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Partnersuche: Warum Sie mit Ansprüchen scheitern

Die eigenen Vorzüge sollte man am Partnermarkt kennen ...

Sogenannte „Ansprüche“ sind im Grunde Forderungen. Wenn Sie Ansprüche an den Partner haben, fordern sie also in Wahrheit etwas von einer anderen Person. Das alleine ist schon ein „ziemlich starkes Stück“, denn was berechtigt Sie, von anderen Menschen etwas einzufordern? Die Antwort ist klar: Sie haben in Wahrheit weder Ansprüche noch Forderungen.

Neun Vorschläge zum sicheren Scheitern bei der Partnersuche (und ein anderer)

Was, wenn Sie dennoch Forderungen anmelden?

Dann passiert etwas aus dieser Auflistung:

1. Forderungen an andere Personen (Partner) lassen sich nur durchsetzen, wenn Sie ein Mittel haben, das Sie zum Tausch anbieten können. Also ist die Frage nicht, welche Forderungen Sie haben, sondern was Sie anderen wert sind.
2. Normalerweise überschätzen Partnersuchende ihren Wert. Sie haben Glück, wenn er zwischen 40 und 60 Prozent des Durchschnitts liegt. Mit solchen Werten können Sie allerdings niemals Forderungen durchsetzen.
3. Wenn Sie nie Ihren Wert gewogen und gemessen haben, und ihn auch sonst nicht einschätzen können, stolzieren sie mit High Heels auf dünnem Eis. Entweder sie rutschen aus oder sie brechen ein.
4. Ist das Angebot am Partnermarkt begrenzt, wie dies bei vielen Jahrgangsstufen der Fall ist, sind die attraktiven Angebote zuerst vom Partnermarkt verschwunden, weil andere schneller und zielsicherer sind. Ihre Forderungen (Ansprüche) werden also bedeutungslos, wenn es kein entsprechendes Angebot gibt.
5. Wenn Sie, wie in Punkt (4) besprochen, dennoch mit Forderungen weitermachen, wird der Preis, den Sie zahlen müssen, immer höher. Der Preis misst sich in Attraktivität (sozial, körperlich, emotional, finanziell), in Zeit und Aufwand. Körperlich werden Sie voraussichtlich nicht attraktiver, also werden andere „Preise“ an die Stelle der Schönheit treten.
6. Auch bei einem gut bestückten Partnermarkt gehen die besten Personen zuerst weg, dann diejenigen, bei denen man ein wenig Kompromisse eingehen muss und zuletzt diejenigen, bei denen man (frau) relativ viel Kompromisse eingehen muss.
7. Sollten Sie nach Punkt (6) warten, so werden sie von Tag zu Tag problematischere Verabredungen haben, oder Sie müssen ihren Radius erheblich ausweiten, zum Beispiel durch erheblich jüngere oder ältere Partner(innen).
8. Aus den Punkten (4) bis (7) ergibt sich, dass eines Tages in der Situation sind, dass Ihre Suche schon deswegen kippt, weil Se selbst so viel an Wert verloren haben, dass sie unattraktiv für andere werden.
9. Am Ende werden Sie damit konfrontiert, dass Sie sich selbst in der Position befinden, die Sie jahrelang von anderen abgefordert haben: Sie werden mit Forderungen anderer konfrontiert, und Ihre Fehler und schwächen geraten ins Rampenlicht.
10. Sie können aus diesem Teufelskreis jeden Tag aussteigen. Je früher Sie dies tun, umso besser. Sie müssen nicht auf alle Wünsche verzichten, sondern nur Ihre Forderungen herunterschrauben.

Sie wollen immer noch scheitern? Nun, ich kann Sie vermutlich nicht daran hindern. Aber behaupten Sie bitte nicht, niemand hätte Sie gewarnt.

Bild von Ferdinand von Reznicek, Illustrator, gegen 1900.