die besten Personen zuerst weg, dann diejenigen, bei denen man ein wenig Kompromisse eingehen muss und zuletzt diejenigen, bei denen man (frau) relativ viel Kompromisse eingehen muss.
7. Sollten Sie nach Punkt (6) warten, so werden sie von Tag zu Tag problematischere Verabredungen haben, oder Sie müssen ihren Radius erheblich ausweiten, zum Beispiel durch erheblich jüngere oder ältere Partner(innen).
8. Aus den Punkten (4) bis (7) ergibt sich, dass eines Tages in der Situation sind, dass Ihre Suche schon deswegen kippt, weil Se selbst so viel an Wert verloren haben, dass sie unattraktiv für andere werden.
9. Am Ende werden Sie damit konfrontiert, dass Sie sich selbst in der Position befinden, die Sie jahrelang von anderen abgefordert haben: Sie werden mit Forderungen anderer konfrontiert, und Ihre Fehler und schwächen geraten ins Rampenlicht.
10. Sie können aus diesem Teufelskreis jeden Tag aussteigen. Je früher Sie dies tun, umso besser. Sie müssen nicht auf alle Wünsche verzichten, sondern nur Ihre Forderungen herunterschrauben.

Sie wollen immer noch scheitern? Nun, ich kann Sie vermutlich nicht daran hindern. Aber behaupten Sie bitte nicht, niemand hätte Sie gewarnt.

Bild von Ferdinand von Reznicek, Illustrator, gegen 1900.

Einen Single-Berater finden - oder einen Berater für die Partnersuche?

Was kann ich tun, um nicht mehr Single zu sein? Nun, vor allem sollten sie sich einen Partner suchen!


"Sind Sie Single Berater?" Das wollte neulich jemand von mir wissen. Mal ehrlich, Mitmenschen – was ist denn das für ein saublödes Wort? Ich berate niemand bei der Einrichtung einer Single-Wohnung (obgleich ich es könnte), und ich sage dem „Single“ nicht, wie er am besten Single-Mahlzeiten konsumiert oder ob er sich Goldfische oder weiße Mäuse zulegen soll.

Ich fummele auch niemanden in den Haaren oder im Gesicht herum und such keine Klamotten aus, gebe keine Lehrgänge für Masturbation, psychosexuelle Konditionierung und Frauenflachlegen.

Partnersuche ist ein viel zu ernstes Thema, um es reißerisch an den Markt zu bringen. Wer Datingrat erteilt oder sich gar als Datingassistent versteht, sollte das Wort „Single“ aus seinem Vokabular streichen – es ist ein ziemlich abgeschmacktes Etikett.

Was ein Partnersuchender ist? Jemand, der einen Partner sucht – und kein verdammter Single. Was er braucht, ist Rat, der ihn Zu Partner führt, und keine "Lebenshilfe, die aus dem Herzen kommt".

Ich denke, das muss einmal gesagt werden – oder etwa nicht?